Samstag, 10. Dezember 2005
Haare zupfen/ Trimming
Das Haar der meisten Terrierrassen, Schnauzer und Rauhaardackel sowie noch einiger anderer Hunderassen, hat eine Besonderheit: Der größte Teil des Haares bleibt für lange Zeit noch in der Haut stecken, obwohl es bereits abgestorben ist. Deshalb braucht der Hund professionelle Hilfe um von seinem toten Haar befreit zu werden.
Besitzer solcher Hunderassen sind in der Regel über die Eigenart, aber auch über den Vorteil solcher Haarart vom Züchter informiert und wissen in der Regel, das rauhaarige Hunde weder geschoren noch geschnitten, sondern gezupft werden müssen. Zur Vertiefung in das Thema dieser "haarigen Eigenart", und für diejenigen Halter, die Informationen dazu nicht erhalten haben, sind die nachfolgenden Ausführungen gedacht.
Zupfen per Hand oder stumpfem (!), nicht schneidefähigem Trimmmesser, wird auch strippen genannt. Von "Stripping" spricht der Engländer, wir nennen es "Zupfen".
Das Haar rauhaariger Hunde beginnt mit fünf Monaten zu verhaaren, das heißt die Haare sterben in diesem Zeitraum ab. Beim Zupfen werden dann die losen Deckhaare mit der Wurzel entfernt um so zu ermöglichen, dass neues, kräftiges und farbiges Haar nachwachsen kann. Wird das alte, abgestorbene Haar nicht entfernt kann das neue Haar nicht durchstoßen, womit der biologische Ablauf unterbrochen ist. Das tote Haar verliert nicht nur seine Farbe, auch seine Spannkraft und sein Schutz vor dem Wetter.
Wird das Haar eines rauhaarigen Hundes statt fachgerecht gezupft, mittels Schermaschine oder Schere abgeschnitten, so wird das bereits abgestorbene Haar nur gekürzt und das Wachstum neuen Haares durch den Verbleib des abgestorbenen Haares in der Wurzel, nachhaltig behindert. Das Haar verhält sich dann zwangsläufig wie eine Pflanze ohne Nährstoffe und fängt wieder an aus dem durch totes Haar blockiertem Wurzelbereich sogenannte Nothaare nachzuschieben. Diese Nothaare werden von Schnitt zu Schnitt weicher und dünner und verlieren fast zur Gänze ihre ursprüngliche Farbe.
Ich möchte als Beispiel den Foxterrier anführen. Weit öfter als einen gut getrimmten Drahthaar-Fox, sehen wir öfter solche, deren schwarze Flecken mehr Grau als Schwarz sind und deren braune bis rotbraune Farbpartien Beige zeigen. Alleine die weißen Haare bleiben Weiß, der Fachmann allerdings erkennt schon von weitem, dass auch diese Haare weich, dünn und ohne Spannung sind.
Dies alles zum Thema "Zupfen"! Es musste einmal ausführlich dargestellt werden, denn es ist schon abenteuerlich und an der Realität vorbei, was so alles über diese anspruchvolle, aber für eine Reihe von Hunderassen einzigartige und gesunde Trimmtechnik an Schauermärchen in die Welt gesetzt wird. [Quelle: Hundepflegestudio]
Ähnliches gilt auch für die Welsh Terrier, und so waren wir gestern mal wieder zu einem Trimmtermin bei Manfred Rosenbaum in Wuppertal.
Das Ergebnis vorher und nacher hier einmal eindrucksvoll vorgestellt.


"He is your friend, your partner, your defender, your dog. You are his life, his love, his leader. He will be yours, faithful and true, to the last beat of his heart. You owe it to him to be worthy of such devotion."
Quelle unbekannt






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