Freitag, 8. Februar 2008
Dankeschön
Kürzlich führte ich am Telefon ein Gespräch mit einem deutschen Geschäftsmann. Es ging um ein Sponsoring.
Was das ist? Ja, man könnte sagen, das ist ein Manöver, mit dem man lästige Werbeverbote geschickt umgeht. In diesem Zusammenhang sollte man sicherlich auch erwähnen, dass Sponsoren sich oft auch Gönner nennen, aber nie Mäzen. Denn die kriegen für ihre Mühe nur ein kleines Dankeschön.
So, jetzt muss ich wieder die Kurve kriegen zu unserem Gespräch. Während ich mir so einge Notizen machte, nuschelte er auf einer meiner Nachfragen ein unverständliches "Yes" in den Hörer. Als Englischlehrer bin ich durchaus der englischen Sprache mächtig, vergewisserte mich aber dennoch und fragte höflich nach, weil ich es akustisch nicht richtig verstanden hatte.
"Yes, ist englisch und heißt ja", klärte mich mein Geprächspartner auf, der offenkundig seinen letzen Urlaub im anglo-amerikanischen Sprachraum verbracht hatte.
Vielen Dank für die nette Nachhilfestunde, ich habe viel von Ihnen gelernt.
Yes!
...und ich vergaß:Â Thank You! Das wiederum heißt Dankeschön!
Kommt gut ins sonnige Wochenende, bei dem Wetterchen fällt die Wahl für die unterschiedlichsten Unternehmungen sicherlich leicht. Macht's gut!
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Zufriedenheit ist der Stein der Weisen, der alles in Gold verwandelt, das er berührt.
Benjamin Franklin (1706-1790), Politiker und Diplomat
Donnerstag, 7. Februar 2008
Danke für die Blumen!
Komplimente, so habe ich festgestellt, können Widerhaken haben. Deshalb sollte man in der nächsten Zeit etwas vorsichtig und umsichtig damit umgehen. Der Tag der Liebenden, der Liebe - Valentine's Day ist nicht mehr fern.
Was aufs erste Hören wie ein Lob klingt, entpuppt sich später als Gegenteil. Ein Kollege von mir scheint ein Meister dieses Fachs zu sein, denn als eine Kollegin ihm ein Foto von ihrem Karnevalsurlaub zeigte, geriet er förmlich ins Schwärmen. "Toll siehst Du darauf aus! Wirklich klasse gemacht, das Bild!" Und während Frau Kollegin fast sichtbar um ein paar Zentimeter wuchs, ihr Lächeln ob der Bewunderung vollste Zufriedenheit austrahlte und sie im Geiste vielleicht davon träumte, sich für "Germany's Next Top Model" registrieren zu lassen, da schob er hinterher: "Super, dieses Licht im Hintergrund! Vor allem technisch ist das Foto wirklich einwandfrei, sogar der 'goldene Schnitt' wurde beachtet. Auf Fotos siehst Du komischerweise richtig gut aus!" Man sah's ihr an, sie hatte verstanden...
Danke für die Blumen, aber den Topf hätte werter Kollege nicht noch mitwerfen müssen.
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Die meisten Menschen, die früh alt werden, sind es immer gewesen.
C. Ludwig Schleich (1859-1922), Arzt
Dienstag, 5. Februar 2008
Von Viren & Würmern
In den letzten Tagen habe ich oft darüber geschrieben, dass Jecke vom Karnevalsvirus infiziert oder dass Fans vom Schalkervirus befallen wurden, die Jüngeren unter Euch werden sich sicherlich noch daran erinnern.;-)) Eine krankhafte Verbreitung erreicht es momentan noch durch das Dauerknutschen Bützchen verteilen und das miese, nasskalte Wetter.
Aber das ist gar nicht mein eigentliches Anliegen. Vielmehr stand ich immer wieder vor der Frage: Welches Geschlecht denn so ein "Virus" hat. Der Duden stellt ihm ein ganz neutrales das voran. Wenn man sich denn nun durch Sturm und Wind stark verkältet hat, dann sind die Patienten felsenfest davon überzeugt: Der Grippevirus habe sie befallen.
Im Internet, wo er nicht als lebender Winzling ins Postfach gelangt, sondern als boshafte Datei und sogar mit Würmern den Computer überfällt, da erlaubt der Duden ein der. Dem Virus und den Würmern ist das eigentlich völlig egal. Vielleicht klammern sie sich so gerne an E-Mails, weil auch diese im Volksmund zwischen Neutralität und Weiblichkeit hin- und herpendeln. Das E-Mail oder die E-Mail? Eigentlich müsste es die heißen ...die elektronische Post, wenn da nicht wieder der Volksmund wäre, der sich nicht einfach alles verbieten lässt, erst recht nicht von einem Duden.
Dem Regenwurm oder besser gesagt dem RosenmontagsRegenzuch am Rosenmontag, der sich so mittelprächtig, aber ganz fix durch GE-Erle schlängelte, damit er schnell wieder ins Trockene kam, sind solche Gedankengänge völlig schnuppe. Denn der hat ja sein eigenes Liedchen ... Regenwurmsong
Eine long version dieses songs gibt es von Bernd Stelter [hier]
Euch noch einen lustigen Veilchendienstag, man muss schon jeck sein, um sich die gute Laune nicht durch das Wetter vermiesen zu lassen. Fallt nicht in ein depressives Loch!
Bei Isa habe ich gerade gelesen: "Wer am Faschingdienstag nüchtern einen Schnaps trinkt, den werden das ganze Jahr über die Mücken nicht stechen." Meine Empfehlung: Wer arg darunter zu leiden hat, der greift gleich besser zur Flasche ... "Kornblumenblau ist der Himmel am herrlichen Rheine..."
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Dat jeiht vorbei, dat es nit schlimm!
Dat es doch alles keij Problem.
Wenn de denks, alles wör am Engk:
Jo, dat krieje mer schon widder hin!
von der Gruppe Paveier
Freitag, 1. Februar 2008
Jeck oder Muffel
Wenn man im Rheinland an den "tollen Tagen" zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch unkostümiert unterwegs ist, wird man von den "Einheimischen" von der Seite schief angeschaut. Bei uns in GE-Buer ist das fast umgekehrt. Da wird man als Verkleideter von oben bis unten gemustert als käme man vom anderen Stern. Lediglich in den Geschäften versuchten die Verkäuferinnen kostümiert für gute Laune zu sorgen. Na ja, vielleicht macht sich das Karnevalsvirus bis Rosenmontag auch hier noch breit. Bei der "Erstürmung des Cockpits" gewisser franz. Airlines hat "Weiberfastnacht" schon eine Eigendynamik entwickelt. [s. hier]
Eigentlich gibt es ja nur die Alternativen: Jeck oder Karnevalsmuffel. Von Natur aus ist der Muffel keineswegs ein humorloser Mensch, er mag ja nur nicht organisiert feiern oder auf Kommando lustig sein. Er ist ein Anarchist, ein Auflehner, Aufständler, Nonkonformist.
Deshalb, so las ich, könnten darin auch die Wurzeln des Karnevals zu finden sein, sozusagen als Muffelveranstaltung. Die Gründer des Karnevals muffelten gegen die Soldaten (deshalb gab es die Märsche), man muffelte gegen die Obrigkeit, gegen das herrschende System (deshalb nun an Weiberfastnacht der Sturm auf das Rathaus), und man muffelte auch gegen den Krawattenzwang im Büroalltag und in Vorstandssitzungen (deshalb die Schere). Ja und während man so vor sich hinmuffelte, da fand man wiederum viele Gleichgesinnte und institutionalisierte die eigene Muffelei. Karneval wurde organisierter Humor. Die wahren Karnevalisten sind somit eigentlich die Karnevalsmuffel. Logisch, oder? In diesem Sinne "Helau", "Alaaf" und wie man im Ruhrgebiet auch sagt "Glück Auf".
Wer noch kein Kostüm hat, dem schlage ich vor: Geh als Bär. Bär ist dieses Jahr ganz in (Knut oder Flocke), ebenso die Modefarbe Weiß, die trendmäßig das neue Schwarz ist. Und warm isset auch - das Kostüm. In diesem Sinne Euch allen ein närrisches Wochenende. Mein Dienst beginnt übrigens erst wieder am Aschermittwoch, bekanntlich ist dann alles vorbei.






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