Sonntag, 2. März 2008
Vorfrühling
Vorfrühling
Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.
Er hat sich gewiegt,
Wo Weinen war,
Und hat sich geschmiegt
In zerrüttetes Haar.
Er schüttelte nieder
Akazienblüten
Und kühlte die Glieder,
Die atmend glühten.
Lippen im Lachen
Hat er berührt,
Die weichen und wachen
Fluren durchspürt.
Er glitt durch die Flöte
Als schluchzender Schrei,
An dämmernder Röte
Flog er vorbei.
Er flog mit Schweigen
Durch flüsternde Zimmer
Und löschte im Neigen
Der Ampel Schimmer.
Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.
Durch die glatten
Kahlen Alleen
Treibt sein Wehn
Blasse Schatten.
Und den Duft,
Den er gebracht,
Von wo er gekommen
Seit gestern Nacht.
Hugo von Hofmannsthal (1874 - 1929)
Solche winterlichen Verhältnisse wie in diesem Originalgemälde, werden wir wohl nicht mehr bekommen. Dieses Bild hat insofern eine Bedeutung für mich, weil es früher im Besitz meiner Oma war und nun "entsorgt" werden sollte. Sie hatte es während des Krieges erworben. Der Name des Malers ist nicht mehr genau lesbar, könnte jedoch osteuropäischer Herkunft sein. Ich weiß auch nicht, welche Region hier in dem Bild dargestellt wird. Hinweise könnte der Kahn, der Fluß und das Dorf im Hintergrund geben. Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich.
Nun Orkan "Emma" scheint sich beruhigt zu haben, hier in GE war davon recht wenig zu spüren. Euch allen noch einen schönen Sonntag.
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Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.
Albert Schweitzer (1875-1965), deutscher Arzt und Theologe






Kommentare
Mi, 07.01.2009 17:04
:) wie schön, dich wieder zu l esen [...]
Mi, 07.01.2009 12:58
na, fast möchte ich hier ein ' endl [...]
Di, 06.01.2009 17:03
auch von mir und fienchen von ganz [...]
Di, 06.01.2009 09:06
Lieber Ulli, wieder schöne Fot os u [...]
Di, 06.01.2009 06:57
Hallo Professore, achön, von Dir [...]