Donnerstag, 8. Mai 2008
Gänseblümchen
Sie sind momentan der Hingucker auf den Frühlingswiesen, das Gänseblümchen. Bellis perennis ist ihr lat. Name - die hübsche Ausdauernde, auch Maßliebchen, Angerblume, Tausendschön oder schweizerisch kleine Margerite ('Margritli') wird sie genannt. Sie ist eine Blütenpflanze aus der Familie der Korbblütler.

Das Gänseblümchen kam zu ungeahntem Ruhm, als es vom französischen König Ludwig IX. (1214–1270) zusammen mit der Lilie in sein Wappen aufgenommen wurde. Dazu ließ er sich einen Ring mit einem geflochtenen Blütenkranz anfertigen.
Wahrscheinlich keltischen Ursprungs ist der Aberglaube, dass der Genuss der kleinen Pflanze das Wachstum dämpfen kann. Eine irische Sage erzählt von der Fee Milka, die dem Kind des Königs heimlich "Gänseblümchenspeise" zu essen gibt, damit es nie erwachsen wird. Noch heute gibt es auf den britischen Inseln und bei spanischen Zigeunern den Brauch, jungen Welpen Gänseblümchen zu fressen zu geben, damit sie nicht groß werden.
Das Gänseblümchen ist einer der ersten Frühlingsboten und es heißt, wer die ersten drei Gänseblümchen im Frühjahr isst, wird das restliche Jahr von Zahnschmerzen, Augenbeschwerden und Fieber verschont. Und wer getrocknete Gänseblümchen bei sich trägt, die am Johannistag mittags zwischen 12 und 13 Uhr gepflückt wurden, dem geht keine wichtige Arbeit schief. (vgl. Wikipedia)
Gänseblümchen erinnern uns immer wieder auch an unsere Kindheit wie dieses Gedicht beweist ...
O die guten Kinder!
Sie durchhüpften oft den Garten,
flochten sich von Gänseblümchen Kronen,
kränzten ihre Haare.
Fröhlich raubten sie dem Vater Küsse,
von den braunen Wangen,
wenn er sie voll Zärtlichkeit
auf den Knien wiegte.
Ludwig Christian Hölty (1748-1776)
Das Wetter beschert uns wahre Sonnenfreuden. Wohl dem, der nun in deutschen Landen über Pfingsten Urlaub macht. In Mallorca beginnt es ab heute zu regnen, teilweise Dauerregen bis zur Mitte der nächsten Woche.






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