Freitag, 3. Oktober 2008
Volljährig
Es darf gratuliert werden. Glückwunsch zur Volljährigkeit. Die deutsche Einheit wird vom Gesetz her erwachsen. Heute vor 18 Jahren endete die Teilung Deutschlands mit dem Beitritt der 5 östlichen Bundesländer zur Bundesrepublik. Die DDR war nunmehr Geschichte.
Die offiziellen Feiern finden heute in Hamburg statt.
Eine Antwort auf die Frage: "Ist wirklich alles zusammengewachsen, was zusammen gehört?" wird man auch heute sicherlich schuldig bleiben.
Denn wenn man die östlichen Bundesländern auch nach 18 Jahren immer noch als "die neuen" bezeichnet, dann ist es wohl noch ein weites Stück zu gehen. Dies umso mehr wenn man liest, dass sich der ein oder andere als Verlierer der Wende fühlt und sich nach dem DDR-Staatssystem zurücksehnt. Was will man den Träumern antworten, die von den Zigarillos der Marke "Medikus Lux", dem Waschnittel "quasi" und den Autos, die "Trabant " hießen, schwärmen?

Fast 25Â Millionen Menschen, fast ein Drittel unserer Bevölkerung, hat die Wiedervereinigung gar nicht oder zumindest nicht mit vollem politischen Bewusstsein erlebt. Wen wundert es dann, dass jedes Jahr am Tag der Einheit immer wieder junge Menschen vor die Kameras gezerrt werden, die Erich Honecker für einen ehemaligen Bundeskanzler halten. Sicherlich ist das eine peinliche Bildungslücke. Dennoch kann man froh sein, das diese Jugendlichen unbelastet durchs Leben gehen können.
Und den oben erwähnten Sehnsüchtlern kann man nur sagen: Im alten Rom war auch vieles schön, und es gibt auch immer noch Leute, die der Nazizeit gute Seiten abgewinnen können; trotzdem sind wir froh, dass alles vorbei ist.
Auch bin ich mir sicher, das viele immer mehr den 3. Oktober einfach als einen ganz normalen Feiertag hinnehmen, eine Fahrt ins Grüne machen oder sich anderswie vergnügen. Wir haben uns daran gewöhnt. Erst wenn der Tag auf einen Sonntag fallen sollte, dann wird man sich in ganz Deutschland ärgern. Dann könnte die Verwirklichung der deutschen Einheit perfekt werden.
In diesem Sinne Euch noch einen beschaulichen Feiertag.
Hier an der Waterkant ist das Wetter heute sehr trübe und regnerisch. Wir haben unsere Tour nach Fehmarn nicht angetreten. Vielleicht wird es ja am Nachmittag noch etwas sonnig. Macht's gut!
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Es ist dieselbe Erkenntnis, die uns zuversichtlich macht darüber, daß nichts Schreckliches ewig oder auch nur lange Zeit dauert, und die begreift, daß in eben den begrenzten Dingen die Sicherheit vor allem durch die Freundschaft vollendet wird.
Epikur von Samos, (341 - 271 v. Chr.), griechischer Philosoph
Das Wasser und das Volk kann man nicht zurückhalten.
Aus der Toscana Â






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