Donnerstag, 18. Dezember 2008
Das nervigste Wort
Der Verein Deutsche Sprache (VDS) hat den Begriff "X-Mas" als "das überflüssigste und nervigste Wort des Jahres 2008 in Deutschland" ausgewählt. "Der Begriff soll ein Kürzel für Weihnachten beziehungsweise 'Christmas' sein, steht aber im krassen Gegensatz zu allem, was man in Deutschland mit Weihnachten verbindet: Gemütlichkeit, deutsche Weihnachtstraditionen, Romantik, Christlichkeit", sagte VDS-Vorstandsmitglied Prof. Roland Duhamel.
Der Verein hat nach eigenen Angaben über 30.000 Mitglieder in aller Welt. Er will die deutsche Sprache als eigenständige Kultur- und Wissenschaftssprache erhalten und vor einer angeblich drohenden Verdrängung durch das Englische schützen. Besonders Anglizismen werden immer wieder angeprangert.
Auf den nächsten Plätzen folgten die englischen Begriffe "Flyer" (deutsch: Flugblatt) und "Human Resources" (deutsch: Angestellte).
Ich muss gestehen, dass ich mich an dieser Stelle schon mehrfach über unpräzise oder deplazierte Anglizismen sowie über den Einsatz des Denglischen ausgelassen habe. Nur hier, so meine ich, hat sich der Verein bzw. der "Pool" der Befragten in zweifacher Hinsicht geirrt.Â
Das "X" in "X-Mas" stammt aus dem Griechischen abgeleitet von dem Buchstaben "Chi", der abgekürzt "Christ" bedeutet (vgl. unseren lesenwerten englischsprachigen Artikel auf unserer Website Merry Christmas mit dem Titel Why Xmas?) Vielleicht ist man sich über die historische Tradition gar nicht bewusst gewesen ...smile
Auch der Begriff "Human Resources" bedeutet nicht '"Angestellte", sondern ganz einfach "Personal" mit stark betriebswirtschaftlicher Prägung. Auch das ein kleiner, aber feiner Unterschied.
Das in Frage stehende "X" hat folglich nichts mit XXL oder X-treme irgendetwas gemeinsam. Da will uns doch tatsächlich einer ein X für ein U vormachen! Hier muss der Verein noch stark an den "basics" der englischen Sprache arbeiten. Die Bedeutung im anglo-amerikanischen Lebensraum ist die gleiche wie die hier in "Good Old Germany" und hat mit kommerziellem Verhalten nichts zu tun. Das macht aber nichts, die Hauptsache an Weihnachten stimmt dann "Das perfekte Dinner" bei Candlelight.

Da kann selbst Xmas nur staunen, die für ihren Namen die englische und nicht die amerikanische Schreibweise gewählt hat.
.......................................
Glück ist am stärksten, wenn man es verschenkt.
aus Norwegen
Montag, 15. Dezember 2008
Weihnachtsbaum am Rathaus Buer
Seit Wochen schon wird in GE-Buer diskutiert, ob am historischen Rathaus ein Tannenbaum aufgestellt werden soll oder nicht. Die Idee kam von CDU-Ratsherr K. Herzmanatus, der auch für ein Sponsoring sorgen wollte. Die Stadt weigerte sich beharrlich, lenkte dann schließlich insoweit ein, dass am Rathauseingang Goldbergstrasse zwar keine Tanne aufgestellt wird, aber eine vorhandene in der Weihnachtszeit durch die Stadt beleuchtet wird. Die Firma M&M Leuchtenland spendierte die Lichterkette für den Festschmuck.

Gestern Abend bin ich zufällig dort vorbei gekommen und habe mir das Schmuckstück betrachtet. In der Dunkelheit konnte ich nicht erkennen um welche Baumart es sich hier handelt, eine Tanne ist es jedenfalls nicht. Vorrübergehende Passanten kommentierten die lieblose Illumination. "Schau mal, auch hier haben sie jetzt ein paar Glühbirnen in die Bäume gehängt." Schade, das traditionelle "Gloriablasen" an Heiligabend hätte eine bessere Kulisse verdient.
Mögen Euch zum Wochenstart viele Lichter den Weg in die letzte Adventswoche erleuchten.
.........................................
Wer sich nach Licht sehnt, ist nicht lichtlos, denn die Sehnsucht ist schon Licht.
Bettina von Arnim (1785 -1859)
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Pirouetten und andere Ungereimtheiten
Ich kann mich noch erinnern, dass es mal Konzepte geben sollte, wo man seine Steuern auf dem Bierdeckel machen konnte. Bekanntlich ist daraus nichts geworden. Von Steuererleichterungen/-senkungen wurde sogar gesprochen. Stattdessen wurden von der Bundesregierung nur der Teil des Konzepts umgesetzt, der ihr Geld bringt. Sukzessive strich sie die Steuerentlastungen zusammen. Arbeitszimmer im eigenen Heim/Wohnung bei Lehrern: abgeschafft. Geltendmachung der Fahrt zur Arbeit: gekürzt. Steuerberatungskosten: gedeckelt. Eiskalt strich der Staat dem Steuerzahler Milliarden, ohne ihn an anderer Stelle zu entlasten.
Nun wurde die Pendlerpauschale gekippt, den betroffenen Bürger/innen wird das zu unrecht abkassierte Geld bis zum Osterfest erstattet, gefeiert wird das von unseren Politikern als hätten sie uns ein Geschenk gemacht, mit dem wir nun die Konjunktur ankurbeln könnten. Wie armselig solche Art von Volksverdummung.
Da ist der eine Ärger kaum vom Tisch, da wird die EU in Brüssel aktiv. Die Kommission beschloss den schrittweisen Abbau der Leuchtmitttel. Der Bürger wird dazu gar nicht gefragt. Unfug und blinden Aktionismus nennt das der Klimaexperte Ottmar Edenhofer. Es ist auch fraglich, ob die erzielten CO2 Einsparungen den größeren Aufwand bei der Entsorgung (Quecksilber) wettmachen. Ganz zu schweigen von den Anschaffungskosten. Für manchen Hartz IV-Empfänger wird buchstäblich in den nächsten Jahren das Licht ausgehen.
Bei dem Klimagipfel in Brüssel ist man in diesen Tagen mit dem Ziel angetreten: Kein Kompromiss beim Klimaschutz! Nun wird schon deutlich, das keine Einigung erzielt wird, über Emmissionshandel und Zertifikate geschachert wird und den deutschen Politikern ein Spagat zwischen Klima, Konjunktur und Krise nicht gelingen wird. Die übrige globale Welt schaut amüsiert zu und freut sich auf das vermeintlich prima Klima im Westen Europas. That's life!
Der Hammer aus Brüssel sind nicht die Waffeln, auch nicht die Spitzen, aber was hitverdächtig ist für das Kuriositätenkabinett ist das Verbot von Pappbilderbüchern. Die Richtlinie macht den Bürger sprachlos. Auf so einen Schwachsinn muss erst einmal kommen! Die Sorge der EU-Experten: Kleinkinder unter drei Jahren könnten Teile der Pappbücher abbeißen und schlimmstenfalls ersticken. Ja, liebe Abgeordnete, an einem Plüschteppich bei meiner Enkelin musste ich mehrfach kräftig schlucken bis ich den runter hatte, und bei dem 1000 Teile Puzzle Schloss Schwanstein musste ich mit 2 Gläsern Wasser nachspülen. Ihr habt recht. Es ist ziemlich unverantwortlich nicht einen Plasma TV in die Kinderzimmer zu stellen. Da braucht man sich keine Sorgen mehr beim Umblättern zu machen und seien wir mal ehrlich, welches Kleinkind kriegt den schon so schnell mal eben runtergeschluckt.
Meine Frau hat gesagt, ich soll hier mal aufhören und lieber etwas Weihnachtliches schreiben. Also nicht mehr davon berichten, dass weltweit betrachtet, der Straßenverkehr einen Anteil an den gesamten Kohlendioxid-Emissionen von nur 0,4 Prozent hat (Quelle: VDA) und auch nicht davon, dass der Klimawandel von immer mehr Wissenschaftlern näher und genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass der Einfluss des Menschen so gering ist, dass man nicht von Beeinflussung sprechen kann. Also können wir auch nichts zur Verbesserung der Situation beitragen. Die Vorschläge von Politikern sind ein Mittel um die Menschen unter ihrer Kontrolle zu halten. → Klimalüge als taktische Politik?
Gut, morgen schreibe ich dann wieder etwas für das weihnachtliche Gemüt. Schlaft gut!






Kommentare