Donnerstag, 29. Januar 2009
Kaufhauskette for sale
Wenn jetzt die Kaufhauskette "Hertie" auf ihren roten Fahnen mit "Sale" wirbt, dann ist das zweideutig. Der WSV und auch die Kaufhauskette selbst. 19 Filialen sollen geschlossen werden, neun davon im Ruhrgebiet. Schuld daran der Investor "Dawnay Day", der zu hohe Mieten verlangt. Marktüblich sind 5% vom Umsatz, der Investor verlangt bis zu 20%. Viele Filialen erwirtschaften so nicht einmal die Miete.
In GE-Buer geht auch die Angst um, dass irgendwann an der Tür "Closed" steht und die Türen verschlossen bleiben. Noch ist die buersche Belegschaft zuversichtlich. Die Frage ist wie lange? Um aber mal in Buer zu bleiben, da wird der Kunde auch feststellen, dass das Kaufhaus im Vergleich zu früher, als das Haus unter der Leitung von Karstadt stand, erheblich an Niveau verloren hat. Fachpersonal Mangelware, und die Optik ist eher im Stil eines gehobenen 1 Euro-Laden gehalten auch wenn die Kassiererinnen in ihren Uniformen an Flugbegleiter erinnern. Das Angebot und Sortiment ist entsprechend. Da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn die Käuferschicht abwandert. Wäre da nicht ein Zeitschriftenladen angegliedert, ich wüsste wirklich nicht, was ich dort suchen oder kaufen sollte.
Das Zentrum in Buer ist eh nicht mit attraktiven Geschäften gesegnet. Ein Sportgeschäft wird man vergeblich suchen. Früher hatten wir wenigstens drei. Manchmal wünschte ich mir die alte City zurück.
Für den Wirtschaftsstandort Gelsenkirchen sieht es diesbzüglich nicht gerade rosig aus. Die Arbeitslosenquote ist im Emscher Lippe-Land angestiegen. Gelsenkirchen liegt hier mit 15,1 Prozent ganz vorne. Gründe für den Anstieg seien unter anderem die Konjunkturkrise und auch der Winter sorge für steigende Zahlen, so die Gelsenkirchener Arbeitsagentur. Tristesse ist angesagt!
Das Wetter zeigt sich tagsüber sonnig, nachts frostig.







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