Montag, 24. August 2009
Pforten geschlossen
Geht man nun über die Einkaufmeile der buerschen City in GE dann glaubt man unweigerlich, irgendetwas fehlt doch hier. In der Tat ist ein Stück Kaufhausgeschichte vor gut einer Woche zu Ende gegangen als Hertie am 14.08.09 endgültig die Porten schloß. Vieles ändert sich nun. Die Einkaufswege werden länger. In Buer ein paar Gardinen oder Kurzwaren zu erstehen ist nun nicht mehr möglich. Neben ganzen Warengruppen ging aber auch ein "Kaufhaus-Flair verloren. Denkt man nur an die Oster- oder Weihnachtsdeko. Aber auch ein gewisser Wettbewerb und Komfort ist nun dahin. Alles in einem Haus wird es künftig nicht mehr geben, die Kunden, vor allem ältere Menschen, müssen auf jeden Fall weite Lauf- und Fahrwege auf sich nehmen. Das ist Schade und ärgerlich zugleich! Wie das Gebäude zukünftig genutzt wird ist, ungewiss.

Das Hertie Kaufhaus in Buer. Die Fahnen wehen noch ...

verschlossene Türen

Die Reste eines Abschiedesfestes als Dekoration im Schaufenster zeugen von Galgenhumor
Die Anklage der Mitarbeiter als Dankesbrief
Dem Handelsriesen Arcandor wird nun das gleiche Schicksal widerfahren.
Sonntag, 9. August 2009
Ziehung
Einiges hat sich nun an der samstaglichen Fernsehübtragung geändert. Die Bundesliga kommt mit weiterer Verzögerung über den Bildschirm, und die Ziehung der Lottozahlen fällt mitten in Sendung des "Sportstudios".
Nun ich bin kein Lottospieler, aber meine Frau versucht jedesmal ihr Glück und möchte natürlich schnell über die Gewinnzahlen informiert werden. Natürlich bin ich kompromissbereit, aber die Ziehung muss ja nicht mitten in einem Spitzenspiel laufen. Das fand ich ärgerlich, und da hab ich mich gefragt: Wer hat denn diesen Blödsinn überhaupt erfunden?
Der genuesische Ratsherr Benedetto Gentile war's im Jahre 1476! Er ließ damals beim Wetten auf 90 neue Ratsheren die Namen der Kandidaten einfach durch Zahlen ersetzen - und führte eine staatliche Ziehung nach dem System 5 aus 90 durch. Genua kam an zusätzliche Einnahmen, woraufhin sich das Lottospiel schnell in ganz Europa verbreitete.
Kein Wunder, dass sich auch nun wieder ganz Italien im Lottorausch befindet, gilt es doch einen riesigen Jackpot zu knacken.
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Keine Leidenschaft kann so weit führen, keine kann den Jüngling, den Mann und ganze Familien in ein grenzenloseres Elend stürzen, keine den Menschen in eine solche Kettenreihe von Verbrechen und Lastern verwickeln als die vermaledeite Spielsucht. Sie erzeugt und nährt alle nur ersinnlichen unedlen Empfindungen, geschweige, daß sie auf die schändlichste Weise die goldene Zeit tötet.
Adolph Freiherr von Knigge (1752-1796), deutscher Jurist und Satiriker






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