Dienstag, 12. Januar 2010
Gucklochfahrer

Es ist in diesen Tagen nicht einfach, immer den Durchblick zu haben. Die Rede ist von den sogenannten "Gucklochfahrern", die es morgens sehr eilig haben und dann schnell auf der Front- und Heckscheibe einen Ausguck freikratzen in der Hoffnung, die Heizung und das Gebläse werden in kurzer Zeit das Eis schmelzen lassen. Mit dieser Hoffnung geht das dann los bis zur nächsten Hauptstraße. Doch dort beginnt dann das Malheur. Wenn die Räder des vorausfahrenden Fahrzeugs Matsch aufwerfen, dann ist schnell Essig mit dem 'Weitblick'. Der Matsch legt sich als zäher brauner Brei auf das vermeintliche Guckloch. Hilfe, so denkt der Gucklochfahrer, der mit Tempo 30 durch die winterlichen Straßen stocht, können jetzt die Scheibewischer bringen, so sie denn nicht festgefroren sind oder mit Eis und Schnee behaftet sind. Die Folge: Der Erlösende Wischer verschlimmert noch die Lage. Aus dem Brei wird eine wunderschöne Pampe. Ein Blindflug durch braune Galaxien ist dann angesagt. Sicher und förderlich ist das nicht. Auch wenn die Autos heute mit allen möglichen Lämpchen vor Gefahren aufmerksam machen, gegen eingefrorenen Scheibenwaschdüsen gibt es nix, da hilft nur anhalten, abputzen und mit Gottvertrauen weitermachen. Ich "liebe";-( diese Autofahrer, die damit den morgendlichen Berufsverkehr ins Stocken bringen. Ich habe den Eindruck, es werden täglich mehr. Grausam!






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