Dienstag, 16. Mai 2006
Jetzt schmeckt der Goldbutt am besten
Die Scholle, auch Goldbutt genannt, ist der Deutschen liebster Plattfisch. Mehr als 10.000 Tonnen kommen hierzulande Jahr für Jahr auf den Tisch. Die meisten Schollen werden dabei traditionsgemäß im Mai zubereitet, da ihr Fleisch zu Beginn der Fangsaison besonders zart und einen feinen Geschmack hat, der ein wenig an Petersilie und Gurke erinnert. Eine echte Mai-Scholle darf übrigens nur als solche bezeichnet werden, wenn sie so schnell wie möglich aus dem Wasser in die Pfanne kommt. Woran erkennt man die Frische? Die Kiemen einer fangfrischen Scholle sind leuchtend rot, Filets haben einen silbrigen Glanz, zudem muss er nach salziger Meeresluft riechen. Die Maischolle ist deshalb so köstlich im Mai, weil sich der Goldbutt nach dem Winter nun wieder von Muscheln, Krebsen und kleinen Fischen ernährt. Das Aroma wird dadurch maßgeblich beeinflusst. Eines der bekanntesten Rezepte ist "Scholle Finkenwerder Art" - schön deftig mit gebratenen Speckwürfeln.
Maischolle mit Speck
Zutaten für 2 Personen:2 Schollenhälften ca 200g, 1 EL Zitonensaft, Salz, 2 EL Mehl, 75 g Frühstücksspeck, 50 g Butter, frisch gemahlener weißer Pfeffer
...und so wird's gemacht:
Schollenfilets waschen und mit Küchenpapier trockentupfen. Mit Zitronensaft beträufeln und leicht salzen. 10 Minuten ziehen lassen.
Danach die Filets nochmals trockentupfen und mit Mehl bestäuben. Den Frühlingsspeck in Streifen schneiden und in einer Pfanne knusprig braten. Den Speck aus der Pfanne nehmen, die Butter hineingeben und die Schollenfilets auf beiden Seiten je 5 Minuten goldbraun braten.
Den Fisch aus der Pfanne nehmen, auf vorgewärmten Tellern anrichten und etwas Pfeffer darübermahlen.
Den Speck noch einmal kurz in der Pfanne erhitzen und über die Schollenfilets verteilen.
Mit neuen Kartoffeln servieren.
Lecker, oder? Da bisse platt!
Euch noch einen schönen sonnigen Tag, auch wenn der Wind die Luft ein bisschen auffrischt.






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