Sonntag, 28. Oktober 2007
Und es leuchten Wald und Heide
Na, alle ausgeschlafen, alle Uhren schon umgestellt? Herzlich willkommen in der Winterzeit.
HERBST
Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.
Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün
Und die süßen Sommertage
Ach, sie sind dahin, dahin!
Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.
Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.
Und es leuchten Wald und Heide,
Daß man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg‘ ein ferner Frühlingstag.
Theodor Storm

Liebe kann nicht blind sein - sie sieht die Welt in mehr Farben als es gibt.
aus Frankreich
Euch allen noch einen fröhlichen, farbenfrohen Sonntag.






Kommentare