Montag, 5. Juli 2010
Im Garten im Mondlicht
Im Garten im Mondlicht
Im Garten im Mondlicht
Vernehm ich ein leises
Flüstern und Streiten.
Lilien und Rosen
Streiten, wer schöner
Von ihnen blühe;
Wenden die Häupter
Nach mir hin - ich gehe,
Der Mond sieht euch blühen,
Der soll's entscheiden!
Justinus Kerner (1786-1862)
Ein paar Regenschauer haben in GE ein bisschen Abkühlung von der Hitzewelle in der Stadt gesorgt. Cold Days, Hot Nights... smile. Nun ist es wieder sehr angenehm, aber bis Donnerstag sollen die Temperaturen wieder klettern. Euch eine angenehme Woche!
Freitag, 25. Juni 2010
Der Sommerfaden
Der Sommerfaden
Da fliegt, als wir im Felde gehen,
Ein Sommerfaden über Land,
Ein leicht und licht Gespinst der Feen,
Und knüpft von mir zu ihr ein Band.
Ich nehm' ihn für ein günstig Zeichen,
Ein Zeichen, wie die Lieb' es braucht.
O Hoffnungen der Hoffnungsreichen,
Aus Duft gewebt, von Luft zerhaucht!
Ludwig Uhland (1787-1847)
Euch ein sonniges Wochenende. Endlich auch einmal ein bisschen Wärme, und das Schöne daran: Es soll so noch eine ganze Weile bleiben. Mir gefällt's!
Montag, 7. Juni 2010
Zitat
Wie mag man gerecht leben? Wenn man selbst nicht tut, was man an anderen tadelt!
Thales von Milet (625-545 v. Chr.) griechischer Philosoph
Dienstag, 25. Mai 2010
Wasser
Wasser
Wasser trägt im Ozeane
Tröstend fernhin den Betrübten,
Spült im Fluss auf leichtem Kahne
Den Geliebten zur Geliebten.
Wasser rauscht aus Felsenklüften
Als Gesang herab zum Tale,
Perlt als Tau aus Morgenlüften
In der Blumen Duftpokale.
Wasser träuft, als milder Regen,
Kühlend in die trockne Erde,
Wasser labt als Quell an Wegen
Wand’rer, Hirten, Wild und Herde.
Ohne dass es Wasser sauge,
Stürb‘ auf Erden alles Schöne,
Ach! und nur im Menschenauge
Ist das Wasser – eine T r ä n e !
Karl Egon Ebert (1801-1882)

Montag, 24. Mai 2010
Pfingsten
Pfingsten
Schöne Zeit von Himmelfahrt
Bis zum nahen Pfingsten,
Wo der Geist sich offenbart
Groß auch im Geringsten.
Glockenklang erschallt vom Dom,
Und zur Lust des Maien
Wallt hinaus der Menschenstrom,
Alles will sich freuen!
Freue sich, wer Gutes tat,
Wer dafür gestritten,
Wer gestreut der Zukunft Saat,
Und auch wer gelitten!
Ja, ich weiß, es wird geschehn,
Was wir jetzt noch hoffen,
Dass zum Glück die Tore stehn
Allen einst noch offen.
Dass man nicht mehr sieht verirrt
Scharen Lebensmüder;
Keine Herde und kein Hirt,
Freie nur, nur Brüder!
Wenn kein Druck den Geist mehr dämpft,
Wenn ein zweites Eden,
Aber schöner, weil erkämpft,
Folgt auf unsre Fehden.
Eines Himmels Erdenfahrt
Und ein andres Pfingsten,
Wo der Geist sich offenbart,
Groß auch im Geringsten.
Hermann von Lingg (1820-1905)

Eine Rose für Xmas
Sonntag, 2. Mai 2010
Jeden Morgen ...

Jeden Morgen in meinem Garten
Jeden Morgen in meinem Garten
öffnen neue Blüten sich dem Tag.
Überall ein heimliches Erwarten,
das nun länger nicht mehr zögern mag
Die Lenzgestalt der Natur ist doch wunderschön,
wenn der Dornbusch blüht und die Erde
mit Gras und Blumen pranget.
Matthias Claudius (1740-1815)
Euch noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die erste Maiwoche.
Donnerstag, 25. März 2010
Frühlingsglaube

Auch der Ginster blüht schon auf der Terrasse

Frühlingsglaube
Die linden Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und weben Tag und Nacht,
Sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.
Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden.
Ludwig Uhland (1787-1862)






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