Montag, 4. Februar 2008
Bisse Jeck?
Die Narrenzunft feiert heute seinen Sessionshöhepunkt: Rosenmontag. Im Rheinland herrscht ein Ausnahmezustand, aber auch die Westfalen haben sich von dem Karnevalsvirus infizieren lassen.
Der einzige, der in diesem Jahr dem närrischen Treiben nicht wohlgesonnen ist, scheint Petrus zu sein. Laut Wetterbericht sollte es ja nur am frühen Morgen regnen, nun hat sich das Wetter gebessert, der Regen hat aufgehört nachzulassen;-)) Folglich habe auch ich mir gedacht: Ich bin doch nicht jeck und werde folglich nicht am diesjährigen "Zuch" in Erle mit dem Motto "Gelsenkirchens Perle - der Zuch in Erle" teilnehmen. Stattdessen schaue ich mir im TV die Züge von Düsseldorf und Köln an. Kommentator und Sportreporter Manni Breuckmann vom WDR (bekennender Schalkefan) wird immer jeck, wenn er blau-weiße Karnevalsgruppen sieht: "Schau mal, schon wieder Schalker ... einfach ein herrliches Bild, ein wunderschöner Anblick..." und bringt damit seinen Co-Kommentator immer wieder aus der Fassung. Ich find's goldig!
Zur Erinnerung an das vergangene Jahr, wo ich die Karnevals-/Faschingszeit in München verbracht habe, stelle ich Euch zwei freundliche Politessen aus der bayrischen Metropole vor ...

Die Frage: Bisse jeck? wird sich aber auch weit über die 5. Jahreszeit hinaus halten. Sie gilt vielmehr als grundsätzliche Lebenseinstellung. Der Jeck nimmt die Dinge und auch sich selbst nicht bierernst und ist immer bereit, die Welt ein wenig auf den Kopf zu stellen, um die Ecke zu denken. Das macht ihn liebenswert, und insofern ist die Bezeichnung "Jeck" als Kompliment zu verstehen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit das "Jecksein" für eine harmlose Variante des Verrücktenseins zu interpretieren. "Jet jeck simmer all." (Etwas jeck/verrückt sind wir alle).
Von Friedrich von Bodelschwingh stammt das folgende Zitat zum Jeckentum ...
Halbe Narren sind wir alle,
ganze Narren sperrt man ein,
aber die Dreiviertelnarren
machen uns die größte Pein.
Neben dem Humor haben solche Worte auch immer etwas Nachdenkenswertes! In diesem Sinne ein dreifach donnerndes "Helau und Alaaf". Ich halte mich mal an die Weisheit: Der Narr lacht über seine eigene Kappe!
Robin
Das war ja gestern ein Tag wie aus dem Bilderbuch. Wunderbarer Sonnenschein, herrliche Temperaturen und dann noch ein prachtvoller Sieg der Königsblauen aus Schalke gegen den amtierenden Deutschen Meister aus Stuttgart (4:1).
Ich habe mich zusammen mit Xmas und meiner Kamera auch auf den Weg gemacht und habe dann auf unserem Spaziergang ein kleines Fotomodel getroffen - ein zutrauliches Rotkehlchen, das mir dann allerlei Kunststücke vor der Kamera vorführte.

Bei den einfachen Naturvölkern Europas galt das Rotkehlchen als Träger und Überbringer der Sonne. Bei dem Germanen war es der heilige Vogel des Gottes Thor, der im besonderem Maße für den Milchreichtum zuständig war. Zudem herrschte der Glaube, dass ein Rotkehlchen-Nest in der Nähe des Hauses Frieden in dasselbe bringe und Ehepaare dort in Glück und Frieden leben. Nach einer alten Bauernregel, die noch bis zu Anfang des 18. Jahrhunderts Glauben fand, gibt es Regen, wenn Rotkehlchen in Höhlen Schutz suchen.
Das Rotkehlchen ist der beliebteste Vogel Großbritanniens. Dies bestimmten die Leser der Times in den frühen 1960er Jahren. Die britische Regierung erkennt es jedoch nicht als offiziellen Nationalvogel an. Einige Jahre stellte das Rotkehlchen das Logo des Naturschutzverbandes Royal Society for the Protection of Birds dar.
Die englischen Fußballvereine Bristol City und Swindon Town tragen den Spitznamen "The Robins", der sich von der heimischen Spielerfarbe Rot ableitet. Aber auch in der Literatur hat sich das Rotkehlchen seinen Namen gemacht. In der schottischen Volkssage "Robin Redbreast’s Christmas Song" heiraten ein Rotkehlchen und ein Zaunkönig. Davon handelt auch Robert Burns Kindererzählung "The Marriage of Robin Redbreast and the Wren". Zudem wird es in Großbritannien mit Weihnachten in Verbindung gebracht. Im traditionellen Kindermärchen "Babes in the Wood" deckt es die toten Körper der Kinder zu. [gelesen bei wikipedia]
Von Wilhelm Busch stammen diese Verse ...
Rotkehlchen
Rotkehlchen auf dem Zweige hupft,
wipp, wipp,
hat sich ein Beerlein abgezupft,
knipp, knipp,
läßt sich zum klaren Bach hernieder,
tunkt's Schnäblein ein und hebt es wieder,
stipp, stipp, stipp, stipp,
und schwingt sich wieder in den Flieder.
Es singt und piepst
ganz allerliebst,
zipp,zipp, zipp, zipp, tirili,
sich seine Abendmelodie,
steckt's Köpfchen dann ins Federkleid
und schlummert bis zur Morgenzeit.
Wilhelm Busch (1832-1908)
Euch einen gelungenen karnevalistischen Start in die neue Woche. Mein Mottto für den Rosenmontagszug wäre:
Wer liebt, der hat alles Glück der Welt auf seiner Seite.
aus Spanien






Kommentare
Do, 20.11.2008 12:28
:) einen tollen und ausführlic hen [...]
Mi, 19.11.2008 16:45
Hallo Profffffessore, ward Ih r sc [...]
Mi, 19.11.2008 12:15
:) ein guter Rat .. das mit de m Se [...]
Mo, 17.11.2008 21:51
Hallo Lucki O ja diese Tele fonh [...]
So, 16.11.2008 22:36
Guten Abend, lieber Lucki, das [...]