Donnerstag, 11. März 2010
Trostlos
Auch wenn ich gestern schon vom Fürhling geschrieben habe. Heute war das Wetter mal wieder trostlos und nasskalt. Die etymologische Herkunft des Wortes ist zwar unklar, gehört aber zur Fachsprache der Meteorologen. Bei den meisten löst es schon beim bloßen Hören ein Schaudern aus und mit Worten wie doof und blöd kommentiert. Jedenfalls im Frühling hat das Wort nichts verloren, auch nicht in Wetterberichten.
Aber wir sind nicht alleine. Auf Mallorca, wo sich die Deutschen am liebsten bräunen lassen, legte der Winter gestern nochmal einen starken Auftritt hin – diesmal inselweit. Um neun Uhr morgens konnte man selbst in der Hauptstadt Palma vor Schnee kaum die Hand vor Augen sehen.

Insgesamt elf Straßen auf der Insel ließ die Polizei bis mittags komplett sperren, darunter Strecken wie die zwischen Inca und dem Kloster Lluc, die Straßen von Puigpun-yent nach Esporles und Galilea oder die Verbindung zwischen Valldemossa und Banyalbufar. Ab Montag soll es wieder deutlich wärmer werden. Die Aussichten auf milde Osterferien sind also auf Mallorca gar nicht so schlecht. Bei uns bleibt die Hoffnung auf ähnlich positive Nachrichten.
Samstag, 6. März 2010
Frühlingsgefühle bei Neuschnee?
Nach den neuerlichen Schneefällen, die auf den Straßen des Landes für chaotische Verhältnisse gesorgt haben, wollen sich Frühlingsgefühle nun wirklich nicht einstellen. Der Winter ist wieder da und brachte mitunter bis zu 20 cm Neuschnee. In GE war es nicht ganz so wild, momentan scheint sogar die Sonne und lässt den Schnee wieder tauen. Matsch ist wieder angesagt.
Ungetrübt ist die Freude über die "Weiße Pracht" bei unserer Welsh Terrier Hündin Xmas.
Sie tobt leidenschaftlich gerne durch den Schnee und hat dabei sichtlich Spaß. Euch ein ungetrübtes Wochenende!
Montag, 1. März 2010
Frühling kommt mit Sturm
Für die Meteorologen beginnt der Frühling heute, für die Astronomen erst in drei Wochen. Doch da statt mit frühlingshafter Brise wurden wir zum März mit Sturm "Xynthia" begrüßt, der erhebliche Schäden in NRW anrichtete. In GE gab es Gott sei Dank keine Personenschäden wie in den Nachbarstädten. Heute beginnen überall die Aufräumarbeiten. Ich habe mal zurückgeblickt auf das vergangene Jahr und festgestellt, dass wir zu dieser Zeit schon annehmbare Temperaturen hatten, denn ...

Xmas genoß schon so manches Sonnenbad auf dem Rasen, die Sonne leuchtete, die Wiesen wurden auch schon grün und von Frühjahrsmüdigkeit keine Spur. Im Gegenteil - gute Laune war angesagt. Diese aber will so recht noch nicht aufkommen, vielleicht bei der Schneeglöckchenblüte. Da müssen wir aber in manchen Gefilden noch lange drauf warten.
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Auch der alte Pfahl hofft bei Frühlings Wiederkehr, dass er grünen werde.
Aus Finnland
Sonntag, 21. Februar 2010
Pasta
Nudelgerichte oder Pasta sind normalerweise recht schmackhaft, problemlos zuzubereiten und variationsreich einzusetzen. Das Essen von Nudeln ist gesundheitlich nicht gefährlich, dennoch unfallträchtig. Da hält das Leben so manche Prüfungen für uns bereit. Eine Portion Maccaroni mit Tomatensoße und Meeresfrüchten ist sicherlich eine Delikatesse, sie aber richtig zu verzehren scheint bei mir jedenfalls immer ein größeres Porblem zu sein. Den Blubb-Effekt beim Kochen der Tomatensoße überstehe ich Dank einer Kochschürze meist unbeschadet. Den gut gemeinten Rat meiner Frau eine Serviette oder gar ein Lätzchen beim Essen zu benutzen, lehne ich meist dankend ab, weil ich mich in der Dressur von Nudeln als geübt bezeichnen würde. Und dann passiert es doch immer wieder...selbst bei allerhöchster Konzentration kommt es zu jenem berühmten Spritzer, der die neue Krawatte, das Hemd oder sonstige Oberbekleidung ruiniert. Jeder Rettungsversuch ermuntert besagte Nudeln noch zu einem gewissen Eigenleben. Sie gleiten von der Gabel auf die Hose und rutschen von dort so langsam am Hosenbein entlang auf die Schuhe. "Na , hat wieder mal geklappt?" so klingt dann der Kommentar meiner Frau, den sie mir mit einem süffisanten Lächeln unterschiebt. Mein Kurzkommentar: "Ja, wieder einmal erfolgreich gescheitert!"
Kommt gut in die neue Woche, hoffentlich schnee- und eisfrei und bleibt gesund!
Samstag, 16. Januar 2010
Großer Bahnhof
Großer Auflauf gestern Mittag am Bahnwärterhäuschen an der Horster Straße in Beckhausen: Alfred "Don Alfredo" Konter hatte zum winterlichen Tag der offenen Tür an sein gerettetes und saniertes Häuschen eingeladen - und dutzende Besucher kamen.
Mit von der Partie waren der Köcheclub Gelsenkirchen mit Heinrich Wächter an der Spitze und das Berufskolleg Königstraße. Mit seinen Kollegen vom Berufskolleg - Jörg Bücker, Ulrich Pokorra und Christel Poschmann - sowie Schülern aus dem ersten Ausbildungsjahr servierte Wächter den Besuchern des Industriedenkmals schmackhafte Beispiele der Ruhrgebietsküche: Schmalzstullen, Soleier und 60 Liter Suppe - Erbsensuppe mit Sauerkraut. Dazu gab es leckeren Glühwein.
Don Alfredo, der zu seiner Bahnwärterkappe gestern extra einen Bergmannsmantel trug, führte die Besucher stolz wie Oskar in und um sein Denkmal. Sogar Fernsehteams wie SAT 1, Center TV und WDR 3 (Bericht am 18.01.2010 um 19.30 Uhr in der 'Aktuellen Stunde' des WDR 3) hatten sich eingefunden. "Das ist hier so richtig was für die Kumpels", sagte Alfred Konter freudig. Und die sangen ihm als Dank eine Strophe des Bergmannsliedes.
Neben Bezirksbürgermeister Joachim Gill machte auch OB Frank Baranowski Konter am Mittag seine Aufwartung und blieb sogar ein knappes Stündchen.
Dank des etwas milderen Wetters und des trockenen Himmels konnten die Köche draußen die Mahlzeiten herrichten und eine Art Büffet aufbauen. Drinnen im Bahnwärterhäuschen wäre es schon ein wenig eng geworden, auch wenn Alfredo immer noch ein Plätzchen findet.
Im Sommer, so versprach Konter, soll der Tag der offenen Tür bei schönem Wetter noch einmal wiederholt werden. Dann kann man auch viel intensiver Neugestaltung rund ums Häuschens genießen.
Hier "Don Alfredo" mit seiner Schwester vor laufender Fernsehkamera. [Bericht WAZ vom 16.01.2010]
Euch noch einen friedlichen Samstag. Glückauf!
Dienstag, 29. Dezember 2009
Winter
Eisig kalt ist es heute morgen in GE. Der Wind schneidet ins Gesicht, Die Autos sind von Raureif bedeckt. Da ist es gut, dass man sich nicht ins Umtauschgewühl stürzen muss.
Winter
Die Kälte kann wahrlich brennen
Wie Feuer. Die Menschenkinder
Im Schneegestöber rennen
Und laufen immer geschwinder.
Oh, bittre Winterhärte!
Die Nasen sind erfroren,
Und die Klavierkonzerte
Zerreißen uns die Ohren.
Weit besser ist es im Summer,
Da kann ich im Walde spazieren,
Allein mit meinem Kummer,
Und Liebeslieder skandieren.
Heinrich Heine (1797-1856)
Freitag, 2. Oktober 2009
Ereignisreich
Freitage können schon mal merkwürdig sein. Der Regen scheint sich im Revier wohlzufühlen und sorgt für unzufriedene Mienen. Für den Fall, dass es sich doch mal lohnen könnte, am Wochenende vor die Tür zu schauen, war ich heute fleißig. Drei Klausuren geschrieben und auch alle drei schon korrigiert. Das verschafft arbeitsmäßig Luft.
Dass Fahrradfahren bei diesem Schmuddelwetter nicht immer von Erfolg gekrönt ist, davon wurde mir abends berichtet. Mein Bruder stürzte mit seinem Rad an der Ostsee und verschaffte sich ein schönes "Veilchen", derweil unserem Sohn ein ähnliches Missgeschick auf der Heimfahrt von der Arbeit widerfuhr. Schlüsselbeinbruch, Kopfprellungen, Krankenhausaufenthalt. Allen beiden gute Besserung. Will man dem Tag noch etwas Gutes abgewinnen, dann war es wohl der 2:0 Sieg der Königsblauen gegen die Frankfurter Eintracht. Euch wünsche ich am Wochenende keine Rutschpartien, sondern ein paar erholsame Tage. Macht's gut!
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Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu ertragen: die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen.
Immanuel Kant (1724-1804), Philosoph







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