Samstag, 22. November 2008
Für das Protokoll
Zufällig sah ich gestern TV-Ausschnitte von dem "Kreuzverhör" der Führungsriege der amerikanischen Autohersteller bei ihrer Vorstellung beim US-Kongress. Sie alle waren mit ihren firmeneigenen Privatjets angereist und voller Hoffnung.
Kongressabgeordneter: "Wer von Ihnen ist nicht mit einem Privatjet angereist, sondern hat einen Linienflug genommen?"
Betretenes Schweigen ...
"Nur zum Protokoll: Keiner!"
"Wer von Ihnen würde sein Flugzeug verkaufen und nach den Verhandlungen mit einem Linienflug zurückfliegen?"
Betretens Schweigen ...
"Nur zum Protokoll: Keiner!"
Dann die Frage an einen Manager: "Würden Sie für einen Dollar arbeiten?"
Es folgen Ausführungen wie gut das gesamte Team aufgestellt ist etc., etc.
Der Manager wird unterbrochen: "Sir, Sie haben meine Frage noch nicht beantwortet!" ....
Da war die heutige Nachricht nur die logische Konsequenz: Kongress verwehrt Hilfe für US-Autobauer! Die Zukunft von Ford, Chrysler und GM ist weiter in der Schwebe. Der US-Kongress verweigert ihnen bisher die Zusage von 25 Milliarden Dollar, da sie kein Zukunftskonzept vorgelegt hätten.
... das nur zum Protokoll!
Horrende Kosten
Das mag man gar nicht glauben. Ausgerechnet die somalischen Piraten beschweren sich über horrende Kosten für ihre Entführungsaktionen.
Immens hoch seien sie gewesen verbunden mit der Entführung des saudiarabischen Supertankers. Die Verschleppung der "Sirius Star" habe 500.000$ verschlungen für Gehälter und Hinweise.
Aus diesem Grund sei das geforderte Lösegeld "keineswegs überzogen", monierten sie. Medien berichteten von einer Summe von 25 Millionen Dollar.
Das Modell eines "westliche Unternehmertums mit entsprechenden Managergehältern" und das Wort "Luxus" scheinen auch in Mogadischu nicht ganz unbekannt zu sein....smile. Ob die Piraten das allseits beliebte Spiel "Schiffe versenken" auch kennen, ist nicht überliefert.






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