Samstag, 23. Januar 2010
Der Frosch, der gross sein will ...
Der Frosch, der gross sein will wie ein Ochse
Ein Frosch sah einen Ochsen gehen.
Wie stattlich war der anzusehen!
Er, der nicht größer als ein Ei, war neidisch drauf,
Er spreizt sich, bläht mit Macht sich auf,
Um gleich zu sein dem großen Tier,
Und rief: "Ihr Brüder achtet und vergleicht!
Wie, bin ich nun so weit? Ach, sagt es mir!" –
"Nein!" – "Aber jetzt?" – "Was denkst du dir!" –
"Und jetzt?" – "Noch lange nicht erreicht!" –
Das Fröschlein hat sich furchtbar aufgeblasen,
Es platzte und verschied im grünen Rasen.
Die Welt bevölkern viele solcher dummen Leute:
Jedweder Bürger möchte baun wie große Herrn,
Der kleine Fürst – er hält Gesandte heute,
Das kleinste Gräflein prunkt mit Pagen gern.
Jean de la Fontaine (1621–1695), franz. Fabeldichter
Erstaunlich, dass man sich zu damaliger Zeit auch schon um die unendliche Gier nach Geld, Macht und Profiten Gedanken gemacht hat. Dass die Blase bei uns und in den USA geplatzt ist, das spüren wir nachhaltig. In Kuwait ist die aufgeblasene Scheinwelt auch zusammengebrochen, und in China beginnt auch so ein gewaltiger Crash von noch nicht abschätzbaren Konsequenzen.
Kommt gut in den Tag!







Kommentare