Dienstag, 20. Februar 2007
Departure

Wenn man vor einer solchen Anzeigetafel steht, dann weiß man spätestens in diesem Moment, dass der Kurztrip nach München vorbei ist. Schade, es waren wunderbare Tage unter blauweißem Himmel mit herrlichem Sonnenschein, und da fällt der Abschied doppelt schwer. Aber der Abschied heißt gleichzeitig: "Wir kommen wieder"!
Zunächst müssen jetzt einmal die Eindrücke und die Fotos verarbeitet werden. Davon erzähle ich Euch in den nächsten Tagen.
Zumindest habe ich gelernt was ein Computer auf boarisch heißt: "Kompjuta sogt ma zu an Kistl aus Blech oda Blastik, wo a Haufn Elektronigg drin steggt."
Ja und irgendwie verfolgt mich auch der Fußball selbst auf dem Münchener Flughafen. Ist er nicht schön ... der Flieger mit der Fußballnase? Die Lufthansa hat sich sichtlich bemüht, mir zum Abschied noch eine Freude zu machen ...smile und diesen Airbus ausgewählt, um uns nach Düsseldorf zurückzubringen.

So, dann schlaft mal schön, und wir lesen uns wieder morgen in alter Frische.
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Abschiedsworte müssen kurz sein wie Liebeserklärungen.
Theodor Fontane, (1819 - 1898), deutscher Journalist, Erzähler und Theaterkritiker
Montag, 19. Februar 2007
Shopping in Munich
Während der Karneval heute seinem Höhepunkt zustrebt, werden wir hier in München nach dem Frühstück eine kleine Shopping-Tour unternehmen. In München ist heute ein ganz normaler Arbeitstag, und da schauen wir mal, was die Metropole alles so zu bieten hat.
Damit der Kater zum Kätzchen wird ... für Euch ein paar leckere Rezepte zum Durchhalten oder Muntermachen...smile. Sind aber auch für Nich-Karnevalisten geeignet.
Zwiebelsuppe
Zutaten: 500 g Zwiebeln und 1000 g Kartoffeln klein würfeln, 2 l Boullion, 1-2 EL Essig, Zucker, 250 g frische Bratwurst, 60 g Speckwürfel, 60 g Butter.
Zubereitung: Zwiebeln anschwitzen, Kartoffeln zugeben, mit Bouillon aufgießen und weich kochen. Zerstampfen und die Suppe salzen und pfeffern. Bratwurst mit dem Speck in Butter anbraten, in Stücke schneiden. Zum Schluss Wurst, Speck und Fett in die Suppe mengen.
Matjesfilet
6-8 Stück Matjesfilet in eine Schüssel geben, mit Dill und ein paar Zwiebelringen bestreuen und mit einem Becher Sahne übergießen. Ein paar Stunden ziehen lassen und mit Bratkartoffeln oder Baguette servieren.
Neben Mineralwasser und Fruchsaftgetränken empfehlen wir als Katerkiller den Cocktail ...
Prairie Oyster
Zutaten: 2 cl Olivenöl, 3 cl Tomatenketchup, 1 cl Zitronensaft, 1 Eigelb, 3 g Salz, 3 g Pfeffer, ein Spritzer Worcestersauce
Zubereitung: Das Olivenöl in ein Cocktailglas fließen lassen, danach den Tomatenketchup, Zitronensaft, einige Tropfen Worcestersauce, das Salz und den Pfeffer dazugeben. Zuletzt das Eigelb vorsichtig auf den Drink setzen, so dass es nicht zerfließt. Vor dem Servieren das gefüllte Glas ein paar Minuten in den Kühlschrank stellen, aber keine Eiswürfel dazugeben, und die Zutaten nicht verrühren.

Xmas hat uns nicht nach München begleitet, verlebt die Zeit bei ihrem Trainer und wird sich sicherlich auch karnevalistisch herausgeputzt haben. Helau, liebe Kleine, morgen sehen wir uns wieder.
Sonntag, 18. Februar 2007
München
Einen schönen Sonntag allerseits!
Wie schon gestern gesagt, verleben wir die nächsten Tage in der bayerischen Metropole und zwar [hier].
Natürlich haben auch die Dichter unterschiedliche Präferenzen und Ansichten zu der Stadt wie das heutige Gedicht von Joachim Ringelnatz zeigt...
München
(An die Schwiegereltern)
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München, bei der echten Frau zu Hause.
Endlich also wieder einmal Ruhepause.
Meine Stübchen, Küche, Bad, Salon,
Meinen Schreibtisch! Meine Blumenwiese
Auf der Brüstung vom Balkon!
Wie ich das genieße!
Ohne jemanden zu bitten oder stören.
Ha!: Ich dürfte ruhig mit Behagen
— weil sie mir gehören —
All die schönen Bilder an der Wand zerschlagen.
Doch ich tu's nicht. Denn wir nießen die
Und das alles ge zu zweit,
Kindlich glückliche und fromme Zeit!
Schöner war es nirgends, wird es nie.
Und wir kochen, spielen Schach und lesen,
Plaudern: wie die Zwischenzeit gewesen,
Ordnen, albern, täubein. Bis es klingelt. Dann
Sind wir mäuschenstill.
Weil ich all die Leute von X Jahren
Vieler Städte, die mal gütig zu mir waren
Aber alle mal nach München fahren,
Nicht empfangen — oder doch nicht nach Gebühr behandeln kann.

Marienplatz, Kupferstich von Matthäus Merian, etwa 1650
Samstag, 17. Februar 2007
Gruß an München
Wenn Ihr heute dieses kleine Gedicht von Wilhelm Buch lest, ja dann sind wir dem Karneval entflohen und machen uns ein paar gemütliche Tage in der Landeshauptstadt von Bayern - München. Ein Schalker in München, ich hoffe, ich werde es überleben und nicht im Krankenhaus rechts der Isar landen...smile. Immerhin hat O. Hitzfeld den Schalkern schon zur Meisterschaft gratuliert, und in München hat man auch das Stadion (s. Headerbild) so schön geschmückt. Blau-weiße Fähnchen werden sicherlich auch dort zu sehen sein. Ich muss nur aufpassen, das ich nicht "Blau und Weiß wie lieb ich Dich..." singe. Vielleicht muss ich nachmittags auch meine Fragen etwas anders formuliern wie.... "Entschuldigen Sie mal, wissen Sie wie dieser blaue Zeckenverein aus dem Ruhrgebiet gespielt hat?" Vielleicht hat man dann ein paar Sympathiepunkte ....
Gruß an München
Es geht nicht alles nach Belieben. -
Das hat mal wieder wer erfahren,
Den man vor fünfundsiebzig Jahren
Im Kirchenbuche eingeschrieben.
Heut ist er nämlich nicht zugegen,
Und leider weiß er auch weswegen:
Seitdem er alt und kalt geworden,
Hört er zum Stubenhockerorden.
Die Zeit, nur scheinbar schwach und leer,
Hat ihm wie spielend nebenher
Ein großes Bündel aufgepackt,
Wovon ihm fast der Buckel knackt,
Zum Glück besitzt er einen kühnen,
Sehr finken Kerl, ihn zu bedienen,
Der sich schlechthin Gedanke nennt
Und schneller als 'ne Wachtel rennt. -
Wohlan, so mach dich auf die Füße
Und trag die allerschönsten Grüße
Nach München, der berühmten Stadt,
Die mir so gut gefallen hat,
Daß ich seit längst vergangnen Tagen
Bis heute noch mit Wohlbehagen
Und sicher bis zum Lebensschluß
Getreu an sie gedenken muß.

Blick vom Maximilianeum über die Isar auf die Altstadt von München, Postkarte Ende 19.Jh.
Wir wünschen euch ein entspanntes oder auch wunderbar karnevalistisches Wochenende. Je nach dem wie Ihr Eure Prioritäten setzt. Macht einfach etwas Schönes daraus.
Freitag, 16. Februar 2007
Wochenend und Sonnenschein
Ich hoffe, Ihr habt den Tag der "Altweiberfastnacht" gut überstanden und seid fröhlich schaffend wieder im Dienst ..smile. Nun ich freue mich auf dieses Wochenende ganz besonders, denn wir werden es ein bisschen verlängern und mit der Lufthansa morgen von Düsseldorf nach München fliegen und uns ein bisschen "Münchener Freiheit" gönnen. 99 € kostet der Hin- und Rückflug, da kann ich mein Auto getrost zu Hause lassen. Da hoffe ich nur das der Pilot klare Sicht hat ...

Aber ich denke, auf die deutsche Flotte ist Verlass.
Sunny hatte mal in einem Beitrag gefragt, was Glück ist bzw., was man darunter versteht. Nun, für mich naheliegend kann man mit Glück dieses Wochenende bezeichnen. Die Dichter und Denker sehen das noch viel bescheidener ...
"Gott, was ist Glück: eine Grießsuppe, eine Schlafstelle, keine körperlichen Schmerzen - das ist viel."
Theodor Fontane, (1819-1898), deutscher Erzähler
Aristoteles (384-322 v. Chr.) griechischer Philosoph meint ..
"Der Sinn des menschlichen Daseins ist das Glück."
Kommt gut in ein beschauliches und glückliches Wochenende!
Donnerstag, 15. Februar 2007
Pappnasen
Ab heute beginnt wieder die Hochphase des Straßenkarnevals. In vielen Städten übernehmen die Frauen das Zepter in den Rathäusern. Am Wochenende wird dann nur noch geschunkelt und getanzt, ehe am Rosenmontag in den Karnevalshochburgen hunderttausende zu den großen Zügen erwartet werden. Die 5. Jahreszeit geht dann wieder zu Ende. Das Wetter meint es gut mit dem närrischen Volk. Feucht ist allenfalls der Narren Kehle, denn die warme Frühlingssonne erfreut bei bis zu 15 Grad am Freitag die jecken Seelen.
Nun, ich werde dem bunten Treiben in diesem Jahr nicht beiwohnen, aber ich halte es mal hinsichtlich der Toleranz wie Goethe:
"Ohne Fastnachtanz und Mummenspiel ist im Februar auch nicht viel."
Also ein fröhliches "Helau und Alaaf" hinaus in die Bloggerwelt.
Das lässt mich natürlich auch zu einer ganz anderen Geschichte kommen. Nein, er fuhr nicht in Schlangenlinien - der Mann am Steuer mit der roten Pappnase im Gesicht.
Er kam wohl von einer jecken Feier und fühlte sich noch in Schunkellaune. So weit weg von der rauen Wirklichkeit des Alltagsverkehrs war er nicht einmal. Denn allzu oft hat man das Gefühl, viele Narren navigieren ihr Gefährt über den Straßenasphalt. Darum hätte ich auch nichts dagegen, wenn sie sich mit der roten Pappnase gleich zu erkennen geben. Vorsicht!
...und wer glaubt, die Westfalen hätten keinen Humor, dem stelle ich hier einmal eine Frage...
Wie nennt man einen Keks unter einem Baum?...Na, erraten? - ein schattiges Plätzchen!!!;-))) ....lach. In diesem Sinne viel Frohsinn im Karneval!
Mittwoch, 14. Februar 2007
Auf die Liebe ...
Wenn es die Italiener wären oder gar die Franzosen, es wäre nicht überraschend gekommen. Aber die allerromantischten aller Europäer sind einer aktuellen Befragung zufolge: die Deutschen!
Nun, es könnte schlimmer kommen, als das 93% der deutschen Frauen und 89% der Männer Liebe und Kerzenschein mögen.
Man könnte in den USA leben. Denn auch da gab es eine Umfrage. Für einen Schrank voll neuer Kleider würden sie 15 Monate auf Sex verzichten, erklärte die Mehrheit der 1000 befragten Damen eiskalt. Aber schließlich hält bei denen ein Kleidungsstück mit 12,5 Jahren ja auch länger als die Liebe (durchschnittlich 11,5 Jahre).
Aber ob Valentin all das wirklich hätte wissen wollen?
In diesem Sinne Euch allen einen wunderschönen Tag der Liebe!
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Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden.
Clemens von Brentano
Mehr über den heutigen Valentinstag könnt Ihr in unserem Beitrag [hier] nachlesen.






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