Montag, 17. November 2008
Very British
Im Handy-Zeitalter sind Telefonhäuschen vom Aussterben bedroht. So auch die "red boxes" auf den britischen Inseln.
Immer mehr Telefonzellen wurden einfach abgerissen. Seit 2002 sind bereits 31.000 von ehemals 95.000 der "red boxes" von der British Telecom (BT) abgebaut worden. Unrentabel, so lautete das vernichtende Urteil.
Nun scheint aber Rettung in Sicht. Für den weiteren Erhalt hat sich die British Telecom, auf Vorschlag aus der Bevölkerung, ein ungewöhnliches Geschäftsmodell ausgedacht. Städte und Gemeinden können die markanten Zellen adoptieren, um sie für das Stadtbild zu erhalten. Eine Kabine, die nur als "Augenschmaus in der Gegend herumsteht", soll umgerechnet rund 310 Euro kosten. Für ein Häuschen mit einem weiterhin funktionstüchtigen Telefon verlangt BT rund 620 Euro.
Die Empörung in der Öffentlichkeit war groß – ist das rote Telefonhäuschen doch viel mehr als nur ein Fernsprecher. Das Design der "red box" entwarf 1924 der Architekt Giles Gilbert Scott. Zwar wollte er die Zellen silberfarben haben, doch die Post entschied sich für einen roten Anstrich. Seitdem sind die Zellen sowohl ein Postkarten-Bestseller aus dem Vereinten Königreich als auch Kulturgut: Rund 2800 stehen unter Denkmalschutz.
Auf die funktionslose Nostalgielösung darf man gespannt sein. Außerhalb Großbritanniens gibt es die "red boxes" vor allem noch auf Malta und in Gibraltar, dort symbolisieren sie die Verbundenheit mit dem Mutterland. Wenn nicht in GB so werden die Nostalgiezellen dann im Exil zu überleben versuchen.

Kommt gut, beschwingt und voller Tatendrang in die neue Woche!
Sonntag, 2. November 2008
Von großen und kleinen Zahlen
Die vom US-Rettungspaket in der Finanzkrise unterstützen Banken müssen ihren Top-Mangern noch 40.000.000.000 $ an Boni und Pensionsansprüchen für 2007 zahlen. ((Schon richtig gelesen .. eine Zahl gefolgt von 10 Nullen)
Da sind die Millionenprämien für die Vorstände der Deutschen Postbank fast schon "kleine Fische". Getreu ihrem Werbeslogan "Unterm Strich zähl ich" genehmigte der Aufsichtsrat mit Postchef Frank Appel an der Spitze den Managern laut "Spiegel" eine einmalige Zahlung in Höhe eines Jahresgehaltes. Begründung: die "außerordentlichen Belastungen" beim Postbank-Verkauf.
Auch wenn bei der Deutschen Bahn nicht viel läuft, so können sich die Vorstände auch dort über üppige Boni freuen. Die wurden auch noch von den Politikern versprochen. Nun versucht der zuständige Minister Tiefensse, der, statt selbst seinen Hut zu nehmen und von seinem Amt zurückzutreten und stattdessen seinen Staatssekretär Matthias von Randow entlassen hat, an das "Gewissen" der Vorstände um Bahnchef Mehdorn zu appellieren. Im Falle eines Börsengangs der Bahn sollen die Vorstandsmitglieder Erfolgstantiemen erhalten, die vom Erlös abhängen. Bahnchef Mehdorn könnte nach Medienberichten bis zu 560.000 Euro erhalten, einzelne Vorstandsmitglieder bis zu 480.000 Euro. Wetten, dass da keiner verzichtet!
Da kann man doch leicht nachvollziehen, dass die Gewerkschaft der IG Metall bei den Tarifverhandlungen das Angebot der Arbeitgeber im Volumen von 2,9 Prozent für die bundesweit 3,6 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie als "unanständig" ablehnt, oder?
Samstag, 1. November 2008
Gelöst
... scheint der Streit zwischen dem Bundestrainer und M. Ballack. Letzterer hat mit seinen frisch operierten Füßen einen Gang nach "Canossa" in die DFB Hauptzentrale machen müssen, obwohl es theoretisch auch andersrum gegangen wäre, zumal eine schriftliche Entschuldigung bereits vorlag. Die deutsche Fußballwelt erwartete nun einen Riesenknall. Heraus kam ein Rohrkrepierer. Offizielle pflaumenweiche Verlautbarung: Man habe sich "so richtig unter Männern ausgesprochen", was auch immer man darunter verstehen mag, jedenfalls bleibt alles beim Alten. Der Kapitän bleibt Kapitän und auch weiterhin an Bord der Nationalmannschaft. Wer sich nun als Sieger oder Verlierer fühlen darf, das kann man interpretieren wie man will. Bei Kuranyi hat Yogi den "Max gemacht". Aus meiner Sicht durchaus zurecht. Nur ob die emotinalen Dellen bei Löw und Ballack nun behoben sind, da bin ich mir nicht so sicher. Lippenbekenntnisse halten bekanntlich meist nicht lange. Warten wir also ab, was aus dem eingeforderten "gegenseitigen Respekt" wird.
Viel wichtiger erscheint mir heute das Spiel meiner Schalker in Cottbus, ein Angstgegner der Knappen. In der letzten Saison verlor man dort mit 0:1. Nach dem letzten Spiel in Karlsruhe ist die Mannschaft beflügelt und will endlich die Kurve zur Tabellenspitze kriegen. Gönnen tät ich es den Blauweißen schon! Am Nachmittag sind wir schlauer! Vielleicht können sie auch ihr Problem alleine lösen.
Nachtrag: Hat geklappt;-)) 2:0 Auswärtserfolg der Schalker, die Punkte sind gesichert, das Spiel selbst sollte man schnell vergessen!
Freitag, 31. Oktober 2008
Kürbistag
Alle Jahre wieder kommt dieser amerikanische Kürbistag, auch Halloween genannt. Ursprünglich ein keltisches Fest, von den Iren verbreitet. Diese erklären den Kürbisbrauch der Sage nach so, dass der Teufel den Gauner Jack O'Lantern, den Mann mit der Laterne, aus der Hölle warf und auch noch ein Stück Glut hinterher. Dieses wiederum steckte der Jack in eine hohle Kürbisrübe, um das Dunkel zwischen Himmel und Hölle zu erhellen.
Der ursprünglich keltische Brauch war eine Art Erntedankfest, wurde von den Iren abgewandelt und mit den gruseligen Masken sollten böse Gespenster und Geister vertrieben werden. "All Hallows’ Even" (Allerheiligenabend) ist folglich der Vorabend des Allerheiligenfestes, was von Gregor IV. 837 in christliche Form gebracht und auf das Datum 1. November gelegt wurde.
Warum dieses Fest aus Amerika zu uns herüberschwappte, das weiß so recht auch niemand, auch nicht, was an diesem Tag denn so gefeiert werden soll. Es ist dann mehr ein kommerzialisiertes Fest zwischen Kostümball, Karneval, Silvester - ja getrunken wird auch sehr viel, sozusagen was der "hohle Kürbis" so aushält und die Kleinen bekommen Süßigkeiten. Populäre Kostüme sind Feen, Fledermäuse, Geister, Hexen, Kürbisse, Skelette, Zombies, Tote, Grufties und Vampire. Manche gehen auch unverkleidet zu diversen Veranstaltungen, das fällt vielen auch nicht mehr auf.;-)
Die katholische Nachrichtenagentur verbreitet eine Umfrage, laut der sich 60 Prozent der Deutschen überhaupt nicht für Halloween interessiern. Mich hat man nicht befragt, zähle aber auch dazu. Die evangelische Kirche veranstaltet als Kritik an diesem Fest in diesem Jahr erstmals fast bundesweit eine ChurchNight, um den Reformationsgedanken wieder ins Bewusstsein zu bringen. Den Sachsen gefällt's. Die haben heute nämlich einen Feiertag.

Wie auch immer, kommt gut durch den Tag und in das Wochenende und viel Spaß beim Happy Halloweenfest.
Dienstag, 28. Oktober 2008
Der Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt mit Abstand der schlechteste
Nicht nur Insider wissen dies schon seit langem. Den schlechtesten Weihnachtsmarkt weit und breit gibt es in Gelsenkirchen!! Nun folgt eine amtliche Bestätigung ...
Der Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt erntet bei einer Studie der Fachhochschule Südwestfalen ein vernichtendes Urteil.
Befragt wurden 27. 000 Besucher von Weihnachtsmärkten im deutschen Sprachraum.
In fast allen Negativkategorien landet Gelsenkirchen auf den vorderen Plätzen - und das bei über 133 ausgewerteten Weihnachtsmärkten im In-, aber auch im benachbarten Ausland.
Langweilig? Platz 3! Unfreundliches Personal oder kein altersgerechtes Angebot? Platz 2! Und was den kommerziellen Charakter des Weihnachtsmarktes angeht, landet der Gelsenkirchener unter allen deutschen Oberzentren auf Platz 1.
Die Teilnehmer der Umfrage durften alle ihnen bekannten Märkte bewerten - nur nicht den der eigenen Stadt.
Der Eindruck täuscht nicht. Viele enttäuschte Gelsenkirchener können dies bestätigen, allein die Marketing-Abteilungen suchen jedes Jahr nach neuen, faulen Ausreden. (vgl. unsere Berichte Ärgerlich ... aus 2007 und Buersche Weihnacht aus 2006)
Natürlich gibt es auch in NRW und im Revier schöne Weihnachtsmärkte. Aus regionaler Sicht überzeugten Münster, Hattingen und Duisburg, aber auch Essen und Dortmund sind ansprechend.
Perlen unter den Weihnachtsmärkten und Siegeradressen sind Dresden Stallhof (günstiges Angebot), Salzburg Schloss Hellbrunn (zufriedene Besucher) oder Wien Rathausplatz (besonders aufregend)!
Merke: Ein Weihnachtsmarkt ist kein Partyzelt für "Glühwein-Kampftrinker" und "Bratwurstfresser".
Sonntag, 19. Oktober 2008
Sonntags ohne
"Sonntags ohne Unterhose" - mit dieser Werbeaktion hat ein Pub in Australien für Aufsehen und Empörung gesorgt.
Die Bar "The Saint Hotel" in Melbourne hatte Frauen Freigetränke im Wert von 50 australischen Dollar (rund 28 Euro) angeboten, wenn sie an einem Sonntag ihre Unterhosen ausziehen und über der Bar aufhängen.
Die Anzeige in einem Unterhaltungs-Magazin zeigte ein Foto von US-Sängerin Britney Spears, die ohne Unterhose aus einem Auto steigt. Sie diente gleichsam als Patin für das Bewerben der Aktion als "No Undie Sunday".
Weiblichen Gästen, die dem Bar-Personal zumindest einen Blick auf ihre Unterwäsche gestatteten, wurde ein Glas Champagner versprochen. Politiker und Gastronomie-Vertreter warfen den Betreibern Sexismus und "unangebrachtes" Verhalten vor.
Ob das Trinken von Alkohol derart anzupreisen, eine pfiffige Geschäftsidee oder bloß eine "durchgeknallte" Schnapsidee ist, überlasse ich mal meinen geneigten Lesern.

... bei uns oder auf Mallorca hängt man so etwas auf die Wäscheleine. Es sei denn, man nimmt in den Diskotheken von Arenal an einer Miss-Wahl teil;-)
Kommt gut in den Sonntag, die Sonne scheint!
Dienstag, 7. Oktober 2008
Nobelpreisträger stammt aus Buer
Dem Gelsenkirchener Wissenschaftler Harald zur Hausen (* 11. März 1936 in Gelsenkirchen-Buer) wurde am 6. Oktober 2008 der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin zuerkannt.
Der Krebsforscher Harald zur Hausen wird am 10. Dezember in Stockholm geehrt. Zur Hausen ist in Gelsenkirchen-Buer geboren und auf dem Bauernhaus Lindgen (heute: Drießen) am Osterkampsweg 31 aufgewachsen. Bevor die Familie nach Vechta umzog, lebte sie noch in Resse am Lärchenweg 18. Er bekommt den Preis für die Entdeckung der Viren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen. Von der Verleihung des diesjährigen Medizin-Nobelpreises ist der Tumorforscher nach eigenen Angaben völlig überrascht worden. Der Nobelpreis ist die höchste Ehrung für Wissenschaftler. Im Bereich Medizin gab es schon seit Jahren keinen deutschen Preisträger mehr. Die Auszeichnung ist mit einer Million Euro dotiert.






Kommentare
Mo, 17.11.2008 21:51
Hallo Lucki O ja diese Tele fonh [...]
So, 16.11.2008 22:36
Guten Abend, lieber Lucki, das [...]
So, 16.11.2008 19:21
Hallo Lucki, irgendwie klasse , da [...]
So, 16.11.2008 16:57
Ob Kletterhilfe oder nicht, ob ste [...]
So, 16.11.2008 11:51
Hola juwi, Herten liegt 75 m über [...]