Freitag, 9. Juli 2010
Neues Notebook
Wenn man in den Ruhestand geht, dann genießt man auch nicht mehr die besonderen Privilegien des Arbeitgebers, der mir für meine Arbeit einen Laptop zur Verfügung gestellt hat. Folglich musste ich mir einen privaten Rechner anschaffen. Die Wahl fiel auf einen Acer Aspire aus der 5741G- Serie mit einem Intel i5 Prozessor, Windows 7, Nivida Geforce GT 320M Grafikkarte, 640 HDD etc. Ein flottes Gerät, das es gilt nun nach meinen Gewohnheiten einzurichten, Programme und Dateien zu überspielen etc. Das braucht viel Zeit und Geduld, und ich denke, dass ich das Wochenende damit zubringen werde. Gut Ding will Weile haben, aber das wird schon trotz der Hitze. TV schauen ist mit diesem Gerät auch möglich.

Freitag, 2. Juli 2010
Abschied & Sommerfest
Am Freitag war beim diesjährigen Sommerfest mein Abschied vom Kollegium. Viele fleißige Hände hatten nicht nur ein wunderbares Buffett kreiert, sondern auch für kühle Getränke und den Grillmeister gesorgt. Ein insgesamt gelungenens Fest bei um die 30 Grad. Im Mittelpunkt stand natürlich die Verabschiedung der Kollegen, die nun in den Ruhestand gehen. Als die Schulleiterin Frau H. P. noch einmal den Werdegang von Lucki in 33 Jahren am Berufskolleg K. schilderte und würdigte, da wurden mir viel Dinge ins Gedächtnis gerufen, die ich schon längst vergessen hatte. Irgendwie habe ich durch meine Aktivitäten doch einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Das hat mich gefreut. Auch das Angebot, vielleicht hier und da noch einmal als Berater zur Verfügung zu stehen, habe ich nicht ausgeschlossen. Das Kollegium wünschte mir viel Glück, Gesundheit und Zufriedenheit auf meinem weiteren Lebensweg und gab mir den Rat, die Zeit nun ohne "Uhr" und Druck zu genießen.
Bei der Schulleitung habe ich mich für die vielfältige Unterstützung mit einem meiner Aquarelle bedankt ...
Eine stürmische See wie es auch die Schule ist. Dennoch brauchen die Seefahrer/Lehrer immer einen Leuchtturm, der Ihnen den richtigen Weg weist. Sichtlich gerührt bedankte sich die Schulleiterin, deren Dienstzimmer zukünftig dieses Bild schmücken wird. Ein Abschied ist immer etwas traurig für den einen wie den anderen, dennoch gilt das Versprechen, sich nicht aus den Augen zu verlieren, und in jedem Abschied liegt auch wiederum eine neue Zukunft, ein neuer Lebensabschnitt und eine neue Aufgabe.
Samstag, 12. Juni 2010
Ruhrgebiets Kochbuch
Mein Freund und Lehrmeister, Heinrich Wächter hat ein neues Kochbuch kreiert. Das Ruhrgebiets Kochbuch.
Bei Heinrich Wächter kocht der Pott
Gelsenkirchener Revierkoch serviert Essen mit Tradition in seinem ersten Ruhrgebiets Kochbuch - Ellen Falout: "Seine Rezepte sind ein wichtiger Teil deutscher Kultur".
Der Pott kocht. Das ist nichts Neues. Neu aber ist das erste Ruhrgebiets-Kochbuch des Gelsenkirchener Küchenmeisters Heinrich Wächter. Und wie der Koch so auch das Buch: Spitze! Soviel vorweg. Angefangen hat alles mit einem Anruf von Mutter Beimer aus der "Lindenstraße". Das war vor gut anderthalb Jahren, als Marie Luise Marjan den Gründer des Gelsenkirchener Köche-Clubs fragte, ob er nicht passend zum Kulturhauptstadtjahr einen Artikel über die Ruhrgebietsküche schreiben könnte mit Ruhrgebiets typischen Rezepten für Ihr Buch "Ein Revier für die Kultur 2010". Weitere Co-Autoren sind dabei; Manni Breuckmann, Ludger Stratmann, Bodo Hombach u.v.a.
Daraus entpuppte sich für den Lingen-Verlag, nun von Heinrich Wächters seiner bodenständigen Kochkunst gehört, die im Revier die Runde mache, ein Kochbuch herauszugeben.
Nun liegt das Ergebnis vor, das einem schon beim Blättern das Wasser in den Mund treibt. Schlodderkappes, schon gehört? Ein absolut Revier typisches Gericht aus Spitzkohl und Kartoffeln, das aus der "Kumpelküche" stammt und auch als Mutters bürgerlicher Spitzkohl bei Bergarbeitern und Stahlwerkern nicht zuletzt wegen der frischen Bratwurst obendrauf sehr beliebt war. Oder Kuschelmusch, ein Auflauf mit Fisch, Meerrettich und was Mutters Küche sonst noch so hergab, und deshalb auch Reste-Essen genannt wurde.
Die Ruhrgebietsküche ist vielfältiger als allgemein bekannt. Schnibbelbohnensuppe mit deftigen Mettwürstchen, Frikadelle wie aus der Kneipe, Ärpel un Schlaat, Falscher Hase, Beamtenstip, Lappenpickert, natürlich der schon fast weltbekannte Pfefferpotthast, Panhas, Döppekooche mit Speck, Arme Ritter, dicke Bohnen und das ungerechterweise als "Armeleuteessen" verrufene Stielmus durcheinander, das von der Kochtradition her Westfalen mit dem Rheinland verbindet. "Das Ruhrgebiet ist geradezu ein kulinarischer Schmelztiegel, in dem sich deftige und bodenständige Küche mit kreativen Zutaten und Rezeptideen aus aller Welt vereint, und die Menschen über Jahrzehnte hinweg mit ins Revier gebracht haben", beschreibt Heinrich Wächter den Grund für die ganze Vielfalt der Ruhrgebietsküche.
Der Fachlehrer am Berufskolleg Königstraße in Gelsenkirchen, der ansonsten seine Kochkunst dem Nachwuchs vermittelt, ist durch zahlreiche Fernsehauftritte, Radiosendungen und Benefiz-Galas einem breiten Ruhrgebietspublikum bestens bekannt. Nach seinem ersten Buch plant er nun ein Kinderkochbuch zu schreiben. Das vorliegende "Ruhrgebiets Kochbuch" verrät auf 90 Seiten die ganz speziellen Rezepte Heinrich Wächters aus der Metropole Ruhr und ist garniert mit Anekdoten und amüsanten Geschichten rund um den Pott. Nützliche Tipps, leckere Servierideen und farbigen Revierfotos schmücken das im Kölner Lingen Verlag in einer Auflage von vorläufig 5000 Exemplaren erschienene Kochbuch, das auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Oberschuir (StadtBauRaum) zünftig vorgestellt wurde.
Geadelt wird Heinrich Wächters Kochbuch durch ein Vorwort von Ellen Falout, Fachjournalistin und Botschafterin für deutsche Ess- und Tafelkultur, die sich vor allem einen Namen als erfolgreiche Kochbuchautorin gemacht hat. Sie zollt dem "Bürger des Ruhrgebiets" und seiner Kochkunst große Anerkennung: "Heinrich Wächters Rezepte sind ein besonderer Beitrag zu einem wichtigen Teil deutscher Kultur", schreibt sie.
"Das Ruhrgebiets Kochbuch – Essen mit Tradition"
Hardcover, 90 Seiten
Format: 26 x 24 cm, ISBN: 978-3-94118-42-3, EUR 5,95
VÖ: 02.05.2010
Lingen Verlag
Montag, 3. Mai 2010
Waldspaziergang
Waldspaziergänge tun momentan beiden gut - Marie und Xmas, zwei unzertrennliche Freundinnen.
Das Glück ist wie die Sonne. Ein wenig Schatten muss sein, wenn's dem Menschen wohl werden soll.
Otto Ludwig (1813-1865), Schriftsteller
Freitag, 19. März 2010
Heinrich wird 60
So ein runder Geburtstag von meinem Freund und Wegbegleiter ist nicht selbstverständlich, umso mehr da er zwischendurch ernsthaft erkrankt war. Deshalb freuen wir uns mit Dir, lieber Freund, dass Du zwar ein bisschen älter geworden bist, aber Dein Tatendrang nicht ungebrochen ist.
Hier waren wir in der Vorbereitung eines Events zum Kulturhautpstadtjahr 2010. Damals hast Du Dich als Schrankenwärter dargestellt. Ich hoffe, dass wir noch gemeinsam vieler solcher Events machen können, bedanke mich für die Unterstützung in meiner "Kochlehre", wünsche Dir alles erdenklich Gute, vor allem Gesundheit und noch viele gemeinsame Jahre. Herzlichen Glückwunsch, mein Freund, zum 60. Geburtstag, den Du in Berlin feierst und dabei die schöne Berliner Frühlingsluft atmen kannst.
Herzlichst
Brigitte, Ulli und Xmas
Möge die Straße dir entgegeneilen, möge der Wind immer in deinem Rücken sein. Möge die Sonne warm auf dein Gesicht scheinen und der Regen sanft auf deine Felder fallen. Und bis wir uns wieder sehen, halte Gott dich im Frieden in seiner Hand.
Altirischer Reisesegen
Samstag, 27. Februar 2010
Post aus dem Süden
Es ist immer wieder schön, aus fernen Ländern Post zu erhalten.
Unsere Freunde schicken sonnige Grüße aus Portugal und lassen es sich bei frisch gepresstem Orangensaft und Cappucino gut gehen. Es sei Ihnen gegönnt, den Frühling schon mal ein bisschen zu schnuppern. Schickt doch bitte auch ein paar Sonnnenstrahlen ins Revier, denn hier regnet es wieder Bindfäden.
Freitag, 15. Januar 2010
Industriedenkmal Bahnwärterhäuschen
Es ist ein Schmuckstück der Industriekultur in GE, das alte Bahnwärterhäuschen an der Horster Straße, das um 1880 erbaut wurde und nun liebevoll von einem alten Kumpel "Don Alfredo" (Alfred Konter) liebevoll gepflegt wird. Dafür hat A. Konter über 30 Jahre mit Ausdauer und zäh gekämpft, denn es sollte schon abgerissen werden. Heute steht es unter Denkmalschutz des RVR (Regional Verband Ruhr).
Mit einem 'Tag der offenen Tür' eröffnen heute der "Retter des Häuschens" und der Köcheclub Gelsenkirchen "Ihre Ruhr.2010", ein Beitrag zum Programm der diesjährigen Kulturhauptstadt Ruhrgebiet. Sie laden zu einer typischen Ruhrgebietsküche ein und versprechen: "Es gibt für die Bevölkerung Kulinarisches auf die Kralle". Es gibt nicht nur für die Kumpels Leckereien aus dem Pott. Dubbels (zusammengeklappte Brotschnitten, im Ruhrgebiet auch als Kniften bekannt) mit Schmalz und Grubensalz, Soleier wie inne Kneipe und Erbsensuppe mit rohem Sauerkraut. Heinrich Wächter, der Chef des Köcheclubs erklärte: "Im Revier darf's gern handfest sein. Wo viel Arbeit ist, da wird ordentlich zugelangt, und so ist das Essen der Kumpel nicht raffiniert, sondern einfach und nahrhaft. Gut und modern zubereitet aber ein Gedicht."
Hier vor dem Bahnwärterhäuschen "Don Alfredo" und Heinrich Wächter.
Das Bahnwärterhäuschen ist heute interessant für die Hugo-Zechenbahntrasse, die jetzt als Fahrrad- und Fußweg dient, denn die Zeche Hugo wurde 2000 geschlossen. A. Konter genießt hier jeden Samstag mit seinen Freunden die alten Traditionen. Sein Motto: 'Tradition ist die Weitergabe des Feuers und nicht die Anbetung der Asche. Aber auch die Asche der Tradition gibt noch viel Wärme ab.'
Na, und wer hatte mal wieder die Idee für diese Veranstaltung? Richtig, der Freund des Ruhrgebiets, Lucki.
Euch ein schönes Wochenende ganz nach Eurem Gusto. Glückauf!






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