Montag, 2. Oktober 2006
Mit Champagner & Dixie am Grab
Das war wohl die lustigste Beerdigung, die das Ruhrgebiet gesehen hat. Über 400 Gäste kamen zu der einmaligen "Party". Eingeladen hatte zu diesem Anlass - seiner Beisetzung - der Verstorbene selbst.
In einer halbseitigen Todesanzeige hatte Rolf L. W. im Milieu auch "Bubu" genannt geschrieben: "Ich Euer Bubu, bin nun tot. Nun meine letzte Bitte hier in Eurer Mitte: Trinkt, feiert und tanzt in meinem Sinne."
Und dem Aufruf sind seine Freunde zum Essener Parkfriedhof gefolgt standesgemäß motorisiert mit Ferrari, Jaguar und reichlich SLKs. Am offenen Grab spielte eine Dixie-Band auf; die Trauergemeinde nahm Abschied mit dem Dylan-Song "Knockin´ On Heaven´s Door", roten Rosen und Champagner. "Bubu" grüßte ein letztes Mal mit einem Blumengebinde, worauf zu lesen war: "Macht's gut, Jungs!"
Die Trauergäste stießen mit Champagner an und warfen ihre Gläser "als letzten Gruß" ins Grab. Stilvoll.
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Wer dir keine Freude macht, dem mache Freude.
Suaheli






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