Donnerstag, 20. Juli 2006
Tapas, olé ...
Am Anfang war das Glas Sherry im heißen Andalusien. Und obendrauf ein Scheibchen Weißbrot, damit keine Fliegen hineinkommen. Dazu ein paar Oliven, ein paar Mandeln, ein Stück Käse oder eine Scheibe Schinken. So will es die Legende. Wahr oder nicht, auf jeden Fall lautet die Übersetzung von "Tapas" schlicht und ergreifend "Deckel" - Deckel, mit denen man wunderbar das Loch im Magen schließen kann, damit der Alkohol beim Trinken nicht so rasch zu Kopfe steigt: kein Spanier würde ein Gläschen trinken, ohne dazu eine Kleinigkeit zu essen. Aus den schlichten Anfängen hat sich die hohe Kunst der mediterranen Miniaturen entwickelt, keine Bar lässt es sich nehmen, - Besucher der iberischen Halbinsel und auch von Mallorca wissen das - mindestens ein Dutzend verschiedener Köstlichkeiten auf den Tresen zu stellen. Eine Einladung zu Tapas ist das unkomplizierteste von der Welt. Alle Gerichte lassen sich vorbereiten, es gibt keine starre Menüfolge, man isst, trinkt, raucht zwischendurch, hört Musik und redet lautstark durcheinander genau wie in Mallorca. Als Getränke dazu eignen sich Wein, Bier und auch Cava, spanischer Sekt.
Hier eine kleine Rezeptauswahl:
Pan con tomate y jamon
Als kleine rustikale Beigabe zu einem Glas Wein erfreuen sich diese Brotscheiben großer Beliebtheit. Es gibt sie in fast jeder Bar und in den ländlichen Restaurants, wo sie mit einem Krug Landwein als erstes auf den Tisch kommen und die Wartezeit überbrücken helfen, bis das bestellte Essen serviert wird.
Zutaten für 4 Pers.:4 fingerdicken Scheiben weißes Landbrot z.B. Toskanabrot, etwa 2 Tage alt, 1 große, vollreife Tomate, 4 TL gutes Olivenöl, Salz, 4 große, dünne Scheiben Serrano-Schinken
Zubereitung:Das Brot leicht, nicht zu dunkel toasten. Die Tomate waschen, halbieren.
Mit den Tomatenhälften die Scheiben einreiben. Dann mit Olivenöl beträufeln, leicht mit Salz bestreuen und mit dem Schinken belegen.
Mann kann das Brot zusätzlich noch mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe einreiben. Oft werden zu den vorbereiteten Scheiben würzig eingelegte Oliven und eingelegte scharfe Pfefferschoten gereicht.
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Champiñones al Jerez
Zutaten für 4-6 Pers.:500 g kleine Champions, 2 Knoblauchzehen, 2 Schalotten, 5 EL Olivenöl, 100 ml Sherry Oloroso (nur der!), Salz, schwarzer Pfeffer, 1 Bund Petersilie
Zubereitung:
Pilze mit Küchenkrepp abreiben und putzen. Knoblauch und Schalotten schälen und in Würfel schneiden.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Schalotten darin glasig braten. Champignons zugeben und unter Wenden 7 Minuten mit braten. Mit Sherry löschen, würzen. Petersilie hacken, untermischen.
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Garbanzos con tomates (Kichererbsen mit Tomaten)
Zutaten:1 TL Fenchelsamen, 4 EL Olivenöl, 3 Tomaten, 1 große dose Kichererbsen, 1 Chilischote, Salz, ½ TL Zimt, 1 Prise Zucker, 2 Stengel Minze, 3 Stengel Petersilie
Zubereitung:Fenchelsamen im Olivenöl dünsten. Tomaten überbrühen, häuten, hacken und zufügen. Kichererbsen abgießen, gut abtropfen lassen und dazugeben.
Chilischote entkernen und fein hacken. Mit Salz, Zimt und Zucker zu den Kichererbsen geben und ca. 6 Minuten köcheln lassen.
Minze- und Petersilienblättchen abzupfen, kurz abbrausen, trockentupfen und grob hacken. Unter die Kichererbsen mischen und vor dem Servieren ca. 30 Minuten durchziehen lassen.
Guten Appetit!
Mittwoch, 19. Juli 2006
Marie wird Zwei
Heute gehen unsere Grüße und Glückwünsche nach GE. Unser Enkelkind Marie wird zwei Jahre alt. Alles Gute, Gesundheit, einen tollen Kindergeburtstag und ein fröhliches Leben, das wünschen Dir Oma Brigitte und Opa Ulli & Xmas.
Happy Birthday, Marie!

Marie während eines Stadtbummels in Palma.
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In der Fröhlichkeit des Herzens liegt das Leben eines Menschen und Frohsinn verlängert das Leben.
Ekklesiatikus
Dienstag, 18. Juli 2006
Rundfahrt
Wir werden heute mal wieder eine gemütliche Rundfahrt durch das Landesinnere machen und Ausschau halten, wo sich reizvolle Landschaften verbergen.

"Ein unermessliches Ganzes, unendliche Abwechslung, verworrene Formen, tausenderlein unbestimmte Farben und Schattierungen, alles buntdurcheinander, so dass der Kunst nichts mehr hinzuzufügen übrigbleibt. Noch nie sah ich zugleich etwas Lachenderes und Melancholischeres als diese Aussichten."
Aus: George Sand; Ein Winter auf Mallorca 1842
Montag, 17. Juli 2006
Pollenca
Pollenca ist eine malerisch gelegene Stadt im Nordosten von Mallorca und gilt als Zentrum der Intellektuellen. Hier wohnen u.a. Showmaster Frank Elsner und Peter Maffay mit seinem Hund Rolex. Sonntag vormittag findet auf dem Kirchplatz ein lebhafter Markt statt. Man kauft Obst, Gemüse, Wurst und Käse ein. Man kann aber auch das lustige Treiben von einem der gemütlichen Cafés aus beobachten oder auch eine der zahlreichen Galerien für moderne Kunst besuchen. Pollenca liegt in einem zur Küste geöffneten, fruchtbaren Tal. Im Nordwesten wird es überragt vom Kalvarienberg und im Osten vom Berg Nostra Senyor del Puig mit der gleichnamigen Eremitei. Die Stadt lebt heute weitgehend vom Tourismus und ihrem "savoir vivre". Dies hatte auch zufolge, dass die Wirtschaft wieder boomt und alte Handwerkszweige wiederbelebt wurden: Webereien, Flechtkunst und die Schuhindustrie. Die bekanntesten Feste in Pollenca sind die Karfreitagsprozession zur Wallfahrtskirche auf dem Kalvarienberg und das Fest "Moros y Christians" am 2. August, an dem die Einwohner den Sieg über die maurischen Räuber sehr volkstümlich und laut feiern.

Blick auf die Wallfahrtskirche auf dem Kalvarienberg

 ... und so sieht der Sommer in dieser Gegend aus
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"Mallorca ist für den Maler eines der schönsten und eines der unbekanntesten Länder der Erde. Menschen, Häuser, Pflanzen, ja selbst die Kieselsteine, alles hat hier einen besonderen Charakter."
Aus: George Sand; Ein Winter auf Mallorca 1842 (die Autorin verbrachte hier einige Zeit zusammen mit Frédéric Chopin in Valldemossa)
Sonntag, 16. Juli 2006
Fliegender Sommer
Fliegender Sommer
Durch die sonnenklaren Lüfte
Fliegt's in Fäden und in Flocken -
Sind es die gebleichten Haare
Aus des Sommers sonn'gen Locken?
Sind es luftige Gefährte
Für der Elfen leichte Schaaren,
Drauf sie - Menschenaug' verborgen -
Durch die klaren Lüfte fahren?
Sind's des Herbstes leichte Fahnen,
Die, nach Endigung des Krieges
Mit dem Sommer, der entfaltet
Im Triumphe seines Sieges?
Oder ist 's die zarte Fessel,
Die den Sommer hielt am Norden?
Er zerriss sie - fliegt gen Süden
Jubelnd, dass er frei geworden!
Schwingt sich über Land und Meere
Dorthin, wo sein Herz gewohnet,
Wo er wieder in den bunten,
Duft'gen Prachtpalästen thronet!
Heinrich Seidel, (1842-1906)

Euch allen einen wunderschönen Sonntag. Mal schaun, vielleicht werden wir heute den Kunstmarkt in Pollenca besuchen. Das Marktgeschehen und auch das dortige Angebot sind immer besonders interessant, nicht zuletzt weil man dort nicht so viel billige Ramschware zu sehen bekommt. Für mich einer der schönsten Wochenmärkte auf der Insel.
Samstag, 15. Juli 2006
Ausspannen und die Sonne genießen
Das Wetter ist wieder bombig, blauer Himmel, ca. 35 Grad. Man sollte heute einfach einen Badetag einlegen, nichts tun, schwimmen, planschen, ein bisschen bräunen und sonst den Tag im Schatten unter Palmen genießen. Ich glaube die Entscheidung ist nicht ganz verkehrt. Drinks sollten auch nicht fehlen, aber bitte mit Eis!
Heute findet auf der Finca eine Open Air Hochzeit statt. Abends Grillfest! Die jungen Leute haben Pfarrer und DJ samt Anlage einfliegen lassen. Stimmung bombig. Gestern war es am Pool nicht so ruhig. Poolparty und Disco Non-Stop!
Ein schoenes Wochenene allerseits.

Freitag, 14. Juli 2006
Eine Partie Golf
Heute werde ich mal ein bisschen Golf gehen, schließlich habe ich das ja meinem Freund Dieter, das ist der Chef der Finca, versprochen und entsprechend alles mitgebracht, was dazugehört, Schläger, Tasche, Bälle. Es soll ja nichts vom Zufall abhängen …lach. Das Golfspielen hat ja eine ganz eigene Philosophie. Viel Übung, Nerven und eine gute Kondition gehören schon dazu, ehrlich, das ist kein Altherrensport, sondern erfordert schon höchste Anstrengungen, wenn man ein gutes Ergebnis (Score) erzielen will.
"Es gibt keine Wunder für den, der sich nicht wundern kann."Marie von Ebner-Eschnenbach
Daüberhinaus habe ich noch immer einen kleinen Spruch parat, wenn mir wieder einer erzählt: "Mensch, da haben Sie aber wieder Glück gehabt."
Da erinnere ich immer an einen der größten Golfer, Garry Player, der mal sagte: "Seltsam? Seitdem ich immer mehr übe, desto mehr Glück habe ich!"...
Ja und geübt habe ich zuhause auf der Driving-Range zwischen den WM-Spielen. Also bin ich zuversichtlich, was unser persönliches Match angeht, man will sich ja nicht blamieren oder Dinge dem Zufall überlassen ...smile, aber das weiß der Dieter aber nicht.







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