Donnerstag, 16. August 2007
Sommer
Sommer
Singe, meine liebe Seele,
Denn der Sommer lacht.
Alle Farben sind voll Feuer,
Alle Wett ist eine Scheuer,
Alle Frucht ist aufgewacht.
Singe, meine liebe Seele,
Denn das Glück ist da.
Zwischen Ähren, welch ein Schreiten!
Flimmernd tanzen alle Weiten,
Gott singt selbst Hallelujah.
Otto Julius Bierbaum (1865-1910)

Bei uns weiß man momentan wirklich nicht: Ist es Sommer oder nicht? Manchmal drückend, schwül, dann wieder mal ein Regenschauer. Man ist unschlüssig, was man anziehen soll. Das macht insgesamt wenig Spaß: Unbeständig und nass. Doch es gibt Schlimmeres ...
Die WAZ hatte heute auf ihrem Titelblatt nur Mord und Totschlag: Mafia Blutbad in Duisburg, deutsche Polizisten starben bei Terroranschlag der Taliban, Terroranschlag im Irak forderte 220 Opfer. Da wird der 30. Todestag von King Elvis Presley schon gleich zum Highlight des Tages. Gibt es eigentlich keine guten Nachrichten mehr in dieser Welt? Eigentlich kann man froh sein, ein stinknormales Leben führen zu dürfen. Aber der Alltagstrott, jedenfalls momentan, ist auch bescheiden. Irgendwie habe ich immer das Gefühl, ich komme zu nix. Gut, Schule/Beruf haben Vorrang, die Arbeit wird auch nach dem Unterricht mehr, statt weniger. Ich komme immer später nach Hause und habe dann keine große Lust mehr, mich mit schöngeistigen Dingen zu beschäftigen. Fotogalerien dämmern z.B. so vor sich hin, meine Steuererklärung habe ich immer noch nicht gemacht ;-) etc. Ich freue mich, wenigstens mein Blogroll täglich zu lesen und auch diesen Blog mit Beiträgen zu bestücken. Vielleicht kommt ja mal wieder der große Durchbruch.
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Die Freiheit zu töten ist keine wahre Freiheit, sondern eine Tyrannei, die den Menschen zur Sklaverei degradiert.
Papst Benedikt XVI. (*1927)
Mittwoch, 15. August 2007
Feldeinsamkeit
Feldeinsamkeit
Ich ruhe still im hohen grünen Gras
Und sende lange meinen Blick nach oben,
Von Grillen rings umschwirrt ohn' Unterlass,
Von Himmelsbläue wundersam umwoben.
Und schöne weiße Wolken ziehn dahin
Durchs tiefe Blau wie schöne stille Träume. -
Mir ist, als ob ich längst gestorben bin,
und ziehe selig mit durch ew'ge Räume.
Hermann Allmers (1821 - 1902)

In den letzten Tagen war es recht sonnig hier in GE, da denkt man dann schnell mal zurück an die Spaziergänge an der Küste der Ostsee.
Dort haben am vergangenen Wochenende schwere Gewitter und Regenfälle die Keller volllaufen lassen und entsprechende Schäden angerichtet. Die Bewohner in Kellenhusen konnten sich an solch kräftige Unwetter in ihrem Leben nicht mehr erinnern. Vor 300 Jahren soll so etwas schon mal vorgekommen sein. Schicksal?
Dienstag, 14. August 2007
Gewusst?
Warum heißt der "Peterwagen" so ?
Dieser Ausdruck geht, dem Volksmund nach, auf folgende Anekdote zurück: Während der Besatzungszeit in Hamburg 1946 sollten die ersten Funkwagen genehmigt werden. Dafür versuchte ein deutscher Sachbearbeiter dem britischen Kontrolloffizier zu erklären, worum es sich handelte: "Patrolcars. Mit einem P wie Peter."
Schon einmal von einem "Goetheknochen" gehört?
Ich bis dato auch nicht. Dabei handelt es sich um den Zwischenkieferknochen, an dem die oberen Schneidezähne hängen. Eisbären, Elefanten und Affen haben ihn. Dass Menschen ihn auch besitzen, wissen wir dank der Forschungen eines berühmten Mannes. Der Dichter und Naturforscher Johann Wolfgang von Goethe entdeckte den Knochen 1784. Beim Menschen ist er so allerdings nicht sichtbar, denn er wächst bis zum vierten Lebensjahr mit dem übrigen Kiefer zusammen.
Goethe war gut, Mensch, der konnte nicht nur reimen. Euch noch einen sonnigen und schönen Nachmittag.
Montag, 13. August 2007
Pan-Wörter
pan... das ist [griechisch], und drückt als Vorsilbe aus, dass das Ganze (alles, oder jeder) gemeint ist, so las ich heute. Im Pantheon sitzen also alle Götter, das Panoramafoto zeigt uns die ganze Landschaft oder Ansicht, und eine Pandemie ist eine Krankheit, die in jedem Land grasiert und nicht wie eine Epidemie räumlich oder zeitlich begrenzt ist.
Pan-Wörter sind, da sie also jeden Einzelnen betreffen, hervorragend geeignet, Unbehagen zu stiften. Man denke da an Beispiele wie Panflöte, Pannade oder gar Pantoffel. Zu erfinden wäre noch die Panpanik, die Pansteuer oder die Panpanne. Panschwiegermütter wären kaum auszudenken ;-))
Sonntag, 12. August 2007
Heute ist wieder Sommer
"Wenn es Sommer wär" ... von Pohlmann ist in diesen Tagen sicherlich ein Sommerhit ...
Heute ist wieder Sommer, jedenfalls in GE. Ja was die Sonne alles kann ...
... das zeigt ein Gedicht von Heinz Erhardt und heißt ...
Der Wurm
Am Fuß von einem Aussichtsturm
saß ganz erstarrt ein langer Wurm.
Doch plötzlich kommt die Sonn´ herfür,
erwärmt den Turm und auch das Tier.
Da fängt der Wurm an, sich zu regen,
und Regenwurm heißt er deswegen.
...und weil ich heute gut gelaunt bin, noch schnell etwas mitten aus dem Leben.
- Sekretärin zum Bankdirektor: "Wollen Sie wirklich 'Hochachtungsvoll' schreiben? An diesen Betrüger und Halsabschneider?" - "Sie haben recht, schreiben Sie: 'Mit kollegialem Gruß'."
- Auf der Party: "Das Paar da drüben scheint sehr glücklich zu sein - sind die beiden verheiratet?" "Ja, er in Hamburg und sie in München."
Ein Sommerregen ist erfreulich, ein Regensommer ganz abscheulich.
In diesem Sinne noch einen sonnigen, lauschigen Sonntag. Heute ist dem Wetter nach zu urteilen - Biergarten- Grill-Â oder Ausflugszeit...smile. Macht was draus!
Samstag, 11. August 2007
Schulstress?
Kaum ist das neue Schuljahr eine Woche alt, schon stehen wieder neue und alte Bildungsprobleme auf der Tagesordnung.
Dass Lehrer schon in der letzten Ferienwoche an ihren Schulen aktiv sind, ist nicht neu, vielen aber in der Denkweise über das Berufsbild fremd. Die 180000 Lehrkräfte in NRW unterliegen der Allgemeinen Dienstordnung § 12 ADO, die seit 1992 gültig ist und die vorschreibt. " In der letzten Woche vor Unterrichtsbeginn ... müssen sich die Lehrer ...zur Dienstleistung für schulische Belange bereit halten ...soweit dies erforderlich ist und vorher angekündigt wurde." Ob und was das ist, entscheidet der Schulleiter in eigener Verantwortung. Also, den Lehrer als Globetrotter gibt's schon lange nicht mehr. Es ist keine Neuerung, sondern ein alter Hut.
Auch der nun kontrovers geführte Streit um die Samstagsschule ist nichts Neues, war schon mal da. Bei Bedarf dürfen Schulen seit Jahren an zwei Samstagen im Monat unterrichten. Die Wiedereinführung der Sechs-Tage- Woche, die in den 70er Jahren abgeschafft wurde, soll, so die Opposition nur das Versagen beim flächendeckenden Ausbau der Ganztagschulen kaschieren. Ob Samstagsunterricht Entlastung in die vollgepackten Stundenpläne bringt, ist fraglich, so auch Psychologen zum Thema Schulstress. Darüber hinaus verursacht der Samstagsunterricht auch Mehrkosten für die Schulträger. Ob Lehrer freiwillig am Samstag arbeiten wollen, ist noch nicht bekannt...smile. Viele, das weiß ich aus eigener Erfahrung, nutzen auch das Wochenende für Unterrichtsvorbereitungen, Korrekturen etc. Mal schauen wie sich das Thema entwickelt.
Sorgen bereitet hingegen nicht nur den Lehrer, die in diesem Schuljahr verlangten Kopfnoten in den Zeugnissen. Künftig gibt es Ziffernnoten für Sorgfalt, Konflikverhalten etc. Der Protest gegen diese Notengebung richtet sich dagegen, dass damit der Lehrer nicht das Kind, sondern das Elternhaus benotet. So erhalte das Kind aus einem behüteten Elternhaus, dem stets bei den Hausaufgaben geholfen und das pünklich zur Schule gefahren wird, automatisch eine gute Note. Für schwer handhabbar hält man auch, das Lehrer nun pro Klasse 360 Noten im Jahr zusätzlich vergeben müssen. Denn ein Viertklässler erhalte jetzt neben sieben Fachnoten auch noch fast genauso viele Verhaltensnoten.
Schließlich landen wir bei den Kosten der Einschulung bei den i-Dötzchen. Knapp 180 Euro kostet die Erstausstattung. Für Hartz-IV-Empfänger eine unüberwindbare Hürde. In ihrem Regelsatz ist kein Cent für die Einschulung vorgesehen.
Wenn die Politik es wirklich ernst meint mit Bildungschancen, dann besteht in vielen Sektoren dringender Handlungsbedarf hinsichtlich materieller Unterstützung, nicht in Sonntags-Reden oder pädagogischem Schnick-Schnack.
Freitag, 10. August 2007
Studien
Es gibt wichtige Untersuchungen und Studien und solche, die die Welt nicht braucht. Warum Spechte keine Kopfschmerzen bekommen oder ob Malaria- Mücken lieber Schweißfüße statt Harzer Roller lieben, interessiert wirklich nur ein paar Wenige unter uns. Aber für die unsinnigsten Forschungen verleiht die Universität Havard bei Boston seit 16 Jahren den Ig-Nobel- Preis (ignobel= unwürdig). Ein paar Kostproben gefällig ...
Weihnachtseinkäufe macht uns Männer krank. Wir ahnten es ja schon immer: Jetzt bestätigt es ein britischer Psychologe. Der Weihnachtsbummel ist für Männer ein medizinisches Desaster. Vom Stress-Niveau gleicht der Einkauf dem eines Kampfpiloten im Einsatz.
Hamster können die Welt retten. Das Wissenschaftsmagazin hat berechnet, dass 5000 Hamster durch das Drehen im Laufrad einen kompletten Haushalt mit Strom versorgen können.
Warum führen sich so viele Menschen bei McDonalds heimisch? Ein kalifornischer Professor hat das Rätsel gelöst: Weil die beiden Bögen des "M" symbolisch wie Brüste aussehen. Wieder was dazugelernt!Â
Gut zu wissen: der harte Händedruck so eine amerikanische Studie zeigt: Je kräftiger der Händedruck, desto höher die Lebenserwartung.
Jetzt wissen die Damen, warum manche Männer auf den galanten Handkuss verzichten und ihre Hände, verehrte Damen, lieber in einen Schraubstock spannen und dabei in ein schmerzverzehrtes Anlitz schauen. Das ist alles nur wegen der Lebenserwartung ...smile.
So, dann macht mal etwas aus diesem verregneten Wochenende, ich wünsche Euch viele kreative Ideen und lasst Eure Männer ausspannen.
Denn: Es ist schon fast mitleiderregend: Männer verbringen etwa ein Jahr ihres Lebens mit Warten, ergab eine britische Umfrage. Aber nicht auf ein neues Auto - sondern auf die eigene Ehefrau. 22 Wochen davon allein vor irgendwelchen Umkleidekabinen. 60 Prozent der Herren mache das wahnsinnig. Und wer will das schon ...?







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