Donnerstag, 26. Juli 2007
Plön und Bosau
Plön liegt malerich inmitten einer Seenlandschaft. Über allem thront das weithin sichtbare Schloss, das einst die Königlich-Dänische Sommerresidenz war. Auch die malerische Altstadt mit ihren zu den Seen führenden engen Gassen, den sogenannten Twieten, weiß zu beeindrucken. An der Stadtkirche St. Nikolai sind wir hinauf zum Schlossberg geschlendert und wurden belohnt mit einem einmaligen Blick auf den großen Plöner See. Erbaut im 17. Jahrhundert erfuhr das Schloss in den vergangenen Jahrhunderten eine wechselvolle Geschichte - Herzogsitz, Sommerresidenz des dänischen Königs, preußische Kadettenanstalt, Internat. Heute ist es im Privatbesitz der Fielmann Akademie, die die Räumlichkeiten für eine internationale Optikerschule nutzt und für 23 Mio Euro aufwendig saniert hat. Nur gelegentlich sind die rekonstruierte Kapelle, der Rittersaal und die herzoglichen Gemächer für die Öffentlichkeit zugänglich.

Das Schloss ...

... und der Blick über den Plöner See mit vorgelagerter Prinzeninsel.
Wir verlassen Plön und fahren nach Bosau am südöstlichen Ufer des Großen Plöner Sees gelegen. Bosau ist bekannt wegen der Vicelinkirche/ St. Petri Kirche.
Die weiß getünchte Feldsteinkirche ist fast kreisrund von Bäumen umgeben. Im Kern ist diese Basilika die älteste Kirche Ostholsteins (1152); gebaut wurde sie unter dem Slawenmissionar Bischof Vicelin. Zwar hat die Kirche im Laufe der Zeit viele Umbauten erfahren (z.B. den quadratischen Turm von 1664), doch durch den Mörtel und Verputz mit Segeberger Gips erstrahlte sie schon immer in glänzendem Weiß.

Mittwoch, 25. Juli 2007
Eutin
Ab heute berichte ich von unseren Ausflügen in die Holsteinische Schweiz und beginne mal mit Eutin.
Für die Kreisstadt, seit 1993 auch heilklimatischer Kurort, gibt es nur schmeichelhafte Namen. "Weimar des Nordens" oder auch "Rosenstadt im herzen der Holsteinischen Schweiz" wurde Eutin genannt. Der Vergleich mit Weimar erinnert daran, dass die Stadt einst viele Künstler und Intellektuelle angezogen hat. Und das Attribut "Rosenstadt" wird jedem klar, der einen Streifzug durch die Gassen macht. In alter Tradition ranken hier an jeder Häuserfront wunderbar duftende Rosenstöcke.
Berühmtester Sohn Eutins ist der Komponist Carl Maria von Weber (1786-1826), aber auch andere Persönlichkeiten wie Herder, Klopstock, Wilhelm von Humboldt, Graf Stolberg etc. lockte es in diese Residenzstadt. Die Sehenswürdigkeiten liegen hier alle dicht beisammen. Ob die Stolbergstrasse mit den herrlichen Fachwerkhäusern, der Eutiner See als auch das Schloss mit einem herrlichen Schlossgarten, das auch die Kulisse für TV-Filme wie z.B. "Der Fürst und das Mädchen" diente.

Eutiner Schloss mit Schlosspark

Altstadtgasse mit Rosensträuchern
Dienstag, 24. Juli 2007
An einem Sommermorgen
An einem Sommermorgen
An einem Sommermorgen,
Da nimm den Wanderstab,
Es fallen deine Sorgen
Wie Nebel von dir ab.
Des Himmels heitre Bläue
Lacht dir ins Herz hinein
Und schließt wie Gottes Treue
Mit seinem Dach dich ein.
Theodor Fontane
...und der sieht hier in Kellenhusen so aus.
Montag, 23. Juli 2007
Timmendorfer Strand
Nicht weit von Kellenhusen liegt das etwas noblere Ostseebad Timmendorf. Edle Boutiquen und Schmuckgeschäfte verführen zum Einkaufsbummel der feinen Art, und auf der Kurpromenade heißt es gesehen und gesehen werden. Man ist hier stolz auf den Ruf, das schickste und bekannteste Bad an der Küste zu sein und hat daher den Namen "Timmendorfer Strand" mit dem allgegenwärtigen Logo des Seepferdchens auch als Markenname eintragen und schützen lassen.
Timmendorfer Strand und Niendorf war einst sogar der Badeort für Prominente ihrer Zeit. Noch heute steht hier das Haus von Emanuel Geibel, Wilhelm Raabe war zu Gast und auch der 'Heidedichter' Hermann Löns genoss in Niendorf Badefreuden. Heute sind es Yvonne Catterfeld, Schauspieler wie Armin Müller-Stahl und Sportler wie die Klitschkos oder die Beach-Volleyball-Weltelite, die sich in den Wellen tummeln.
Wer Ruhe sucht, der muss sich schon in den Kurpark zurückziehen.

... sehen und gesehen werden im Café Engel's Eck

Kurhaus mit Seepferdchenbrunnen
Sonntag, 22. Juli 2007
Kunstmarkt

Für ein bisschen Abwechslung an der Strandpromenade in Kellenhusen sorgen die regelmäßigen Kunstmärkte.
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Das letzte Geheimnis der Kunst, wird denen immer verborgen sein, welche die Wahrheit mehr lieben als die Schönheit.
Oscar Wilde, (1854 - 1900), irischer Lyriker und Dramatiker
Samstag, 21. Juli 2007
Strandleben
So ungefähr sieht unser Strandleben aus ...

Brigitte mit Xmas im Strandkorb ...

...Unterhaltung mit meinem Bruder Helmut bei den Tretbooten

... den Tag ausklingen lassen

... und ein Stück Spanferkel zum Abend geniessen. Nichts Aufregendes, aber schön ...smile
Ein schönes Wochenende allerseits!
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Der Pessimist klagt über den Wind,
der Optimist hofft, daß der Wind sich dreht
und der Realist hißt die Segel.
Sir William Adolphus Ward, (1837 - 1924)
Freitag, 20. Juli 2007
Muscheln
Als Kinder haben wir am Meer immer gerne Muscheln und Steine gesammelt, die die Fluten an den Strand spülten. Sandburgen wurden damit verziert oder sie verschwanden in der persönlichen "Schatztruhe". Wir hielten sie an unsere Ohren, um das vermeintliche Meeresrauschen zu hören und glaubten, dass sie uns Geschichten von den Weltmeeren und Ozeanen erzählten.
Ähnlich gleicht das Leben einem Strand. Immer wieder werden neue Muscheln an den Strand gespült, die gleichsam Menschen sein können, denen wir in unserem Leben begegnen, die uns alle ihre ureigensten Geschichten erzählen, ihre Erlebnisse, ihre Ratschläge, ihre Gedanken.
Und wir müssen sie nur suchen, aufsammeln und finden, um sie in der Schatztruhe unseres Lebens zu bewahren. Manche schauen wir aber auch nur oberflächlich an und lassen sie wieder von den Wellen in die Fluten zurücktreiben.
Bei Sonne, Sturm und Regen immer wieder entdecken wir am Strand ein neues Mosaik von Muscheln, spannend, abwechslungsreich und von immer wiederkehrender Schönheit. Und jedes Exemplar ein Einzelstück. Auf jeden Fall sollten wir uns Zeit nehmen, jede Muschel sorgfältig zu betrachten und ihrem "Rauschen" zu zuhören.

Der Mensch kennt alle Dinge der Erde, aber den Menschen kennt er nicht.
Jeremias Gotthelf (1797 - 1854)






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