Samstag, 3. Februar 2007
Gesundheitsreform
Ja nun ist sie verabschiedet, was sie bringen wird, weiß so recht keiner. Ein Vergleich mit der Geschichte von Hemingway "Der Alte Mann und das Meer" drängt sich auf. Da ist einer ausgezogen, um etwas Großartiges zu schaffen und kehrt heim mit magerer Beute, total erschöpft und mit der Gewissheit, sein Ziel verfehlt zu haben.
Es wird auch weiterhin bei einer deutlichen Schieflage bleiben, denn m.E. liegt das daran, dass die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland den wachsenden Anteil an Rentnern und Arbeitslosen mitfinanzieren müssen. Daher ist die Krankenversicherung auch schon immer eine Steuer gewesen und keine Versicherung, denn auch hier gilt - wie bei der Rente, das Umlageprinzip.
Die Reform, das ist zu kritisieren, hat sich nur mit einem Thema befasst - der Finanzierung des Systems. Aber Reformen müssen auch darüber hinausgehen.
Das Gespräch zwischen Arzt und Patient, das Vertrauen schafft, wo man sich austauscht und Behandlungsstrategien bespricht, das ist leider sekundär geblieben. Der Arzt hat keine Zeit mehr, weil ein Drittel seiner Arbeitszeit auf Verwaltungsarbeit verwendet wird. Das ist mehr als bedauerlich, denn das Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist, zumindest was die Kommunikation betrifft, empfindlich gestört.
Es wäre wünschenswert, wieder ins Gespräch zu kommen.
Freitag, 2. Februar 2007
Der Beamte
Der Beamte
Er reibt sich die Hände: "Wir kriegen's jetzt!
auch der frechste Bursche spüret
schon bis hinab in die Fingerspitz',
dass von oben er wird regieret.
Bei jeder Geburt ist künftig sofort
der Antrag zu formulieren,
dass die hohe Behörde dem lieben Kind
gestatte zu existieren!"
Theodor Storm
In diesem Sinne, kommt gut ins Wochenende!
Donnerstag, 1. Februar 2007
Telekommunikation - nervig?
Ihr kennt das ja noch. Mitte der 90ziger Jahre: Internet? Soll's geben. Telefonieren? Eine Leitung. Super, herrlich so etwas!
Heute sieht es dagegen ganz anders aus: Mein Internet (3 Leitungen) , eine Faxleitung, zwei Telefonleitungen, auf dem Handy sind ca. 100 Nummern gespeichert, aber ich nutze es kaum, dafür meine Frau. Die Welt müsste mich erreichen können?!
Wichtiges von mir zu wissen gibt es gar nicht. Dennoch piepst die Faxleitung, e-Mails kommen herein, von denen du erst einmal aus 100 ...98 ausfiltern musst. Dannn hat man das penetrante Piepsen im Telefonhörer, welches mich an Leitung zwei erinnert. Wahrscheinlich wieder Mutter, die mir berichten will, dass sie den Friedhofsweg gefegt hat, und dann kündigt sich das Handy von meiner Frau lautstark an, weil meines ausgeschaltet ist. Es ist nicht meines, also gehe ich da auch nicht dran. Dann bleibt es eine zeitlang stumm.
Nach Sekunden meldet sich dann wieder das Handy, nun mit einer SMS: "Nie bist Du zu erreichen!"
Manchmal will ich auch gar nicht! Ich hab noch wenigstens drei Telefone in der Schule und noch ein Sekretariat! Irgendwann sagt man dann: " Nee, jetzt ist wirklich Schluss! Hallo Welt, ihr könnt mich überall erreichen ...smile
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Das Tüchtige, wenn's wahrhaft ist, wirkt über alle Zeiten hinaus.
Johann Wolfgang von Goethe
Mittwoch, 31. Januar 2007
Warum mag man ...
Warum mag einer Hunde? Weil sie so treu sein können? Warum mag einer Katzen? Weil sie so niedlich aussehen. Warum mag man Pferde? Weil man mit ihnen "Hoch zu Ross" durch die Landschaft reiten kann?
Und so findet man sicherlich mehr oder weniger für jeden Vertreter der Tierwelt einen Grund oder auch mehrere für eine tolle Partnerschaft.
Ja, und warum mag man Fische? Vielleicht wegen der Farben?, Wegen der eleganten Art, sich im Wasser zu bewegen? Wegen der Vielfalt der kleinen und großen Schwimmer?
Nein, die Auskunft gab gestern ein Fisch-Fan vor einem zoologischen Laden:
"Sie geben keine Widerworte!"
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Leben heißt, langsam geboren werden. Es wäre allzu bequem, fixfertige Seelen auszuleihen.
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944)
Dienstag, 30. Januar 2007
Warum der Hund "HUND" heißt
"Warum der Hund "HUND" heißt ..."
(aus dem Englischen, gefunden bei Ocean, da konnte ich nicht widerstehen ;-))Â
"Nachdem Gott die Erde und den Himmel, die Blumen und Bäume erschaffen hatte, erschuf er noch alle Tiere, alle Vögel und die Bienen. Und als seine Arbeit getan war, war nicht eins genau wie das andere.
Dann sagte Gott: "Ich werde nun über meine Erde wandeln und jedem Ding einen Namen geben." Und so überquerte er das Land und das Meer und überall, wohin er ging, folgte ihm bis zur Erschöpfung ein kleines Tier.
Als alles auf der Erde, im Himmel und im Meer benannt war, sagte das kleine Tier: "Lieber Gott, jetzt ist kein einziger Name für mich übrig geblieben."
Gott lächelte und sagte sanft: "Ich habe dich bis zum Schluss aufgehoben. Ich drehe meinen eigenen Namen (GOD) von hinten nach vorne und nenne dich DOG, mein Freund!"

So schlammig sehen bei uns zur Zeit die Wiesen aus, da macht es auch Xmas wenig Freude, im Wald zu laufen. Und bei dem miesen Wetter kann man auch keinen "göttlichen" Eindruck machen.
Trendsetter
Ihr kennt das ja..., die Waage schlägt aus, der Hosenbund kneift. Wer jetzt noch Geld für ein Fitnessstudio ausgibt, hat selbst dran schuld. "Putz dich fit und schlank", so heißt der neue Trend. Für 15 Minuten Staubsaugen veranschlagen Experten 46 Kilokalorien, 30-minütiges Fensterputzen schlägt mit kanpp 100 Kilokalorien zu Buche. Das ist ein Fünftel einer Schokolade. Bügeln heißt "Balanceübung Flamingo" und schult das Gleichgewicht. Türenwischen bringt Arm-, Bein und Pomuskeln in Form. Das klingt doch richtig gut und verlockend. Sportdress an und dann den Feudel wirbeln!
Die Sache hat nur einen Haken: meine Frau hat keine Figurprobleme bei unter 50 kg, da gibt es nix zu motivieren; ja und ich? Ich glaube, ich will gar kein Trendsetter sein. Man muss ja nicht allen neumodischen Unsinn mitmachen, oder?
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Der Blick des Verstandes fängt an scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.
Plato, (427 - 348 od. 347 v. Chr.)
Montag, 29. Januar 2007
Unterm weißen Baume sitzend ...
Unterm weißen Baume sitzend
Unterm weißen Baume sitzend,
Hörst du fern die Winde schrillen,
Siehst, wie oben stumme Wolken
Sich in Nebeldecken hüllen;
Siehst, wie unten ausgestorben
Wald und Flur, wie kahl geschoren;
Um dich Winter, in dir Winter,
Und dein Herz ist eingefroren.
Plötzlich fallen auf dich nieder
Weiße Flocken, und verdrossen
Meinst du schon, mit Schneegestöber
Hab der Baum dich übergossen.
Doch es ist kein Schneegestöber,
Merkst es bald mit freudgem Schrecken;
Duftge Frühlingsblüten sind es,
Die dich necken und bedecken.
Welch ein schauersüßer Zauber!
Winter wandelt sich in Maie,
Schnee verwandelt sich in Blüten,
Und dein Herz es liebt aufs neue.
Heinrich Heine (1797-1856)

Ein Wort, das von Herzen kommt, macht dich drei Winter warm.
(aus China)
Ich wünsche Euch von Herzen einen richtig schönen Wochenanfang. Macht's gut!






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