Mittwoch, 23. Dezember 2009
Weihnachtsferien
Heute hatte ich einen kurzen Arbeitstag, und es gab in NRW zunächst einmal die Weihnachtsferien. Zeit für das Weihnachtsfest, zur Erholung und Einstimmung auf das neue Jahr. Das Winterwetter hat sich etwas gewandelt. Es schneit nicht mehr, und der Matsch ist gefroren. Auf manchen Gehsteigen, Treppen und auch Nebenstraßen sind die Wege bisweilen recht glatt. Vorsicht ist also immer noch geboten. Auch der Nahverkehr der Bahnen und Busse hat drunter zu leiden. So berichtete ein Kollege, dass er bei der vorweihnachtlichen Winterlandschaft beobachtet hat, dass der Bus- und Bahnverkehr zunächst fahrplanmäßig verlief, und er deshalb den Entschluss gefasst hatte, auf das Angebot des örtlichen Nahverkehrs zurückzugreifen. Er begab sich foglich zu der nächsten Haltestelle und musste dort die Erfahrung machen, dass ausgerechnet jetzt die Fahrpläne offensichtlich zusammenbrachen. Dies aber auch nur in seiner Fahrtrichtung, in die andere verlief alles normal. Nachdem er bibbernd in der Kälte ausgeharrt hatte und die Gliedmaßen schon ziemlich eingefroren waren, faßte er den Entschluss, seinen Weg zu Fuß fortzusetzen. Und in dem Moment, wo er sich von der Haltestelle schon ein paar hundert Meter entfernt hatte, ja da kam dann der verspätete Bus. Aber ein Zurückkehren war nun ebenso ausgeschlossen, zu weit hatte man sich von der Haltestelle entfernt. Dieses Rätsel des Alltags kann sicherlich nur durch Murphy's Gesetz erklärt werden ...smile
Unser Weihnachtszug dagegen ist immer pünktlich. Kommt gut in den Tag.
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Schöpfer, deine Herrlichkeit leuchtet auch zur Winterzeit in der wolkenlosen Luft, in dem Schnee, im Reif und Duft.
Johann Kaspar Lavater (1741-1801), Theologe
Freitag, 27. November 2009
Winterapfel
Neulich sah ich in einem Nachbargarten einen Apfelbaum. Die Blätter hat der Herbstwind längst verweht, aber die roten Äpfel daran schmückten ihn wunderbar. Ich habe mich gefragt: Warum hat der Besitzer sie nicht längst abgepflückt? Braucht er sie noch für Bratäpfel zur Weihnachtszeit oder gar als Christbaumschmuck oder als frischen Vitaminstoß im Winter? Getreu dem Motto: An apple a day keeps the doctor away..Wie auch immer, wenn ich ihn treffe, werde ich ihn danach fragen, um das Rätsel aufzulösen. Fotografisch jedenfalls ein Leckerbissen;-)
In einem kleinen Apfel
In eine kleinen Apfel
da sieht es niedlich aus;
es sind darin fünf Stübchen ,
grad wie in einem Haus.
In jedem Stübchen wohnen
zwei Kernchen, braun und klein;
die liegen drin und träumen
vom lieben Sonnenschein.
Sie träumen auch noch weiter
gar einen schönen Traum,
wie sie einst werden hängen
am lieben Weihnachtsbaum.
(Volksgut)
Kommt gut ins erste Adventwochenende!
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Silbern
Wie mit den Lebenszeiten,
so ist es auch mit den Tagen.
Keiner ist ganz schön,
und jeder hat, wo nicht seine Plage,
doch seine Unvollkommenheit,
aber rechne sie zusammen,
so kommt eine Summe
Freude und Leben heraus.
Friedrich Hölderlin (1770-1843)

Warm allein reicht nicht. Wegen des andauerden Regens verdient dieser Monat nur den Titel "Silberner Oktober". Vielleicht ist auch das noch übertrieben, denn es ist kein Silberstreif am Horizont zu erkennen, der hoffen lässt, dass der Monat noch "Golden" werden kann. Gerade geht ein starkes Gewitter über Buer nieder.
Montag, 5. Oktober 2009
Weltlehrertag
Stellt Euch vor, da ist doch heute tatsächlich Weltlehrertag. und ich habe das gar nicht gemerkt. Kein unterrichtsfrei, kein Feiertag, keine Boni, nichts - einfach nichts, was mich diesen Tag bewundern ließe. "Seit 1994 wird am 5. Oktober der Weltlehrertag begangen. Gelegenheit, auf die oft schwierigen Arbeits- und Lebensumstände von Lehrern weltweit hinzuweisen, aber auch, um ihnen "Danke" zu sagen für die wichtige Arbeit, die sie jeden Tag leisten." so eine kurze Notiz auf der Website der GEW. Einen Dank für meinen Unterricht habe ich heute auch nicht ausmachen können. Dabei wollen sich die Experten an diesem Tag darüber unterhalte, was getan werden muss, damit viel junge Leute einmal Lehrer werden wollen. Aber, soll ich wirklich einem jungen Menschen dazu raten? Der Weltlehrertag wird seit 1994 jährlich am 5. Oktober begangen, im Gedenken an die "Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer", die 1964 von der UNESCO und der Internationalen Arbeitsorganisation angenommen wurde. Die neue Woche begann mit regnerischem Wetter und Temperaturen im einstelligen Bereich.
Viel beschwingter ging mein Freund in die neue Woche. Der war übers Wochenende in München auf dem Oktoberfest. 5,7 Millionen Besucher, 6,5 Millionen Maß Bier, 800 Millionen Euro Umsatz. Das sind beeindruckende Zahlen. Das Fundbüro freute sich über Rollstühle, Armprothesen, Hörgeräte, Krücken. Ein Besucher soll sogar nach einem verlorenen Diamanten nachgefragt haben. Ich bin mir sicher, dass er damit nicht seine Frau meinte. Denn auf den Wiesn gilt das Motto: "Happiness is like the first day of Oktoberfest and the last day of being married." Bei dem genialen Wetter konnte mein Freund nur feststellen: "Mei, hom mira Gaudi."
Euch eine beschwingte Woche mit guter Laune. Meine wird sich zum Wochenende hin zusehends steigern, denn dann gibt es in NRW die Herbstferien.
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Wenn du erkennst, dass es dir an nichts fehlt, gehört dir die ganze Welt.
Laotse (6. Jahrhundert v. Chr.) chinesischer Philosoph
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Oktoberanfang
So ungemütlich habe ich mir den ersten Oktobertag nun doch nicht vorgestellt. Regen, Sturm und zur Abwechslung nochmals dicke Regenschauer. Das geht mir aufs Gemüt, und dann möchte man doch glatt den Tag im kuscheligen Bett verbringen. Vielleicht hilft ja ein kleines Herbstgedicht, die trüben Gedanken und die dunklen Wolken zu vertreiben. Allen einen angenehmen und netten Oktobertag.
Herbst-Gefühl
Müder Glanz der Sonne!
Blasses Himmelblau!
Von verklungner Wonne
Träumet still die Au.
An der letzten Rose
Löset lebenssatt
Sich das letzte lose,
Bleiche Blumenblatt!
Goldenes Entfärben
Schleicht sich durch den Hain!
Auch Vergehn'n und Sterben
Däucht mir süß zu sein.
Karl von Gerok (1815-1890)
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Es gibt eine Stille des Herbstes bis in die Farben hinein.
Hugo von Hofmannsthal (1874-1929), österreichischer Lyriker

Freitag, 26. Juni 2009
Jackson & Nächstenliebe
Sicherlich hat der unverhoffte Tod von US-Popstar Michael Jackson bei seinen Fans tiefe Betroffenheit ausgelöst. Richtig ist auch, dass er ein Stück Musikgeschichte geschrieben hat. Richtig ist sicherlich auch, dass er mit seinen Skandalen, Eskapaden und Exzessen wahrscheinlich nicht unwesentlich zu seinem frühen Tod beigetragen hat. Das haben auch schon andere begnadete Musikgrößen vor ihm erfahren müssen. Denken wir an Elvis, an Freddie Mercury, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Dass ich deshalb in ein tiefes Loch falle oder den ganzen Tag seine Musik spiele, wie es fast alle Radiosender tun, nein, das tue ich mir nicht an. Ich erinnere mich wohl gerne an sein Konzert im Juni 1997 im Parkstadion von Gelsenkirchen. Tolle Atmosphäre, gute Musik, tolle Performance. Nette Erinnerungen, aber eine Telefonseelsorge brauche ich nicht.
Eine interessante Art von Nächstenliebe brachte eine japanische Sekte zum Scheitern. Die "Gesellschaft für kosmische Wahrheit" wollte ihre Einnahmen aus dem Betrieb von Stundenhotels als gemeinnützige Spenden von der Steuer absetzen, so berichtete die japanische Zeitung "Asahi Shimbun". Die Gruppe, die durch Liebeshotels Einnahmen von ca. 1,4 Milliarden Yen (ca 10 Millionen Euro) Steuervergünstigungen erschleichen wollte, wurde zu einer Strafe von 300 Millionen Yen verurteilt. Die Sekte beteuerte, das Geld sei für benachteiligte Kinder ausgeben worden, was aber nicht wesentlich zur Wahrheitsfindung auch nicht zur kosmischen beitrug.
Kommt gut ins Wochenende. In GE ist es momentan sommerlich warm bis schwül. Morgen könnte es Gewitter geben.
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So wenig Wahrheit es auf der Welt auch gibt, das Angebot übersteigt die Nachfrage noch bei weitem.
Josh Billings (1818 - 1885) amerikanischer Humorist
Dienstag, 9. Juni 2009
Freie Tage
Nun kommen bald wieder freie Tage durch den Feiertag und Brückentag, und man fragt sich: Was tun an diesen freien Tagen?
Meinen schulischen Pflichten, was die Zeugnisnoten angeht, bin ich vorrausschauend nachgekommen. Ich habe fertig, alles abgeben und eingetragen.
Der Wohnungsumbau und die Aufräumarbeiten werden unsererseits sicherlich am Mittwochabend abgeschlossen sein. (Gott sei Dank, ich kann das ganze Zeug nicht mehr sehn). Was in der elterlichen Wohnung, Keller und Garage so gesammelt und aufbewahrt wurde - unglaublich. Die Fahrten zur Kippe habe ich nicht mehr gezählt. Nun brennt Licht am Ende des Tunnels.
Ja, das bringt uns dann wieder zurück zu der obigen Frage. Sich in irgendeinen Stau stellen, Fahrradfahren (ich weiß gar nicht mehr, wann ich zum letzten Mal so ein Gerät genutzt habe), gar nichts tun, vor sich hingähnen, keine Mails mehr checken und aus dem PC den Stecker ziehen? Ihr merkt, man kann phantasielos werden angesichts der freien Tage. Man kann auch etwas ganz Verruchtes tun und in Wohngebieten spazierengehen und in fremde Fenster schauen und die Leute beobachten, was die so an diesen Tagen treiben ...smile.
Nein, wir haben uns spontan für ein Verwöhnwochende entschieden. Die letzte Zeit hat viel Nerven gekostet und auch nicht immer viel Freude bereitet. Also geht es zum "Auftanken" für ein paar Tage in das Romantikhotel Platte in der Nähe von Attendorn im Sauerland. Fahrtzeit von GE ca. eine Stunde. Danach gibt es Entspannung und Wellness pur, vielleicht auch ein bisschen Golf auf dem Platz der direkt gegenüber der Hotelanlage liegt. Wir freuen uns darauf!
Wie auch immer Eure Planungen aussehen, macht das Beste daraus.
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Die das Dunkel nicht fühlen, werden sich nie nach dem Lichte umsehen.
Henry Thomas Buckle, (1821 - 1862)







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