Donnerstag, 2. November 2006
Schlankmacher Grapefruit

US- Wissenschaftler fanden in Studien heraus: ein halbes Glas Grapefruitsaft, am besten frisch gepresst, vor jeder Mahlzeit lässt die Pfunde purzeln. Der Grund: die in Grapfruit enthaltenen Bio-Stoffe beschleunigen im Körper den Zuckerstoffwechsel. Der mit der Nahrung aufgenommene Zucker wird dadurch ruckzuck verarbeitet und kann nicht vollständig in Körperfette - als Energiespeicher - umgewandelt werden.
Na, dann werden wir uns mal schnell ein Körbchen Grapefruits holen bevor die Weihnachtsschlemmerei los geht. Als Zugabe winken noch reichlich Vitamine *zwinker*
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Weise ist, wer im Sparen genießt und im Genuss spart.
Horaz (65-8 v. Chr.) röm. Dichter
Mittwoch, 1. November 2006
Vom Schall verschluckt
Das Wetter draußen macht dem November alle Ehre. Sturm, Sonne- und Regenmix. Ich beneide die nicht geübten Friedhofsbesucher heute nicht, wenn sie durch die schlammigen Wege spazieren müssen. Bei mir, als fast ständigem Friedhofsbesucher, sieht das natürlich anders aus. Ich weiß, was mich erwartet und bin hinsichtlich der Kleidung und dem Schuhwerk entsprechend vorbereitet. Den geneigten Lesern muss ich aber auch erklären, dass der Buersche Friedhof recht groß und parkähnlich angelegt ist und unmittelbar an den Westerholter Wald und den Buerschen Stadtwald grenzt. Ein ideales Gebiet für ausgiebige Spaziergänge für Xmas und mich.
Heute haben wir in NRW Allerheiligen, ein gesetzlicher Feiertag, an dem der Verstorbenen gedacht wird.
Die Engel
Seit mein Engel nicht mehr bewacht,
kann er frei seine Flügel entfalten
und die Stille der Sterne druchspalten, -
denn er muss meiner einsamen Nacht
nicht mehr ängstlich Hände halten -
seit mich mein Engel nicht mehr bewacht.
Rainer Maria Rilke 1875 - 1926
Â
Aus: Frühe Gedichte (Engellieder)

Aber eigentlich wollte ich von etwas ganz Anderem erzählen ...
Oft träume ich morgens am Frühstückstisch noch ein wenig vor mich hin. Heute Morgen hat mich Brigitte allerdings unsanft mit einem lauten Knall -Booom - aus dieser Ruhephase geweckt. Da fiel mir doch glatt der Eierlöffel aus der Hand.
Dabei war ich eigentlich gar nicht gemeint. Mit dem lauten Klatschen sollte lediglich eine Fruchtfliege erlegt werden. Das kleine Tierchen wurde dabei leider nicht getroffen. Trotzdem war sie nach dem Knall spurlos verschwunden. Wahrscheinlich wurde der Winzling vom Schall verschluckt. Dinge gibt's?!
Euch allen noch einen besinnlichen Feiertag. Macht's gut!
Stürzende Linien
Die Fotografen unter uns kennen das Problem. Man fotografiert ein Gebäude und stellt dann fest, das sich das Gebäude auf dem Bild nach oben verjüngt. Gegen dieses Phänomen der stürzenden Linien kann man zunächst auch nichts machen. Je dichter man an dem Objekt steht, um so deutlicher treten sie auf. Es gibt teure Shiftobjektive, mit deren Hilfe man den Fehler schon bei der Aufnahme ausbügeln kann, oder auch Bildbearbeitungsprogramme, wo man nachträglich am Computer die Perspektive korrigieren und entzerren kann. Meist ist die Bearbeitung sehr zeitintensiv und mit größerem Aufwand verbunden. Verlangt auch entsprechende Vorkenntnisse.
Es gibt jedoch Hilfe, das auch noch kostenlos! Wovon ich spreche? Es ist das geniale Freeware-Tool ShiftN von Markus Hebel, das er auf seiner Seite kostenlos zum Download anbietet. ShiftN erkennt und korrigiert stürzende Linien automatisch, zuverlässig und sehr effizient. Senkrechte Linien werden wieder gerade. Die Sprache in diesem Programm kann von Englisch auf Deutsch umgestellt werden. Cleveres und hervorragendes Programm.
Dienstag, 31. Oktober 2006
Gedenktage spenden Seelen Trost
Die Protestanten in aller Welt begehen den Reformationstag am 31.Oktober in Erinnerung an den 31. Oktober 1517. An diesem Tag veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Missbrauch des Ablasswesens und die Glaubensentfremdung der katholischen Kirche. [Thesenanschlag an die Kirche von Wittenberg]. Deshalb ist in Sachsen auch heute ein Feiertag.
Die direkt aufeinanderfolgenden katholischen Feiertage Allerheiligen und Allerseelen stehen immer am Beginn des Trauermonats November. An beiden Tage wird der Verstorbenen gedacht.
Aus diesem Anlass besucht man die Gräber von Angehörigen und stellt darauf brennende Lichter oder Fackeln auf. Allerheiligen ist gesetzlicher Feiertag in NRW. Dieses Fest der Heiligen und des neuen Lebens, in das sie nach den Glaubensgrundsätzen eingegangen sind, wird bereits seit dem neunten Jahrhundert begangen. Es ging aus Gedächtnistagen für christliche Märtyrer hervor.
Aus dem Jahr 1578 datiert eine Aufzeichnung des Kölner Ratsherrn Hermann von Weinsberg, dass man am Allerheiligentage in einer kirchlichen Feier der verstorbenen Eltern gedenke, das Grab mit Lichtern schmücke und sich abends in der Familie zum Gedächtnismahl zusammenfinde.
Der Allerseelentag geht auf den Abt Odilo von Cluny zurück, der im Jahr 998 den 2. November für die ihm unterstehenden Klöster als Tag festlichen Gedenkens an alle Gläubigen festsetzte. Der neue Festtag verbreitete sich rasch im Abendland.
An die einst vielfältigen Bräuche "zum Trost der armen Seelen" erinnert das "Allerseelensingen" der Junggesellen in einigen Orten in der Eifel. Es geht auf die Vorstellung zurück, dass die Lebenden durch Werke der Nächstenliebe die Leidenszeit der armen Seelen im Fegefeuer abkürzen könnten. Dazu gehörten Almosen an Arme und Bedürftige, Patengeschenke oder sonstige Gaben an Kinder. Früher schenkte man Bettlern am Allerseelentag reichlich Brot für die Wintermonate, etwa in Form des "Seelzopfes" oder der "Seelbrezel".
In süddeutschen und österreichischen Landstrichen wurden Kinder mit Gebäck beschenkt. Für den "Seelwecken" bedankte sich das Kind mit der Formel "Vergelts Gott für die armen Seelen". In manchen Gegenden zogen die Kinder von Hof zu Hof, um Sprüche aufzusagen und Krapfen, Allerseelenbrote oder Allerheiligenstriezel einzuheimsen.
Zugegeben, davon ist heutzutage nur noch wenig zu spüren. Statt dessen feiert man lieber ausgelassen Halloween, von dessen Ursprung auch nur wenige wissen und fragt man sie, was denn dies bedeute, so erhält man bei dröhnender Discomusik Antworten wie: "Ja, ich glaube das hat was mit Jesus zu tun, wurde der da nicht geboren?" Nein! Ehrlich nicht! ...aber ich werde darüber nachdenken ...

Ein Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
Montag, 30. Oktober 2006
HERBST
HERBST
Schon ins Land der Pyramiden
Flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.
Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün
Und die süßen Sommertage
Ach, sie sind dahin, dahin!
Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.
Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.
Und es leuchten Wald und Heide,
Daß man sicher glauben mag,
Hinter allem Winterleide
Lieg‘ ein ferner Frühlingstag.
Theodor Storm

Euch allen einen guten Wochenstart, den "Brückenurlaubern" eine schöne Zeit und den Kranken baldige Genesung. Haltet Euch tapfer.
Sonntag, 29. Oktober 2006
Herbst in Gelsenkirchen
Bei dem regnerischen Wetter dachte ich mir, nee, am Sonntag möchte ich mir noch ein bisschen vom "Goldenen Oktober" bewahren. Am Freitagnachmittag war ich mit meiner kleinen "Freundin" Xmas im laubraschelnden Park unterwegs, und möchte Euch nun einmal zeigen wie schön auch der Herbst hier in GE mitten im Ruhrpott sein kann.

Diese große Parkwiese lädt ja förmlich zum Spielen ein ...

Xmas hat die Farben des Herbstes ;-) und wittert schon ein Leckerchen ...

... und dann gibt es kein Halten mehr, da fliegen die Ohren.

Um diesen schönen Nachmittag noch ein bisschen länger vor mir zu sehen, habe ich mir dieses Bild als Desktop eingerichtet.

...und so klingt dann ein wunderschöner Herbsttag aus.

Abendstimmung am Berger See.
Euch allen wünsche ich einen friedlichen Sonntag und vergesst nicht, Eure Uhren umzustellen ;-)
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Das bunte Herbstlaub! Es dichtet wohl? Aufgespeicherte Sonne. Darunter Stimmenrausch des Abschieds.
Peter Hille (1854 - 1904)
Samstag, 28. Oktober 2006
Schluss mit der Sommerzeit
Man mag es kaum glauben, dass an diesem Wochenende die Sommerzeit zu Ende geht. An Rhein und Ruhr herrschen an Seen und Flüssen dank der goldenen Oktobertemperaturen mediterrane Verhältnisse. Der Mensch genießt die Sonne, und die Kreatur kommt nicht in den Winterschlaf. Jeder Tag, der so bleibt ist ein Glücksfall. Die Straßencafés haben Hochbetrieb. Die gefühlten Sommer-Sonnentage erfahren morgen durch die Zeitumstellung auch ein jähes, amtliches Ende.
Aber dann taucht ein immer währendes Problem auf. Uhren vor- oder zurückstellen? Ein Problem, das sowohl bei Frauen und Männern auftaucht, das muss auch mal gesagt werden.
"Natürlich vor, wir bekommen doch eine Stunde dazu..." klingt's zunächst bis jemand mit großer Überzeugungskraft genau das Gegenteil behauptet, und alle sind wieder verunsichert. Dann nämlich entwickelt die Diskussion eine Eigendynamik.
"In der Sommerzeit ist es morgens immer heller, das kann man sich doch leicht merken, da steht man doch früher auf". "Ja, aber warum soll ich im Winter eher aufstehen, wenn es doch hell ist"? "Falsch, die Uhr wird zurückgestellt, damit es morgens wieder hell ist, wenn wir aufstehen". "Na klar, und weil wir eine Stunde dazu bekommen wird es auch abends später dunkel". "Nein, eher dunkel, weil es ja morgens eher hell ist".
Ihr merkt schon wie verwirrend sich das Ganze darstellen kann.
Nur um ganz sicher zu gehen: Die Zeitumstellung von Sommer- auf Winterzeit ist am Sonntag 29. Oktober 2006, um 03:00 Uhr MESZ. Die Uhren werden dann um eine Stunde zurück gestellt, die Nacht ist also 1 Stunde länger.
Dann aber beginnt das Hasten mit dem Uhrenumstellen. Akribisch arbeiten wir uns vor: erst die Armbanduhr, dann die Küchenuhr, der Wecker ist ganz wichtig, ja und dann haben wir auch schnell die anderen Uhren vergessen. Für eine gewisse Zeit leben wir in Parallelzeiten. Die Autouhr fährt noch auf Sommerzeit, die am Recorder und auf dem Handy hat man auch schnell vergessen und die am Herd und an der Mikrowelle sowieso. Wohl dem, der nun eine Funkuhr sein Eigen nennen darf oder im Garten über eine Sonnenuhr verfügt …lach.
Und in einem halben Jahr, da geht das Rennen wieder von vorne los, und manch Glücklicher hat die Sommerzeit über den Winter gerettet und liegt dann wieder goldrichtig.
Euch allen ein schönes Wochenende mit "Herbst verkehrt" und einer gelungenen Zeitumstellung.
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Geh mit der Zeit, aber komm von Zeit zu Zeit zurück!
Altirischer Segenswunsch






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