Freitag, 5. Oktober 2007
Tag des Lehrers
Heute ist "Internationaler Tag des Lehrers". Dieser wurde übrigens durch die UNESCO 1994 eingeführt - im englischsprachigen Raum firmiert er unter "World Teacher's Day ". Der internationale Tag des Lehrers soll das Engagement von Lehrerinnen und Lehrern honorieren und die Bedeutung von Bildung in die Öffentlichkeit rücken. Und so stapeln sich die Pressemitteilungen rund um den Lehrerberuf - zwischen platten Statements und statistischem Zahlenmaterial ist alles zu haben.
Das Zahlenmaterial hat das Statistisches Bundesamt (DESTATIS) [hier] aufgearbeitet. Demnach gibt es 792.000 Lehrer, davon 40% Teilzeit (steigend), 65% Frauen. Lehrer werden immer älter, der Durchschnitt liegt bei 48,1 Jahren.
Unbestritten ist, dass der Beruf "Lehrer" anspruchsvoller geworden ist, Lehrer immer mehr gesellschaftliche oder familiäre Probleme auffangen sollen und damit die Anforderungen steigen. Inwieweit die Verbesseung der Reputation des Lehrerberufs dazu beiträgt gute Lernerfolge mit dem Renommee des Berufsbildes zu erzielen wie es eine "Analyse" des saarländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft macht, darf bezweifelt werden, obwohl ganz nett. "Mit Kritik an den Lehrern sei man zwar schnell bei der Hand, aber keiner wolle beruflich mit ihnen tauschen. Diese Erkenntnis zeige, wie schwierig es geworden ist, Lehrer zu sein." so der saarländische Kultusminister Jürgen Schreier. Er rief deshalb zu mehr Verständnis für diesen schwierigen Beruf des Lehrers und Erziehers auf. Nicht an allem seien nämlich die Lehrer schuld.
Nein gewiss nicht! Die meisten Lehrer sind sehr eifrig und engagiert und man darf die Ferienzeit nicht mit Urlaub gleichsetzten. In der so genannten unterrichtsfreien Zeit müssen Schulstunden vorbereitet, Klassenarbeiten korrigiert und diverse Konferenzen abgehalten werden. An unserem Berufskolleg ist die letzte Ferienwoche der Sommerferien auschließlich für die Vorbereitung des neuen Schuljahres angesetzt. Ich korrigiere auch keine Arbeiten in der Toscana, sondern bilde mich auf eigene Kosten fort und vertrete u.A. in den Ferien auch die Schulleitung. Im Übrigen haben wir tariflich die gleichen Urlaubstage wie die übrigen Beamten. Nur die können sie frei wählen und geschickt legen;-))
Was sich allerdings Pädagogen von durchgeknallten, besserwisserischen und desinteressierten Eltern alles bieten lassen müssen, ist schon sensationell. Die Lehrerschaft erfährt kaum Respekt, weder von den Eltern und so gut wie gar nicht von Schülern mit Migrationshintergrund. Betrifft besonders Lehrerinnen.
Ja, es gibt sie wirklich, die Spezies, die sich trotz aller Widrigkeiten um ihre Schüler bemüht, aber gegenüber Bildungspolitik und bekannten Vorurteilen machtlos ist.
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Wenn wir frei von Fehlern wären, würde es uns nicht so viel Vergnügen bereiten, sie an anderen festzustellen.
Horaz, römischer Dichter
Karpfensaison in Deutschbaselitz
Am Tag der "Deutschen Einheit" fuhren wir hinaus zum Großteich Deutschbaselitz, um dort die Eröffnung der sächsischen Karpfensaison 2007 zu verfolgen.
Im Jahr 2007 bildeten etwa 8.400 ha Karpfenteichfläche die Grundlage der binnenfischereilichen Produktion. Die Erzeugung der Speisekarpfen erfolgt auf der Grundlage der im Gewässer vorhandenen Naturnahrung und der Zufütterung von Getreide. Der Karpfen ist somit ein ernährungsphysiologisch hochwertiges und delikates Naturprodukt. Als Nebenfische werden in den Karpfenteichen Schleien, Hechte, Zander und Welse produziert. Die Abfischung der Teiche erfolgt in der Regel im Herbst. Danach kommen die Fische in die Hälterung bis sie vermarktet werden.
Woher ich das alles weiß? Natürlich aus den Pressemitteilungen des Sächsischen Landesfischereiverbandes e.V.. Während ich kurz nach unserer Ankunft am Großteich meine Kamera "schussbereit" machte, kam eine freundliche Dame auf mich zu und drückte mir eine Pressemappe in die Hand mit den Worten: "Sie sind sicherlich auch von der Presse." 'Kameras machen Leute', dachte ich. Kaum hat man ein Teleobjektiv angeschraubt, schon verwandelt man sich in einen Fotojournalisten. Aber mir sollte es recht sein, denn so waren mir gute Plätze und freundliches Posen gesichert. Das war auch schon wichtig, denn das Event hatte jahrmarktähnlichen Charakter, und jedermann, ob Groß, ob Klein, wollte die Fische sehen.

Karpfenfischer beim Einziehen der Netze

Die 11. sächsische Karpfenkönigin päsentiert den ersten Fang

Neue und alte Königin präsentieren sich am Großteich in Deutschbaslitz

Derweil wird der Fang in Wannen verladen ...

... und zum Verkauf angeboten.
Zum gemeinsamen Mittagessen gab es dann Fischgenuss aus Sachsen -Karpfen blau- zubereitet von Mari persönlich.
Morgen erzähle ich Euch dann ein paar Geschichten und Legenden rund um den Karpfen.
Zum Abschluss noch ein Karpfenrezept ...
Gegrillte Karpfenfilets mit Honig-Soja-Marinade
Zutaten für 4 Personen:
8 kleinere Karpfenfilets ohne Haut à ca. 100-120 g, gemischte Blattsalate, Saft einer Zitrone, 4 EL flüssiger Honig, 6 EL helle Sojasauce, Salz, Pfeffer aus der Mühle
...und so wird's gemacht:
Fischfilets waschen, trocken tupfen, mit Zitronensaft beträufeln und mit Salz und Pfeffer würzen.
Honig mit Sojasauce verrühren und die Fischfilets damit einstreichen. Auf ein geöltes Grillrost legen und auf dem nicht zu heißen Grill je Seite ca. 3-4 Minuten grillen.
Zum Schluss nochmals mit der Soja-Honig-Marinade einstreichen. Auf Blattsalate anrichten und servieren.
Kommt gut ins Wochenende, da soll sich ja der goldene Oktober einstellen und entsprechende Fotomotive bieten.






Kommentare
Do, 20.11.2008 17:10
Hallo Lucki, Danke für die Aufk [...]
Do, 20.11.2008 14:05
Lieber Lucki, man sieht auf d en B [...]
Do, 20.11.2008 12:28
:) einen tollen und ausführlic hen [...]
Mi, 19.11.2008 16:45
Hallo Profffffessore, ward Ih r sc [...]
Mi, 19.11.2008 12:15
:) ein guter Rat .. das mit de m Se [...]