Donnerstag, 9. August 2007
Mondnacht
Mondnacht
Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküßt,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müßt.
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Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Joseph Freiherr von Eichendorff, (1788-1857)

Das Bild habe ich Ende Juli am Ostseestrand von Kellenhusen aufgenommen. Als ich schon das Motiv sah, habe ich gleich an das Gedicht von Eichendorff gedacht. Eine Besprechung dieses Gedichtes findet Ihr [hier]. Zum Wetter möchte ich nur anmerken, es schüttet wie aus Eimern.
Mittwoch, 8. August 2007
572. Cranger Kirmes
Die Cranger Kirmes ist wohl das älteste Volksfest Deutschlands. Als aber um 1441 in unmittelbarere Nähe zum Haus Crange die erste "Kirmes" stattfand, war es ein Pferdemarkt und kein Volksfest.
Pferde werden heutzutage nicht mehr verkauft. Erst recht keine Grubenpferde mehr. In dieser Woche findet die 572. Veranstaltung der Cranger Krimes statt. Natürlich mit allem, was zu einer großen Kirmes dazugehöhrt: Eröffnungfeuerwerk, Familientag, Abschlußfeuerwerk. Sie ist das größte Volksfest in Nordrhein-Westfalen. 1985 wurde das noch heute von eingefleischten Wanne-Eickelern benutzte Kirmesmotto "Piel op no Crange" ("Auf nach Crange!") erfunden. Knapp 500 Schausteller erwarten mit ihren Fahrgeschäften und kulinarischen Angebote 4 Millionen Gäste an den 10 Kirmestagen.
Noch bis zum 12. August werden die Besucher mit Gaumen- und Nervenkitzel vom Feinsten verwöhnen. Ganz besondere Highlights setzen auch in diesem Jahr wieder die Fahrgeschäfte; speziell die Neuheiten auf dem Kirmesplatz sorgen für viel Aufsehen. Über allen anderen Karussells und Imbissbuden thront in diesem Jahr das riesige Kettenkarussell "Star Flyer", ein Ungetüm von rund 40 Metern Höhe. Der "Flyer" widerlegt eindrucksvoll das Vorurteil, Kettenkarussells seien Kinderkram. Doch auch die alten traditionellen Fahrgeschäfte wie der Auto-Scooter, das Kinderkarussell, die Geisterbahn oder Kirmesbuden wie die Lospaläste oder die Boxbude kommen voll zum Zuge. Die Cranger Kirmes bietet also auch in diesem Jahr wieder großen Spaß für Groß und Klein. Wenn das Vergnügen bloß nicht so teuer wäre. Eine Fahrt mit einem großen Karussell kostet im Schnitt vier Euro, die Bratwurst zu drei Euro, gebrannte Mandeln, Cola und Bier - da hat eine dreiköpfige Familie schnell 50 bis 60 Euro ausgegeben. Heute Abend tritt im Bayernzelt der "König von Mallorca" Jürgen Drews auf, um dort für Stimmung und Umsatz zu sorgen. Muss ich mir nicht antun ..smile

Dienstag, 7. August 2007
Entspannung
Monotoner, senkrecht fallender Sommerregen kann die Nerven beruhigen, wenn man nicht gerade an einer Ampel steht und von einem vorrüberfahrenden Auto seitlich eine Dusche bekommt (so heute mir passiert ...lach).
Die innere Ruhe finden, mit sich selbst im Einklang sein - das alles soll Meditation bewirken. Dazu muss man weder dem Buddhismus angehören noch stundenlange mörderische Yogafiguren nachahmen. Die Kobra, den Kranich - wozu das alles, wenn man daheim ein Bügelbrett besitzt.
Kein Scherz - "...diese meditativen Bewegungen beruhigen ungemein und sorgen für eine ausgeglichene Lebenseinstellung", so lernte ich heute von einem männlichen Kollegen während einer Kaffeepause. Man könne dabei sogar meditative Musik oder eine CD mit Meeresrauschen hören. Jetzt muss jeder für sich entscheiden, ob er lieber zur Yogamatte oder zum Bügeleisen greift. Wozu also den Jakobsweg gehen, wenn man die selben positiven Wirkungen durch gleichmäßige Bügelbewegungen erzielen kann und ganz nebenbei auch noch schöne, glatte Wäsche bekommt.
Nun frage ich mich, was ich denn machen soll? Bügeln kann ich nicht, Yoga oder andere akrobatische Übungen wie im Foto beherrsche ich auch nicht. Also bleibt mir nur dieser senkrecht fallende Sommerregen, wobei ich zukünftig aufpassen müsste, mich nicht zu dicht an den Fahrbahnrand zu stellen ...smile.
Euch noch einen entspannten bzw. entspannenden Tag ....
Montag, 6. August 2007
Busy Day
Der Schulanfang war schon ein geschäftiger Tag. Nicht nur in der Schule selbst, sondern nachmittags mussten wir mit Xmas wieder in Wuppertal eine Trimmtermin wahrnehmen. Wurde auch langsam höchste Zeit, Xmas sah ja schon wie ein kleines Löwenbaby aus ...smile, und ich glaub', so ein dicker Pelz macht bei so einem Sommerwetter auch keinen rechten Spaß. Hitzefrei gibt es auch nicht. Rückkehr erst am Abend, anschließend sind wir noch einer Grilleinladung gefolgt. Da merkt man erst wie schnell ein Tag verfliegt.
Momentan geht gerade ein Gewitter über GE nieder. Es war auch wirklich sehr schwül über den ganzen Tag. So kühlt es nachts wenigstens etwas ab.
Nein, solche Wassermassen wie in dem Bild unten sind es nicht ...smile

Euch noch eine gute Nacht. Ich werde noch ein bisschen das Fußballspiel Wacker Burghausen gegen die Bayern verfolgen, die Verlängerung läuft gleich. Ein dramatisches Spiel ganz nach meinem Geschmack. Macht's gut!
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Der Sommer macht den Menschen zum Träumer.
Paul Keller, (1873-1932), deutscher Schriftsteller
Sonntag, 5. August 2007
Erfrischung

Es ist eine eigene Sache im Leben, dass, wenn man gar nicht an Glück oder Unglück denkt, sondern nur an strenge, sich nicht schonende Pflichterfüllung, das Glück sich von selbst, auch bei entbehrender, mühevoller Lebensweise einstellt.
Wilhelm von Humboldt
Euch allen einen sommerlich sonnigen Sonntag und verzichtet nicht auf köstliche Erfrischungen.
Samstag, 4. August 2007
Löwen- und Blog-Geburtstag
Schon wieder muss das frisch gebackene Kindergartenmädchen Marie "Happy Birthday to you" singen, nur diesmal für ihren Papi (s. Bild aus dem letzten Beitrag). Wieder ein "Löwe"! Morgen wird dann in der Familie erst einmal der Löwenkreis mit dem Geburtstag von Schwager Rainer beendet.

Lieber Didi,
Deine Spuren sind nicht nur im Sand hinterlassen, sondern überall in unserer Familie zu sehen und zu spüren. Unsere Ferien sind leider vorbei, aber die Erinnerungen an das Meer in Kroatien und die Ostsee sind noch taufrisch.
Wir wünschen Dir auf diesem Wege alles Liebe, Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr und bleib' einfach so wie Du bist! Happy Birthday, Didi!
Möge dein Tag durch viele kleine Dinge groß werden.
Altirischer Segenswunsch
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Nur am Rande wollte ich anmerken, dass unser Blog seinen dritten Geburtstag begeht. Einige kennen ihn noch als "lifestyle.ge" und nun als "Luckilucki". Erneuert wurde damals die Technik, geblieben sind aber eine treue Leserschaft und das Interesse für unsere täglichen Artikel oder Bildbeiträge.
Bei meinen geneigten Lesern/innen möchte ich mich dafür recht herzlich bedanken, denn sie sind das Salz in der Suppe, aus der man auch immer wieder neue Kraft schöpft, an solchen Projekten festzuhalten, auch wenn die Zeit dafür immer knapp bemessen ist, und alltägliche oder berufliche Dinge das Zeitmaß oft einschränken. Freuen wir uns also gemeinsam auf ein weiteres Jahr mit "Luckilucki", bleibt uns gewogen und Danke für die vielen tollen Kommentare und Anregungen! In diesem Sinne ...
Lucki
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Der Mensch besitzt nichts Edleres und Kostbareres als die Zeit.
Ludwig van Beethoven
Freitag, 3. August 2007
Marie im Kindergarten
Schöner konnte das Wetter gar nicht sein, wenn man einen neuen Lebensabschnitt beginnt. Unsere Enkelin Marie hatte heute ihre ersten Tag im Kindergarten. Darauf hatte sich Opa's Supermädchen schon lange gefreut. Leider konnte ich an diesem Tag aus dienstlichen Gründen nicht dabei sein, um Marie mit ihren stolzen Eltern abzulichten, aber dafür gibt es ja auch noch die Oma, die kann so etwas auch.

Könnt Ihr Euch noch an Euren ersten Tag im Kindergarten erinnern? Ich muss gestehen, dass ich mich an die damalige Erzieherin, Schwester Elli, wohl erinnern kann, aber der erste Tag?, der fehlt leider in meinem Gedächtnis.
Allen wünsche ich noch ein absolut sonniges Wochenende. Bei uns soll das Quecksilber über die 30 Gradmarke klettern. Mir soll's recht sein.
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Die Kindheit hat ihre Geheimnisse und Wunder - aber wer kann sie erzählen, und wer kann sie deuten? Wir sind alle durch diesen stillen Wunderwald gewandert - wir haben alle einst in seliger Betäubung die Augen geöffnet, und die schöne Wirklichkeit des Lebens überflutete unsere Seele. Im Herzen war es hell wie Frühlingshimmel, frisch wie Veilchenduft - still und heilig wie ein Sonntagsmorgen.
Friedrich Max Müller, (1823 - 1900), deutscher Religionswissenschaftler und Sprachforscher
In der Kindheit zeigt sich des Menschen künftiges Wesen, so wie der Morgen anzeigt, wie der Tag werden wird.
William Wordsworth, (1770 -1850), englischer Dichter der Romantik






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