Montag, 26. Februar 2007
Ab ins Bett!
Es gibt Tage, an denen bleibt man besser im Bett. Dem Bekannten ging das gestern so: Um 8 Uhr morgens schellte (am Sonntag!) das Telefon hartnäckig. Kaum war der Hörer abgehoben, hatte der Anrufer aufgelegt.
Kein guter Start in den Tag....Erst vergaß der Arme seine Gattin zu wecken, dann hielt er beim Frühstück, voller Vorfreude auf einen Kaffee, plötzlich die leere Kanne in der Hand. Denn er hatte glatt vergessen, das koffeinhaltige Heißgetränk aufzusetzen.
Als er dann noch die Marmelade statt auf dem Brot auf dem gesamten Küchentisch samt Kleidung verteilte, meinte seine Frau gnadenlos: "Das wird heute nichts mit dir. Los, ab ins Bett."Â
Euch wünsche ich natürlich einen wunderbaren Bilderbuchstart in die neue Woche. Macht's gut!
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"Was wäre der Mensch ohne Telefon? Ein armes Luder. Was ist er aber mit Telefon? Ein armes Luder."
Kurt Tucholsky (1890-1935)
Sonntag, 25. Februar 2007
Rückblende
Wenn ich jetzt so aus dem Fenster schaue und einen Regenschauer nach dem anderen sehe, dann muss ich zwangsläufig an den letzten Sonntag in München denken. Irgendwie wird er auch unvergesslich bleiben.
Der Himmel war nicht blauweiß wie GE, auch nicht weißblau wie in Bayern, sondern ganz einfach blau mit super Sonnenstrahlen. Wie vereinbart holte uns Birgit pünktlich an unserem Hotel ab, und es sollte eine Fahrt ins Blaue werden. Doch nach halbstündiger Fahrzeit wurde unser Ausflug abrupt gestoppt. Der Seilzug am Gaspedal war gerissen. "Ich hab kein Gas mehr", war der erschreckende Ausruf von Birgit.

Aber wozu gibt es die "Gelben Engel". Angerufen und nach 10 Minuten war auch der Engel zur Stelle. Die Diagnose war schnell gestellt, er zog das KFZ von der Autobahn, und auf einem ruhig gelegenen Parkplatz wurde der Schaden fachmännisch behoben. Auf die Frage: "Hält das auch?", gab der Engel zur Antwort:"Sicherlich länger als ihr Auto." und grinste dabei.
Also konnte wir unsere Fahrt wieder fortsetzen. Entlang dem Schliersee ging es vorbei am Skigebiet Sudelfeld ...

...in Richtung Oberaudorf. Dort machten wir eine kleine Brotzeit in dem Berggasthof Hummelei...

...und was man unter einer kleinen Brotzeit versteht, das sieht man hier bei Brigitte.

Gelandet sind wir dann in Österreich, genauer in Kufstein/Tirol. Zur Kaffezeit wurde dann auch noch mal geschlemmt, aber zuvor haben wir noch einen kleinen Rundgang durch die Gassen der Stadt gemacht.

Beindruckend die Stadt am Inn mit der mächtigen Burg, sowohl am Tage ..

...als auch am Abend ...

Auf der Rückfahrt war Birgit so nett,und machte einen kleinen Schlenker an der Allianz Arena vorbei, so dass ich sie auch noch live im blauweißen Abendkleid sehen konnte.

Ich wollt, wir wären wieder da. Ein absolut hitverdächtiger Sonntag war das.
Also bleibt mir nun nichts anderes zu tun, als liebe Grüße nach München zu schicken. Es waren saugute drei Tage dort, die meine Kniebeschwerden fast verdrängt hätten.
Ein herzliches Grüß Gott nach München ...

Vorne links die Mariensäule, hinten die Türme der Frauenkirche und rechts ein Stück des Rathauses.
Oiso, wennst jetzt du, sogn ma amoi, am Stachus wohna dadst, nachad warst a Einwohna vom Stachus, host mi? Und Einwohna vom Stachus san Einwohna vo Minga, vastest?
Euch allen noch einen gemütliche Sonntag. Ich bleib bei meinen Träumen.
Samstag, 24. Februar 2007
Old Shatterhand oder Winnetou?
Einmal wollte ich auch Old Shatterhand, Kara Ben Nemsi oder Winnetou sein. Keiner konnte mich als jungendliche Leseratte so mit Abenteuern, Helden und dem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse fesseln wie Karl May. Ich gebe zu: Das war - für einige Jahre - meine Welt. Die indianischen oder orientalischen Geschichten prägten Werte.
Viel später las ich die ebenso abenteurliche Biographie des fantasierenden Schriftstellers aus Radebeul, ein Mann zwischen Fiktion und Realität, zwischen denen er nicht immer unterscheiden konnte. Karl May bleibe ich dennoch dankbar für viele spannende Lektüre-Stunden.
Morgen am 25. Februar hat der Autor Geburtstag, und vielleicht werde ich mal wieder einen Schmöker aus seiner Feder lesen. Winnetou I!?
Eine wunderschöne Website über Karl May hat mari aus Königsbrück erstellt. Anzuschauen [hier] ein Screenshot der Seite hier ....

Freitag, 23. Februar 2007
Oberflächlich
Irgendwie, irgendwann muss ich mir in der letzten Woche eine Zerrung oder Ähnliches in dem ohnehin schon lädierten linken Knie zugezogen haben. Jedenfalls wurden die Schmerzen im Zeitverlauf immer schlimmer und in München war der Hinweg in die Stadt gerade noch zu ertragen, der Rückweg nur noch mit Tränen in den Augen.
Was lag folglich näher, als einen Facharzt für Orthopädie aufzusuchen. Nun, ich habe einen Freund in meinem Alter, der so etwas macht und eine Gemeinschaftspraxis führt. Also humpelte ich dort hin, damit man der Sache auf den Grund geht. Nur leider war mein Freund nich anwesend nur sein Praxispartner. Da man als Privatpatient dort mit "VIP-Karte" Privilegien genießt, war ich schnell dran. Röntgen, Abtasten, Drehen des Knies und der Hüfte, nur Ratlosigkeit im Gesicht des Arztes. Offensichtliche Brüche oder Beschädigungen waren nicht zu entdecken. Beim Ruhen tut ja auch nichts weh, nur das Bein kann ich nicht belasten.
Diagnose: "Weiß ich nicht. Ich hol mal ein paar Tabletten zum Einnehmen, dann müsste die Schmerzbefindlichkeit besser werden." "Kein Spritze zur Schmerzlinderung?" fragte ich. Das sei nicht nötig, die Wirkung der Tabletten wäre ausreichend, aber wenn ich unbedingt eine haben möchte, dann könnte die Sprechstundenhilfe ja eine setzen. Und sonst? Ja ruhig das Bein in Bewegung halten. Ich dachte ich höre nicht richtig. In Bewegung halten würde ich es ja schon ganz gerne, aber ich kann es ganz einfach nicht. Ja und beim Hinausgehen gab er mir noch den Rat, mich entweder Montag noch einmal vorzustellen oder gleich in die Klinik zum Chirurgen zu fahren, der das Knie operiert hatte.
Zuhause angekommen (Laufweg gesund max. 5 Min , nun 45), unterwegs bei Treppen an Gartenzäunen hochgezogen, las ich den Beipackzettel, besonders die Nebenwirkungen. Bei diesen Tabletten und der Dosierung wäre ich dem Tod näher als irgendeiner Heilung gewesen. Also rief ich nachmittags noch einmal meinen Freund an, erzählte ihm die Geschichte, worauf er genau das Gegenteil veranlasste, die Tabletten zurrückrief und entsprechend andere verordnete. Statt Bewegung war Ruhe angesagt, das Bein möglichst mit Gehhilfen entlasten. Ich erzählte ihm auch von der recht oberflächlichen Untersuchung und dem Rat das Krankenhaus aufzusuchen. Nun dachte ich, Ihr seid doch Orthopäden oder nicht, und Schmerzlinderung bei dem Patienten, so habe ich bisher gelernt, ist so das erste Gebot für jeden Arzt. Da musste mir mein Freund auch Recht geben. Nur musste er eingestehen, dass sie sehr ratlos seien und die Spritze muss wohl auch aus Zuckerwasser gewesen sein, denn eine Linderung war bis abends nicht zu spüren. Warum bin ich eigentlich dort hingegangen??
Meine Frau holte die Tabletten ab und bekam dazu noch eine CD-Rom mit den Röntgenbildern des Tages. Das schien der neueste Hit der Schickimicki-Praxis zu sein, dachte ich mir. Mit Oberflächlickeiten Kasse machen, aber mit Schnickschnack auf den Putz hauen. Wirklich unglaublich!

Mit einem gleichzeitig mitgelieferten Viewer kann man nun am PC die Röntgenbilder aus den links angezeigten files aufrufen, zoomen und sich selbst als Hobby-Orthopäde oder Wahrsager versuchen. Lindert aber keine Schmerzen!!
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"Im Herzen steckt das Glück, nicht im Kopf!"
Arthur Schopenhauer (1788-1860) deutscher Philosoph
Geiz ist geil?
Von wegen. Eigentlich war es eher Sparsamkeit, die den fleißigen Telefon- und Internetnutzer dem besonderen Anbot in die Arme trieb.
Da er für die neue Pauschale so lange quatschen und surfen kann, wie er möchte, investierte er gerne in ein neues Telefon und ein neues Modem. Dafür sollte er auch das Labtop noch über Funk anschließen können.
Erst der Techniker, der alles fertig machen wollte, klärte ihn auf, dass seine Geräte Steinzeit-Niveau haben. Jetzt braucht er einen neuen Computer und ein neues Laptop. Sparfuchs sein will gelernt sein...smile
Kommt gut in ein erfreuliches Wochenende!
Donnerstag, 22. Februar 2007
Vegetarisch
Der Hecht
Ein Hecht, vom heiligen Anton
bekehrt, beschloß, samt Frau und Sohn,
am vegetarischen Gedanken
moralisch sich emporzuranken.
Er aß seit jenem nur noch dies:
Seegras, Seerose und Seegrieß.
Doch Grieß, Gras, Rose floß, o Graus,
entsetzlich wieder hinten aus.
Der ganze Teich ward angesteckt.
Fünfhundert Fische sind verreckt.
Doch Sankt Anton, gerufen eilig,
sprach nichts als: "Heilig! heilig! heilig!"
Christian Morgenstern
Passt doch gut in die Fastenzeit? Euch allen einen sonnigen Tag!
Mittwoch, 21. Februar 2007
Fisch oder Fleisch
Fleisch steigert die Lust, Fisch dämpft die Begehrlichkeiten. Das war über Jahrhunderte die weit verbreitete Kenntnis von den menschlichen Gelüsten, die just in der fünften Jahreszeit zuweilen doch über die Stränge schlugen.
Schon die Mönche bevorzugten deshalb im Mittelalter Karpfen als "lustarmes" Fastenessen.
Jetzt weiß die geneigte Leserschaft, warum am heutigen Aschermittwoch Fisch auf den Teller kommt: als Spaßbremse!
Einen sehr informativen Beitrag über das Fasten, Gewohnheiten und wie man das Fasten trickreich umgehen kann, hat heute die Rabenfrau [hier]verfasst. Da erfährt man, dass ein Papst selbst die Schokolade ungesüßt und daher bitter, probiert und angewidert zur Fastenspeise erklärt hat. Toll!?
Nun in München habe ich die Faschingstage etwas anders verlebt. Sie sind auch nicht vergleichbar mit dem hiesigen Karneval und den Rosenmontagsumzügen. Dennoch wird auch dort gefeiert, nur halt bayerisch, faschingsmäßig. Rund um den Marienplatz waren von den örtlichen Radiosendern drei Bühnen aufgebaut worden, und da wurde nicht geschunkelt, sondern einfach abgerockt, dass die Fetzen flogen. Oldies live vom Feinsten, ebenso die Bands; Musik, die ein Genuss auch für die Ohren und die Seele waren.

Go-Go Dancer/innen heizten dem Publikum ein ...

Dieses Baby hat man einfach in einen Einkaufswagen gesteckt und mit Sekt abgefüllt. Getreu dem Motto: Erst prickeln, dann ...

Natürlich dürfen die Clowns bei all der Narretei nicht fehlen.
Gilt die Pappnase am Rhein zum typischen Karnevals-Accessoire, so sind es am Zuckerhut in Rio mittlerweile die Silikon-Brüste. Umgerechnet 2670-3800 Euro ließen sich viele Damen ihre Oberweite kosten, berichtete das Magazin "Folha". Die Größen variieren von 200- 500 Millilitern, um der Silhoutte der Samba-Königinnen nachzuhelfen.
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Ohne Masken würden sich die Menschen gar nicht mehr erkennen.
Emanuel Wertheimer (1846-1916)






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