Mittwoch, 13. Dezember 2006
Über Stock und Stein
Gesundheitlich geht es zu "lala", das haben so Infekte wohl an sich, aber das wird schon. Gestern hatten wir wieder einmal einen sehr schönen Tag in GE, und da habe ich mich in Xmas' Hundeseelchen versetzt und mich gefragt, worauf hast Du an so einem schönen Tag Lust? Natürlich durch den Wald laufen und überall ein bisschen stöbern. Und genau das haben wir beide dann auch gemacht und die folgenden Bilder mitgebracht. Überflüssig zu sagen, dass die frische sonnige Luft auch Herrchen gut getan hat.

Erst einmal die Lage peilen ...

... das gehobene Pfötchen zeigt volle Konzentration, da muss etwas Verlockendes sein ...

... schnell mal in den Wald hinein ...

...das macht Spaß, so über Stock und Stein ....

...ratlos, wo ist denn mein Herrchen abgeblieben.
Heute Nachmittag muss Xmas wieder zu ihrem "Starfriseur" nach Wuppertal, da kommt der lockige Teddypelz wieder ab. Leider - sagen die einen, weil das Wollknäuel ja lustig anzusehen ist, aber leider muss das Trimming regelmäßig sein, damit das Fell seine schöne Farbe und Struktur behält - auch in der Winterzeit. "...und dann sehe ich", so Xmas, "auch optisch wieder schlank wie ein Rehkitz aus, und man merkt mir die Leckerchen nicht an." ...smile
Euch allen da draußen noch einen entspannten Tag. Die Wartezeit in Wuppertal werden wir uns dadurch verkürzen, indem wir dort mal den Weihnachtsmarkt besuchen. Reden brauche ich ja dort nicht viel, und vielleicht findet man dort noch das eine oder andere Geschenk, warten wir es ab.
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Schenken heißt, einem anderen das zu geben, was man behalten möchte.
Selma Lagerlöf (1858-1940)
Dienstag, 12. Dezember 2006
An den Winter
Vielleicht liegt es auch daran, dass der Winter noch immer durch seine Abwesenheit glänzt und stattdessen das Schmuddelwettter mit Dauerregen meine Erkältung verursacht hat. Gleich muss ich mal kurz zum Doc, ein paar Pillen besorgen und dann kann ich mich wieder in mein Schneckenhaus zurückziehen oder mir "die Kugel geben" wie ein Igel.
Es gibt Tage, da wünscht' ich, ich wär mein Hund (R. Mey)
Vielleicht hilft's, wenn ich dem Winter mal ein Gedicht widme ...
An den Winter
Willkommen, lieber Winter,
Willkommen hier zu Land!
Wie reich du bist, mit Perlen
Spielst du, als wär' es Sand!
Den Hof, des Gartens Wege
Hast du damit bestreut;
Sie an der Bäume Zweige
Zu Tausenden gereiht.
Dein Odem, lieber Winter,
Ist kälter, doch gesund;
Den Sturm nur halt' im Zaume,
Sonst macht er es zu bunt!
Kulmann, Elisabeth (1808-1825)

Altstadt Buer mit dem denkmalgeschützten Dorfkrug; naive Malerei
Montag, 11. Dezember 2006
Erkältet auf dem Hauptweihnachtsmarkt
Nun hat es mich doch noch erwischt. Eine dicke Erkältung hat auch vor Lucki nicht halt gemacht, und ich dachte schon, in diesem Jahr haste aber richtig Glück gehabt. Alles schniefte und prustete so vor sich hin, nun aber habe ich mich auch in die Nasentriefer eingereiht.
Trotzdem bin ich zusammen mit Frau und Hund gestern Abend dick vermummt mal über den buerschen Weihnachtsmarkt gegangen - frische Luft tut ja bekanntlich gut.
Ich kann mich noch gut an den Artikel in unserer Zeitung erinnern als der Weihnachtsmarkt vor zwei Wochen eröffnet wurde. Da war zu lesen: "Weihnachtsmarkt sorgt für festlichen Glanz in Buer; 60 Hütten, Märchenwald, Programm und Aktionen locken in die City; die Werbegemeinschaft hat wieder keine Kosten und Mühen gescheut und ein ansprechendes Ambiente für den Weihnachtseinkauf in der City Buer geschaffen, allein 12500 Glühbirnern an den Sternen der Weihnachtsbeleuchtung tauchen die Hochstraße und ihre Nebenstraßen in ein festliches Licht.; über 500 Tannen, Girlanden, geschmückte Bäume tun das Ihre, Buer vier Adventwochen lang zu verzaubern."
Auf dem Heimweg hatten wir eine nette Begegnung mit einer Frau und ihrer fast erwachsenen Tochter, die sicherlich nach einem Alternativprogramm für das Fußballspiel Schalke gegen Dortmund suchten.
"Sagen sie, junger Mann (muss wohl an der Dunkelheit gelegen haben), wo ist denn hier der Hauptweihnachtsmarkt?" fragte sie recht höflich. "Na, der ist doch hier gleich eine Straße weiter, gar nicht zu verfehlen." erklärte ich. "Ach, da kommen wir gerade her, aber da ist ja nichts", fuhr sie fort und merkte, dass ich sprachlos wurde und ins Grübeln kam. "Ja dann, dann haben wir höchstens noch einen in Gelsenkirchen, in der City, ca. 5 km von hier". "Na gut", sagte sie, dann versuchen wir dort mal unser Glück".
Sie wusste gar nicht wie sehr sie mir aus dem Herzen gesprochen hatte, denn außer ein paar Glühweinständen und Brat/Currywurstbuden, da gibt es für die Kinder noch ein paar Märchenhäuser, aber dann ist da auch wirklich Schluss mit Lustig, und genau darüber habe ich mich bisher jedes Jahr aufs Neue aufgeregt. Einfallsloser geht es wohl kaum noch.
Aber als Schalke-Fan konnte ich ihr ja nicht sagen, "fahren sie mal nach Dortmund, der ist wunderbar" oder vielleicht doch, denn die Dortmunder haben die Schalker ja gestern mit drei Punkten (Schalke-Dortmund 3:1) beschert.
Hauptweihnachtsmarkt? Ja nee, iss klar!

Sonntag, 10. Dezember 2006
Reviergipfel: Schalke gegen Lüdenscheid
Ja auch so nennt man spöttisch die aus Schalker Sicht "verbotene Stadt" (Dortmund), die heute ihre Visitenkarte in der Veltins Arena "Auf Schalke" abgeben wird.
Für genug Zündstoff war schon im Vorfeld gesorgt. Anfang November verschwand aus der Dortmunder Südtribüne ein riesiges 60 m langes Banner mit der Aufschrift "Gelbe Wand Südtribüne Dortmund". Wer?, außer Schalker Fans, sollte schon solch einen Frevel begangen haben. "Feige und unehrenhaft" aus "Feindesland" geklaut, so die Dortmunder.
Hartnäckigen und aus verschiedenen Quellen stammenden Gerüchten zufolge ist die 60 Meter lange Fahne nun in Gelsenkirchen gelandet und soll sicherlich heute den Dortmunder Fans unter die Nase gehalten werden. Um die Wogen zu glätten wollte der Schalker Fanverband, der weiterhin beteuert, damit nichts zu tun zu haben, einen Geldbetrag spenden, damit die Dortmunder sich rechtzeitig ein neues Banner anschaffen können. Die Gemüter bei Anhängern des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund sind entsprechend erhitzt. Bleibt das Banner verschwunden, befürchtet man negative Auswirkungen auf das Derby am 10. Dezember in Gelsenkirchen. Der Pott kocht, die Polizei ist in Alarmbereitschaft.
Das Derby selbst wird auf dem Platz entschieden, und wenn Schalke 04 und Borussia Dortmund aufeinander treffen, ist Fußball Feiertag im Ruhrgebiet. Da erinnert man sich gerne an Highlights aus vergangenen Tagen ...
26.02. 1966 Dormund – Schalke 7:0. Kurz vor ihrem Europapokalsieg gegen Liverpool fegten die Dortmunder die Schalker mit einer saftigen Packung vom Platz.
21.05.1977 Schalke - Dortmund 4:2. Das war der letzte Spieltag der Saison. Schalke konnte mit einem Sieg über Dormund Deutscher Meister werden, wenn Gladbach gleichzeitig in München verliert. Doch dort trennte man sich Unentschieden. Meisterschaft ade.
10.12.1985 Schalke – Dortmund 6:1. Eine dicke Packung für die Schwarz-Gelben im Parkstadion. Das war die Stunde von Olaf Thon, der zwei Treffer besteuerte.
19.12.1997 Dortmund - Schalke 2:2. Der Torhüter Jens Lehmann schrieb damals Fußballgeschichte. In der Nachspielzeit glückte dem Keeper ein Kopfballtor zum Ausgleich und wurde somit zum Held auf der einen und Feinbild der Borussen auf der anderen Seite.
23.09.2000 Dortmund – Schalke 0:4. Ausgerechnet nach dem spektakulären Wechsel von Andreas Möller von Dortmund nach Schalke führte dieser die Schalker zu einem grandiosen Erfolg und stürzte seinen Ex-Club in ein Tal der Tränen.
Denkwürdig auch der 15.09.2001. Nur spielte damals nicht der Fußball die Hauptrolle, sondern die Terroranschläge in den USA. Schalke gewann zwar 1:0, aber so rechter Jubel wollte damals nicht aufkommen. Symbolisch gedachten beide Mannschaften damals vor dem Anpfiff in einem Kreis vereint der Opfer.
So erfolgreich die Knappen gegen den BVB in den vergangenen Jahren waren, seit fünf Jahren warten sie auf einen Heimsieg im Revierderby. Heute soll sich dies in einer ausverkauften VELTINS-Arena ändern. Anpfiff 17.00 Uhr. Schaun wir mal!!
Euch allen - vor allem den Nicht-Fußballinteressierten - wünschen wir einen sonnigen 2. Adventssonntag. ... und wenn Ihr Euch immer noch Gedanken über die Weihnachtsgeschenke macht, dann denkt daran ...
"Ein Geschenk aus der Hand der Liebe, da darf es der Bettler mit dem Fürsten aufnehmen."
August von Kotzbue (1761-1819), deutscher Dramatiker
Samstag, 9. Dezember 2006
Winterliche Bratäpfel
Adventszeit, ist auch die Zeit der Düfte auf dem Weihnachtsmarkt und der Duft von Bratäpfeln ...
Winterliche Bratäpfel
Das brauchen wir:
2 EL Pecannüsse, 6 feste Äpfel. 60 g brauner Zucker, 60 g weißer Zucker, 1 Vanilleschote, 1 unbehandelte Zitrone, 180 ml Bourbon, 2 El Butter, Crème fraîche oder Vanilleeis
...und so wird's gemacht:
Pecannüsse hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften (ca. 5 Minuten). Währenddessen die Äpfel mit dem Apfelstecher entkernen, den Boden unversehrt lassen. Von jedem Apfel einen Streifen Schale am oberen Ende abschälen, damit die Äpfel nicht platzen), Äpfel in eine Auflaufform setzen. Beide Zuckersorten zu den Nüssen geben und verrühren. Die Vanilleschote in 6 Stückchen schneiden, in jeden Apfel ein Stück hineinstecken. Eine großzügige Menge der Zucker-Nussmischung in und auf die Äpfel geben, den Rest in der Form verteilen. Die Zitronenschale in feinen Streifen abschälen und die Streifen um die Äpfel legen, den Bourbon in die Form gießen. Form mit Alufolie abdecken und ca. 45 Minuten bei 175°C backen, bis die Äpfel beinahe gar sind, evtl. Bourbon nachgießen - der Boden der Form sollte stets bedeckt sein. Folie entfernen, Herd auf 200°C hochdrehen und Äpfel weich backen (10-15 Minuten).
Zitronenschale aus der Form nehmen und die Butter in die Form geben, mit dem Bourbon-Bodensatz zu einer Sauce vermischen und dies über die Äpfel geben. Mit Crème fraîche oder Vanilleeis anrichten. Häufig werden Bratäpfel auch mit Vanillesauce serviert oder auch mit einer ähnlich wie Chaudeau zubereiteten Weinschaumsauce.

Freitag, 8. Dezember 2006
Zum Adventwochenende
Advent - die Wochen der Kerzen. Leider missverstehen viele Zeitgenossen die Vorweihnacht als eine gigantische Lichterorgie. Häuser, Fassaden, Giebel, Balkons, Bäume, Sträucher, Wege - alles wird in grelles Licht getaucht.
Die USA haben es uns vorgemacht und lassen grüßen. Bei uns inzwischen alles noch bombastischer, noch fantastischer ... Die Stromversorger lachen sich ins Fäustchen.
Dabei geht es um eine stille, besinnliche, gedanklich reiche Zeit: Vorfreude auf ein christliches Fest ist angesagt. Manch' einer hat's einfach vergessen. Kerzen "belichten" Meditation. Ihr Schein leuchtet nach innen - nicht als Scheinwerfer nach außen. Mal dran denken!
Ein romantisches 2. Adventswochende wünschen wir Euch.

Donnerstag, 7. Dezember 2006
Verschneit liegt rings die ganze Welt
Als ich dieses Gedicht für den heutigen Tag ausgesucht habe, war mehr der Wunsch der Vater des Gedanken. Bei uns regnet es weiterhin in Strömen, und wenn ich die Fernsehbilder richtig verfolgt habe, dann sieht es in den Wintersportorten auch recht trostlos aus. Überall grüne Wiese. So warm war der Winterbeginn in den Alpen seit 1300 Jahren nicht. Selbst in den sogenannten schneesicheren Gebieten mussten schon 14 Skirennen abgesagt werden. Bei solchen Temperaturen da wird die Schneekanone zur Wasserpistole und Alpin- zu Wasserski. Nu denn, ...dann träumen wir halt ein bisschen von verschneiten Landschaften.
Verschneit liegt rings die ganze Welt
Verschneit liegt rings die ganze Welt,
Ich hab nichts, was mich freuet,
Verlassen steht ein Baum im Feld,
Hat längst sein Laub verstreuet.
Der Wind nur geht bei stiller Nacht
und rüttelt an dem Baume,
Da rührt er seine Wipfel sacht
Und redet wie im Traume.
Er träumt von künftger Frühlingszeit,
Von Grün und Quellenrauschen,
Wo er im neuen Blütenkleid
Zu Gottes Lob wird rauschen.
Eichendorff, Joseph Freiherr von (1788-1857)

"Komm, lass uns gehen Schnee schauen, Sake trinken, Taumeln wie Flocken."
Basho, (1643-94), japanischer Dichter






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