Mittwoch, 6. Dezember 2006
Kündet allen ...
Kündet allen in der Not:
Fasset Mut und habt Vertrauen!
Bald wird kommen unser Gott;
herrlich werdet ihr ihn schauen.
Allen Menschen wird zuteil
Gottes Heil.
Gott naht sich mit neuer Huld,
daß wir uns zu ihm bekehren;
wer will lösen unsre Schuld,
ewig soll der Friede währen.
Allen Menschen wird zuteil
Gottes Heil
ein Adventslied
Wir wünschen Euch allen eine besinnliche und schöne Adventswoche, bleibt heiter und gesund!
Nun heute ist Nikolaustag und da gab es sicherlich Bescherungen für große und kleine Kinder. Sagen wir mal so, ich gehöre zu den großen Kindern, und es gab auch tolle Geschenke. Offensichtlich ist der Knecht Ruprecht in eine Polizeikontrolle gekommen und hat Gelsenkirchen nicht erreicht. Durchgekommen ist aber der gute Nikolaus mit seinem goldenen Buch, und der hatte für mich im Gepäck: ein Canon Speedlight Blitzgerät, das der gute Mann bei meiner Frau hinterlegt hatte, damit meine Fotousrüstung nun komplettiert ist; bei meinem regionalen Interprovider, bei dem ich noch schnell eine Foto-CD abgeben musste, hatte er 2 Pakete Golfbälle und ein schickes, elegantes Schreibset mit Lederetui abgegeben (eigentlich nur etwas für Sonn- und Feiertage); und nun kommt der Hammer...bei meinem Arbeitgeber war er auch noch, und von dort durfte ich heute ein nagelneues TravelMate 4072LMi Notebook von der Firma Acer mit nach Hause nehmen, natürlich als komfortables Arbeitsgerät. Bei aller Bescheidenheit, besser konnte der Tag doch gar nicht laufen, oder?
Deshalb öffne ich auch froh gelaunt meine Schatztruhe und zeige Euch wieder einmal eines meiner Winteraquarelle aus dem Jahr 1992 ...eine Winterlandschaft, obwohl es draußen stürmisch regnet und immer noch Temperaturen von 12° C herrschen. Kurzum so echtes Schmuddelwetter. Euch allen noch einen schönen Nachmittag bzw. Nikolausabend macht's gut. Ich muss ja nun mein neues Arbeitsgerät einrichten;-)

Dienstag, 5. Dezember 2006
Heute heißt es wieder: Schuhe raus stelllen ...
Der Nikolaus kommt. Am 6. Dezember hoffen und warten alle Jahre wieder Tausende Kinder darauf, dass in ihren Schuhen und Socken Süßigkeiten oder andere Überraschungen zu finden sind.
Vom Nikolaus natürlich.
Aber wer ist das eigentlich? Die Historiker sind sich sicher: Er ist Türke. Die Figur geht auf den heiligen Bischof Nikolaus von Myra zurück, der am 6. Dezember 345 nach Christus starb.
Er soll sein Geld an Menschen in Not verteilt haben. Die Geschenke für eine bettelarme Familie zum Beispiel legte er durch den Kamin in die darin aufgehängten Socken - von dieser Legende leitet sich auch unser Brauch mit den Schuhen ab.
Äußerlich verbindet den Bischof von Myra allerdings nichts mit dem heutigen Nikolaus/Weihnachtsmann ...mit rotem Mantel, weißem, wallenden Bart und Rentierschlitten. Den hat die Brausefirma Coca Cola für eine Weihnachtskampagne erfunden..., aber das müssen wir ja unseren Kindern nicht erzählen.
Wird dieses Brauchtum auch noch heute bei Euch in den Familien gepfegt? Und wenn ja, dann erzählt es uns.
Wir werden unsere Nachbarn heute jedenfalls mit einem kleinen Stutenkerl aus Marzipan überraschen. Und man glaubt es kaum, das Rätselraten, wer das denn wieder war, ist immer wieder schön und erhält die Freundschaft ...smile.
Eine auführlichere Darstellung über den Nikolausbrauch findet Ihr natürlich auch unserer Website Merry Christmas.

"Die meisten Leute feiern Weihnachten, weil die meisten Leute Weihnachten feiern."
Kurt Tucholsky (1890-1935)
Montag, 4. Dezember 2006
Staub zu Staub ...
Der Adventssonntag begann für mich recht früh. Nein, nicht damit ich an dem extra vorgezogenen Gottesdienst in Hassel teilnehmen konnte, sondern um pünklich alle Absperrung passiert zu haben, um dann auf dem Gelände des ehemaligen Kraftwerks Westerholt in Buer Hassel mit meinen Kameras Stellung zu beziehen. Der Grund: die Sprengung eines der höchsten Schornsteine Europas. Der 300 m hohe und 20.000 Tonnen schwere Schornstein war das letzte Bollwerk des Eon-Kraftwerks in Gelsenkirchen. An seiner Stelle soll ein Park mit 150 Wohnungen entstehen.
Richtig idyllisch schimmerte der Riese bei meiner Ankunft in der Morgensonne ...

Nach 25 Jahren hieß es Abschied nehmen von dem Koloss. Die umliegenden Anwohner in Hassel wurden evakuiert. Hunderte Schaulustige waren angereist, um das Spekatakel zu beobachten. Einige waren sichtlich traurig, dass nun ein langjähriges Wahrzeichen des Stadtteils geräumt wurde, andere wiederum besorgt, ob der Turm nun auch richtig fällt und keinen Schaden an ihren Häusern anrichten wird. Um 10.54 Uhr, ein paar Minuten früher als geplant, wurde dann die Sprengfaltung gezündet. Für manche überraschend, da die Kameras noch nicht schussbereit oder entsprechend ausgerichtet waren und selbst beim WDR-Fernsehen zeigte man sich sichtlich überrascht als der erste Knall zu hören war.

"Optimal" fiel der Turm aus Sicht des Sprengmeisters aus Thüringen. Er selbst habe zwar daran geglaubt, aber nicht gedacht, dass der Schornstein so gerade fallen würde. Dabei war ja alles sorgfältig geplant. In einer Höhe von 54 m wurde dafür ein Sprengpaket angebracht, auf 183 m ein weiteres. Die einzelnen Abschnitte sollten dabei in verschiedene Richtungen fallen und ein kleiner Stumpf von 50 m zurückbleiben, um ihn später mit Baumaschinen abzutragen. Doch daraus wurde nichts. Der obere Teil fiel so glücklich auf den Stumpf, so dass dieser gleich mit zertrümmert wurde.

Viele hatten sich das Ganze wuchtiger, lauter und actionreicher vorgestellt, aber nach nur knapp 10 Sekunden war die Faltung des Stahlbetonriesen abgeschlossen. Aufgelöst in Staub! Zwei gesteuerte Explosionen und eine große Staubwolke, das war der "leise Abschied" eines gefällten Riesen.

Eine Traumsprengung - so zogen die Verantwortlichen von Eon Engineering und Gelsenwasser, die den Staub mit einer Wasserwand auffingen, Bilanz. Damit war auch der Staub der durch die Terminverschiebung [wir berichteten hier] aufgewirbelt worden war, restlos beseitigt.
Größere Bilder der Sprengung könnt Ihr auf der GE.larie sehen.
...........................................
"Den Abschied muss man nehmen, nicht erdulden."
unbekannter Verfasser
Sonntag, 3. Dezember 2006
Das Paket
Um es vorwegzunehmen, es war nicht das Paket des lieben Gottes, diese Geschichte könnt Ihr [hier] nachlesen, aber diese ist nicht minder wunderbar.
Da klingelt es doch am frühen Morgen, ich öffnete das Adventstürchen und hinter einem riesigen Paket blinzelte ein kleiner Postmann, der sich erkundigte, ob er hier auch richtig sei.
"Richtig? Das weiß ich so nicht, an wen ist denn das Riesenteil adressiert?" "An Frl. Xmas P.", konnte er so gerade noch herauspressen.
"Xmas so heißt unser Terrier," entgegnete ich, "aber Mamutknochen verträgt der nicht."
"Kann auch was anderes drin sein," entgegnete der freundliche Postmann, "kann ich das Paket nicht schon mal drinnen bei Ihnen abstellen?"
"Ja, neee, iss klar, kommen Sie doch rein."
"Vielleicht ist das ja auch für Sie," sagte der Postmann.
Ich schaute auf den Absender: "Da haben Sie recht, da wollen uns unsere Freunde aus Königsbrück zum Advent überraschen."
"Ja dann ..., schöne Bescherung und tschüss," verabschiedete sich der Postmann.
Flugs war das Paket geöffnet und vor uns lag ein 'Original Dresdner Christstollen' von gigantischem Ausmaß. Unsere lieben Königskinder Mari und Andi haben uns mit dieser Kuchendelikatesse wirklich überrascht. Wir sagen Danke für die nette Gabe und freuen uns nun, dass nicht nur wir in der kommenden Adventszeit 'keinen Hunger mehr leiden müssen' ...smile.

Davon gekostet haben wir natürlich auch schon ...lecker, lecker, lecker!
Samstag, 2. Dezember 2006
Engelfügel
Von Engelflügeln getragen
Von Engelflügeln getragen,
wandre ich durch den Tag.
Frage ich um Rat,
mache ich es richtig?
Mein Engel antwortet:
Höre auf dein Herz,
das ist wichtig!
Es freut die Seele,
wenn sie sich schwingen kann,
und mit ihr den Mensch,
der es fühlt,
das Schwingen und Klingen.
(Verfasser unbekannt)

Liebe Mama,
ich weiß, dass Du heute in München arbeiten musst und heute früh mit dem Flieger losgeflogen bist. Ich wünsche Dir schöne Tage in München, auch heute bei dem Fußballspiel der Bayern und auf dem Weihnachtsmarkt. In Gedanken bin ich immer bei Dir, so als kleiner Schutzengel. Bei Oma und Opa geht es mir gut. Mit Oma bin ich mit Ita in den Wald gegangen, Du weißt ja warum Ita da immer hin muss. Opa geht mit mir gleich in die Stadt. Ich brauche doch einen neuen Zeichenblock, um den Nikolaus zu malen, Opa hilft mir. In den Märchenwald gehen wir auch. Ich hab Dich lieb und schicke dir mal einen ganz, ganz dicken
Tusss, Deine Marie
...und Opa hat gesagt, jeder von uns ist ein Engel mit nur einem Flügel. Und wir können nur fliegen, wenn wir uns umarmen. Noch einen Tusss!
Freitag, 1. Dezember 2006
Weihnachtsbaum & Weihnachtsfeier
"Clean, edel und chic", so eine Trend-Expertin, sollte sich der Weihnachtsbaum 2006 präsentieren. Weiß und mit Strass behangen sollte er sein, wem das zuviel ist, der kann ihn auch "reduziert mit Glas" dekorieren. Farben wie Gold, Lindgrün und Champagner sind die Hitbreaker oder eine Kombination mehrerer Brauntöne von "Hell über Krokant bis Nougat". Rot hingegen, das in 2005 als Fuchsia, Rosé oder gar Lila eine neue Interpretaion erlebte, geht gar nicht mehr.
Jeder zweite Deutsche so war zu lesen, will überhaupt keinen Baum. Der aktuellen Tannenpreise, nicht der Trends wegen. Bei den beliebten Nordmanntannen dürfte sich der Preis, der in diesem Jahr etwa um 10 % anzog, bei 15 € pro Meter liegen. Die Verteuerung wird unter anderem auf Spätfrostschäden im Winter, den heißen, trockenen Sommer sowie gestiegene Transportkosten zurück geführt. Dennoch, beliebt ist der Weihnachtsbaum weiterhin bei Groß und Klein.
Eine Weihnachtsfeier ohne Tannenbaum ist eigentlich auch kaum vorstellbar. Diese haben augenblicklich Hochkonjunktur, jedenfalls die Betriebsweihnachtsfeiern.
Auch wenn sie nun zum zehnten Male wieder im "Roten Ochsen" stattfindet - die Teilnahme ist ein "mitmenschliches Muss", sagt jedenfalls der Knigge. Wer nicht hingeht, zeige "Desinteresse und Arroganz". Und der Knigge sagt auch: Nörgeleien und Beschwerden (über die Firma, den Chef oder Vorgesetzte)Â sind völlig fehl am Platz. Zu den "Goldenen Regeln" heißt es weiter, gehören: Dezente Kleidung und Höflichkeit. Absolut tabu: Duz-Angebote, plumpe Vertraulichkeiten, auffällige Tanzeinlagen, auch wenn einem dadurch schon wieder die Freude genommen wird.
Was mich dabei so erstaunt, ...da muss der FC Bayern doch über Jahre immer etwas falsch verstanden haben, oder gibt es gar extra eine bayerische Ausgabe des Knigge? Denn bei den Münchenern waren die Weihnachtsfeiern doch immer ein absoluter Knüller mit ausgelassener Stimmung, sozusagen der Höhepunkt des Jahres. Entschuldigung, aber ich muss da noch einmal bei unserem "Kaiser Franz" oder Insider und Bayern-Edelfan Boris nachfragen, bevor ich jetzt etwas Falsches berichte.
Euch allen ein grandioses Wochenende und einen stimmungsvollen Start in die Adventszeit.

Scheck für das Kinderheim
Ich hätte beinahe den recht kurzfristigen Termin für die Scheckübergabe für das Kinder- und Jugendheim St Elisabeth GE-Erle verschwitzt, aber letztlich hat noch alles reibungslos geklappt. Gut, das meine Frau Termine nicht vergisst.
Einen symbolischen Scheck von stolzen 1.100 € konnte der "Kräuterexpress" zusammen mit dem Köche-Club GE dem Heimleiter des Erler Kinderheims, Paul Rüther überreichen. Zusammengekommen war die Spende durch Koch- und Backaktionen auf dem Hofe des Erler "Kräuterexpress". Die Kinder werden sicherlich eine tolle Weihnachtsfeier erleben dürfen. Ich hatte ja schon [hier] davon berichtet.







Kommentare