Montag, 22. Januar 2007
Heute mal ein Stöckchen: Meine Stadt
Eigentlich bin ich ja nicht so der Stöckchenfreund, aber ich habe mal eins heute kreiert.
Meine Stadt heißt der Titel und beinhaltet folgende Fragen ...
1. Wenn du Deine Stadt mit einem Satz beschreiben müsstest, wie würde er lauten?
2. Du hast Besuch und möchtest Deinem Gast Deinen Lieblingsort in Deiner Stadt zeigen.
3. Um welchen Ort in Deiner Stadt machst Du einen großen Bogen?
4. Stell Dir vor, Du wärst einen Tag lang König Deiner Heimatstadt. Was würdest Du sofort anordnen oder ändern?
5. Über was hast Du Dich in Deiner Heimatstadt zum letzten Mal geärgert?
6. Es ist das Jahr 2010. In Deiner Tageszeitung steht eine Top-Meldung auf Seite 1. Wie lautet die Schlagzeile?
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Ich hab es mal versucht mit Gelsenkirchen ...
1. Gelsenkirchen ist wie Himmel und Erde, Weiß-Blau und eine Currywurst als Fußball.
2. Wir gehen auf die Rungenberg-Halde und schauen uns von dort aus von oben die Stadt an. Schöner Rundblick.
3. Um den Bahnhofsbereich in GE. Er ist weder schön, noch attraktiv und hat viele schmuddelige Ecken.
4. Ich würde alle Kredite bei den Banken kündigen und aus meiner Privatschatulle bezahlen. Dann Straßen und Schulen renovieren, Spielplätze erneuern. Noch etwas für die Kultur tuen z.B. Denkmäler auch abends anstrahlen lassen und den Fans von S 04 freien Eintritt gewähren.
5. Ich ärgere mich mich über die unverschämten Parkplatzgebühren in Buer, die viele Kunden vertreiben. Über die daraus folgende Abzocke der Politessen, den einfaltslosen Weihnachtsmarkt und das Verschleppen von dringenden Bauprojekten.
6. Jeder Jugendliche erhält einen Ausbildungsplatz, die Arbeitslosigkeit sinkt gegen Null durch Arbeitzeitverkürzung und Schalke ist Pokalsieger und Deutscher Meister. Endlich!
Ja, so könnte ich mir das etwa vorstellen.
Das Stöckchen darf gerne aufgegriffen werden, und ich freue mich über Feedbacks. Danke und noch eine schöne Woche!
Sonntag, 21. Januar 2007
Der wilde Wind
Der wilde Wind
Der Wind schleicht wie ein Räubersmann um unser kleines Haus.
Er klopft an Tür und Fenster an und kommt mit Saus und Braus.
Wir legen alle Riegel für und lassen ihn nicht ein.
Da faucht er wie ein wildes Tier zum Schlüsselloch hinein.
Sei nicht so zornig, lieber Wind, verschon mein kleines Haus!
Im Bettchen liegt ein Wickelkind und horcht zu dir hinaus.
Es summt der Wind um Haus und Herd,
es träumt mein kleiner Mann
von einem flockenweißen Pferd, drauf sitzt ein Reitersmann.
Volksgut

"Freiwillige Ausreise"
Es gibt schon sprachliche Missgriffe. "Freiwillige Ausreise" ist das Unwort des Jahres 2006. Dies gab eine Jury aus Sprachwissenschaftlern in Köthen in Sachsen-Anhalt bekannt. Der Begriff bezieht sich darauf, dass viele abgelehnte Asylbewerber vor einer Abschiebung unter Zwang "freiwillig" in ihre Heimat zurückkehren würden.
Was heißt da "freiwillig"? Ich würde hier auch eher dazu tendieren, dass das Unwort sachlich grob unangemessen ist und die Menschenwürde verletzt. Das ""Ausreisezentrum", ein Begriff, der sogar im Zuwanderungsgesetz steht ist nichts anderes als eine Abschiebehaftanstalt. Die "freiwillige Ausreise" ist im Grunde genommen dann die Fortentwicklung. Dabei handelt es sich keineswegs um Last-Minute Flüge, sondern die Ayslbewerber werden so lange sagen wir "bearbeitet", bis sie versuchen mehr oder weniger gezwungen, das Land wieder zu verlassen. Das Wort "freiwillig" kann schon erheblich in Zweifel gezogen werden. Es sind keine Ausreisewünsche oder freiwillige Ausreiseanträge wie zu DDR- Zeiten. Der eigentlich positive Klang des Wortes hat eine Umkehrung ins Negative erfahren, und das ist das Fatale und steht in einem schiefen Verhältnis zur Realität, so auch die Jury.
Samstag, 20. Januar 2007
Wetter & Gemütlichkeit
Nun der Orkan "Kyrill" hat Milliarden an Schäden verursacht und hat uns den "Frühling" so richtig um die Ohren gepustet. Es bleibt auch weiterhin verhältnismäßig warm bei ca. 14 Grad.
"Es bleibt mild." Wenn das nicht der meist verwendete Satz am Wochenende ist. Was ja richtig ist. Aber dennoch ein Einwand. Wenn es ums Wetter geht, geht es meist um das arme Tier (zu mollig für den Winterschlaf) oder um die Pflanzen (sie müssen schon oder immer noch blühen).
Aber was ist mit uns? Es ist zu warm für die Gemütlichkeit. Das klingt zu deutsch? Ist aber ein globales Probelm.
Wer will sich bei 13 Grad in die Sofadecke kuscheln? Es wird uns was fehlen, wenn das Wetter in Zukunft so lasch auf mild macht. Ob sich der Gemütlichkeitsfaktor auch erzwingen lässt? Vielleicht so: Heizung abstellen, Kühlschranktür öffnen, Eisbeutel in die Schlappen. Man muss es nur wollen ...smile.
Die Deutschen sind nun mal neugierig aufs Wetter. Nichts wurde in 2006 so häufig abgefragt wie die Wettervorhersage. Weit vorn auf der von Yahoo veröffentlichen Liste der Top 10 unter den Suchbegriffen. "Routenplaner" landete auf Platz 2. Im Vorjahr sah es noch anders aus: Da landete der "Routenplaner" auf dem ersten Rang und "Wetter" lediglich an fünfter Stelle.
In diesem Sinne ein wohl temperiertes Wochenende.
Freitag, 19. Januar 2007
Sturmnacht
Orkantief "Kyrill" verursachte gestern in NRW ein Chaos. Windböen von fast 200km/h ließen Masten, Bäume und Schirme knicken. Und der frühere Werbespruch der DB: "Alle reden vom Wetter, wir nicht!" zog auch nicht mehr: Am Abend verkündete Bahnchef Hartmut Mehdorn: "Wir liegen still." Selbst einige Schulen in GE schickten die Kinder frühzeitig nach Hause. Die Wochenmärkte waren leer, und die Straßenbahngesellschaft "Bogestra ließ ab 20 Uhr fast alle Busse und Bahnen in den Depots. Auch im Zoo in GE blieben die Tiere in ihren Behausungen. Polizei und Feuerwehr im Dauerstress. Erst heute wird das Ausmaß der Schäden so richtig erkennenbar. Jedenfalls hat "Kyrill" das Leben in Gelsenkirchen gestern schlagartig verändert und vierlerorts zum Ausnahmezustand gezwungen. Im Augenblick ist man dabei die abgerissenen Oberleitungen zu reparieren, Bäume zu fällen und alles wieder in geordnete Bahnen zurückzuführen. Das wird noch eine Weile dauern, und Bahn- und Busbenutzer müssen viel Geduld mitbringen.
Da passt doch das Gedicht von Th. Storm ..., und Euch zum Wochenende alles Gute und eine "sturmfreie Bude".
Sturmnacht
Im Hinterhaus, im Fliesensaal
Über Urgroßmutters Tisch' und Bänke,
Über die alten Schatullen und Schränke
Wandelt der zitternde Mondenstrahl.
Vom Wald kommt der Wind
Und fährt an die Scheiben;
Und geschwind, geschwind
Schwatzt er ein Wort,
Und dann wieder fort
Zum Wald über Föhren und Eiben.
Da wird auch das alte verzauberte Holz
Da drinnen lebendig;
Wie sonst im Walde will es stolz
Die Kronen schütteln unbändig,
Mit den Ästen greifen hinaus in die Nacht,
Mit dem Sturm sich schaukeln in brausender Jagd,
Mit den Blättern in Übermut rauschen,
Beim Tanz im Flug
Durch Wolkenzug
Mit dem Mondlicht silberne Blicke tauschen.
Da müht sich der Lehnstuhl, die Arme zu recken,
Den Rokokofuß will das Kanapee strecken,
In der Kommode die Schubfächer drängen
Und wollen die rostigen Schlösser sprengen;
Der Eichschrank unter dem kleinen Troß
Steht da, ein finsterer Koloß.
Traumhaft regt er die Klauen an,
Ihm zuckt's in der verlornen Krone;
Doch bricht er nicht den schweren Bann. -
Und draußen pfeift ihm der Wind zum Hohne
Und fährt an die Läden und rüttelt mit Macht,
Bläst durch die Ritzen, grunzt und lacht,
Schmeißt die Fledermäuse, die kleinen Gespenster,
Klitschend gegen die rasselnden Fenster.
Die glupen dumm neugierig hinein -
Da drinn' steht voll der Mondenschein.
Aber droben im Haus
Im behaglichen Zimmer
Beim Sturmgebraus
Saßen und schwatzten die Alten noch immer,
Nicht hörend, wie drunten die Saaltür sprang,
Wie ein Klang war erwacht
Aus der einsamen Nacht,
Der schollernd drang
Über Trepp' und Gang,
Daß drin in der Kammer die Kinder mit Schrecken
Auffuhren und schlüpften unter die Decken.
Theodor Storm
Donnerstag, 18. Januar 2007
Männer & Kosmetik
Na, wenn man so einen Erkältung hat und dann morgens in den Spiegel schaut, da könnte man leicht in die Versuchung geraten, mal einen Visagisten anzurufen ;-)).
Aber, Deo und Rasierwasser reichen dem Mann von heute längst nicht mehr. Wenn ich das mal einfügen darf, ich komme gut mit Cool Water von David***, dem klassischen Aramis und im Winter Homme von Joo*! über die Runden! Doch immer mehr Männer wollen einfach gepflegt und gut aussehen und greifen daher zu Reinigungsmilch, Cremes etc.
Der Kosmetikmarkt für Männer boomt. Entsprechende Kosmetikunternehmen verzeichnen bei Pflegeprodukten für Männer Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich. Man rechnet damit das der Umsatz in den nächsten Jahren um 19 Prozent wächst.
Ich stelle mir gerade vor, dass ich mich morgens vor der Schule schminke*grgrgr*. Aber weit hergeholt ist das nicht. Schon 2003 brachte Jean Paul Gault*** die Kosmetiklinie "Tout Beau" auf den Männermarkt. Nagellack, Lippenstift, Puder und Kajalstift inklusive.
"Männlichkeit definiert sich nicht durch Kleidung. Männlichkeit sitzt im Kopf!", so der Modeschöpfer. Da kann man nur sagen: "Liebe Männer, bitte nur nicht den Kopf verlieren, oder?"
Mittwoch, 17. Januar 2007
Erkältung
Lucki war heute einfach nur krank,.... Erkältung, Temperatur, Husten, Schnupfen, Heiserkeit, so das übliche Programm; aber wir werden wieder fit.
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"Über allem wirklich Lebendigen liegt ein Hauch von Ewigkeit."
Carl Gustav Jung






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